Die Messe MIA in Rimini
Unser Mitarbeiter Aldo aus Sizilien war in den letzten Tagen auf der MIA in Rimini unterwegs, um berühmte Küchenchefs und Erzeuger zu treffen und sich von ihnen die neusten Trends zeigen zu lassen. Da sein Deutsch noch nicht perfekt ist, darf ich über seine Erlebnisse berichten. Auf der Messe traf Aldo Alberto Zampino von der Pastificio Gentile, deren Produkte wir seit einiger Zeit im Sortiment haben. Dieser erzählte ihm, dass der bekannte Sternekoch Paolo Barrale auf der Messe sei und mit seinen Gentile-Produkten Kochvorführungen veranstalte. Die beiden schauten sich das Spektakel an.

Der Strand in Rimini - im Winter nicht ganz so überfüllt.
Pastificio Gentile und das Projekt „Campania Gold“
Im Gespräch erfuhr Aldo, dass Alberto Zampino von Gentile an einen Projekt beteiligt ist, dass sich “Campania Gold” nennt. Ziel des Projektes ist es, die Spezialitäten und Meisterstücke der Region Kampanien, zu denen u.a. die Piennolo-Tomaten und die Pasta aus Gragnano gehören, in den Spitzenrestaurants auf die Teller zu bringen. Mit einer goldenen Karte bekommt man Rabatte und wird zu besonderen Veranstaltungen in Spitzenrestaurants und hochklassige Hotels eingeladen. Während dieser exklusiven Veranstaltungen lernt man Küchenchefs der Region und ihre Kochkünste kennen, darf an Verkostungen teilnehmen und z.B. an Führungen in Weinkellereien teilnehmen.

Paolo Barrale kocht Paccheri alla napoletana
Paolo Barrale – der Sternekoch
Aldo durfte dann Paolo Barrale beim Kochen zuschauen, der selbstverständlich mit Gentile-Pasta kochte. In diesem Fall die Sorte Paccheri, über deren Geschichte ich bereits berichtet habe. Paolo Barrale ist der Chefkoch in dem berühmten Restaurant Marennà. Bereits nach drei Jahren erhielt er einen der begehrten Michelin-Sterne. Auch von anderen Instanzen wie Espresso, Gambero Rosso, Touring Club und Veronelli erhielt er höchste Auszeichnungen. Im Marennà hat Paolo Barrale übrigens die Nachfolge von Heinz Beck, dem bekannten deutschen Koch angetreten. Aldo erfuhr auch, dass das Marennà früher nur einem exklusiven Kreis offen stand, aber heute für jeden, der Wert auf ausgezeichnete Küche legt, offen ist.
Tags: Campania Gold, Paolo Barrale, Pastificio Gentile, Piennolo, Rimini
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Die Samen keimen
Vor 10 Tagen habe ich angefangen, über mein kleines Projekt zu berichten, in dem ich die dickhäutigen Piennolo-Tomaten selbst zu ziehen versuche. Inzwischen haben einige der Samen angefangen zu keimen und kleine Wurzelchen zeigen sich. Da es auf der Fensterbank etwas kühl ist, habe ich sie in ihrem Schälchen auf die Heizung gestellt. Das gefiel ihnen wohl ganz gut und sie haben daher wohl ausgetrieben. Ich werde aber mal noch warten, ob die anderen Samen auch noch ihre Schüchternheit überwinden und dann werde ich mich auf die Suche nach der passenden Erde machen. Dann melde ich mich wieder…

Die Tomatensamen bilden kleine Wurzeln aus
Tags: Keimzeit Tomaten, Piennolo, Tomaten ziehen
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Geschichte des Tramezzino
Bei Sandwiches denken wir an England; Gurkensandwiches gehören zur englisch Kultur wie Earl Grey Tee und oder Frühstücksbacon. Die Assoziation ist ja auch richtig, denn das Sandwich wurde nach John Montague, dem 4. Earl von Sandwich benannt. Dabei hat er es gar nicht erfunden. Aber passenderweise klingt sein Nachname doch eher italienisch als englisch, wenn man an Romeo und Julia denkt. Beim Tramezzino hingegen ist die Geschichte genau bekannt. Es wurde nämlich 1925 in der Bar Caffè Mulassano am Piazza Castello Turin erfunden. Die Bezeichnung wurde von Gabriele D’Annunzio erfunden, da sandwich für die Italiener damals nicht so leicht auszusprechen war.

Ein Tramezzini-Turm. Gestapelter Genuss!
Tramezzino – tramezzini
Der Name Tramezzino bedeutet „dazwischen“, „mittendrin“. Ob das sich auf den Belag zwischen den beiden dreieckigen Brotscheiben oder auf den Tramezzino als Zwischenmahlzeit bezieht – da bin ich auch überfragt. Was den Tramezzino auch vom englischen Sandwich unterscheidet, ist seine fehlende Rinde. Das feine Weißbrot kann in speziellen Grills auch erwärmt werden, aber auch kalt schmeckt es sehr gut. Die Bar, in der der Tramezzino erfunden wurde, bietet heute über 40 verschiedene tramazzini an. Superlecker ist natürlich Prosciutto oder ein aromatischer italienischer Käse. Da sind der Fantasie wirklich keine Grenzen gesetzt.
Tags: italienisches Sandwich, Sandwich, tramezzini, tramezzino, Weißbrot
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Primitivo = Zinfandel
Einen Wein, der Primitivo heißt, der spricht einen wohl eher nicht an, wenn man vor dem Weinregal steht oder sich durch einen Online-Shop scrollt. Primitiv, das klingt eigentlich schlimmer als Landwein, dabei ist das nur der Name der Rebsorte und die kann ja nun wirklich nichts dafür! Vielleicht wird aber der Wein, der außerhalb Italiens auch als Zinfandel bekannt ist, sowohl außerhalb Italiens als auch innerhalb unter dem Namen Zinfandel in den Handel gebracht. Eigentlich doch schade, dass Primitivo so selten unter seinem italienischen Namen gehandelt wird.

Der für Apulien typische Primitivo-Wein
Die Rebsorte Primitivo
Die Rebsorte Primitivo wird in Italien vor allem im Absatz des Stiefels, also in Apulien. Außerhalb Italiens ist die Rebsorte Primitivo unter ihrem Synonym Zinfandel hauptsächlich in Kalifornien verbreitet. Der Ursprung liegt laut DNS-Analyse in der kroatischen (und unaussprechlichen) Rebsorte Crljenak Kaštelanski. Mein kroatisch ist jetzt nicht soo gut, aber der zweite Teil suggeriert eine spanische Abstammung… Nach Apulien kam die Rebsorte Primitivo im 18. Jahrhundert. Die Trauben ergeben einen robusten Rotwein, der je nach Reifegrad geschmacklich von Himbeeren bis zu Brombeeren, Anis und Pfeffer reichen kann.
Tags: Primitivo, Rotwein, Zinfandel
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Piennolo-Tomaten
Bevor wir letztes Jahr Piennolo-Tomaten ins Sortiment genommen haben, waren sie mir noch kaum ein Begriff. Doch auf der Reise nach Kampanien lernte ich die kleinen Tomaten kennen, die an den Hänge des Vesuvs wachsen und eine besonders dicke Schale und einen geringen Wassergehalt haben. Auf dem Dachboden unseres Tomatenbauern Pasquale Imperato sah ich die Trauben hängen, in denen die lange haltbaren Tomaten zur Lagerung aufgehängt werden. Von Pasquale erfuhr ich auch, dass die Piennolo-Tomaten sich von der Ernte im Spätsommer bis Weihnachten halten und dann als Delikatesse genossen werden. Mein Interesse war geweckt. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, einen Versuch des Anbaus zu starten. Besonders aussichtsreich ist es nicht, denn mit einem Klima wie an den Hängen des Vesuvs kann ich weder in meinem Gärtchen noch in der Fensterbank dienen, aber einen Versuch ist es wert.
Kauf der Samen und Warten
Doch zunächst musste ich an die Samen kommen, denn die gibt es nicht in jedem Gartenmarkt zu kaufen. Erst überlegte ich, die Samen der Dosentomaten aufzuheben, aber das war mir dann doch eine zu große Sauerei. Bei Recherchen im Internet stieß ich auf einen Shop in der Schweiz, der alle möglichen Arten von Tomaten und Paprika verschickt. Dort bestellte ich – im September, glaube ich – ein Tütchen Samen und begann zu warten. Auf der Seite stand, dass die Auslieferung erst im Dezember oder gar Januar beginnen würde. Das fand ich seltsam, vertraute aber darauf, dass alles mit rechten Dingen zugehen würde. So teuer waren die Samen auch nicht gewesen und der Verlust hätte nicht allzu sehr geschmerzt.
Anfang Januar, ich hatte es schon fast wieder vergessen, hatte ich Post aus der Schweiz. Es sah aus wie ein ganz normaler Brief und ich grübelte auf dem Weg vom Briefkasten ins Haus, wen ich in der Schweiz kenne. Als ich den Brief dann öffnete, fiel mir wieder ein, dass die URL auf „.ch“ geendet hatte. Dann musste ich erstmal wieder recherchieren, wann man die eigentlich aussät. Die Quellen im Internet stimmten überein, dass ungefähr Mitte Februar ein guter Zeitpunkt sei. Daher habe ich heute einige der Samen zusammen mit ein paar Lagen Taschentuch in ein kleines Schälchen gegeben, mit Wasser benetzt und warte jetzt darauf, dass sie keimen.
Wenn es dann soweit ist, werde ich sie in Erde geben. Ich überlege, ob ich mir irgendwo Vulkanerde besorgen sollte, aber ich weiß bisher nicht, wo. Falls es jemand weiß, bitte im Kommentar posten.
Tags: Anbau, Piennolo, Tomaten, Zucht
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