„italienische Schokolade" - passende Beiträge

Gianduia-Schokolade

Was ist das Besondere an Gianduia-Schokolade?

Gianduia, dieses wohlklingende Wort hat wohl noch nicht jeder gehört. Der geheimnisvolle Begriff bezeichnet aber von der Herstellungsseite gesehen nichts Anderes als dunklen Nougat. Etwas interessanter ist die Geschichte dann aber doch: Erfunden wurde Gianduia in Turin. Dabei wurde er aber eher in der Not geboren, denn zur Zeit Napoleons wurden hohe Zölle auf aus Südamerika importierten Kakao erhoben und die Turiner Chocolatiers sahen sich in ihrer Existenz bedroht. Daher „streckten“ sie ihre Schokoladenmasse mit gerösteten und fein gemahlenen Haselnüssen, die es im Piemont reichlich gibt. Sehr schnell wurde diese Notlösung zu einer Spezialität. Der Name Gianduia leitet sich wiederum von der Gianduiotto genannten Karnevalsfigur ab, die die bootsförmigen Leckereien bei der Parade unters Volk warf. Die glücklichen Genießer benannten die Konfekte nach dem großzügigen Schenker und so wurde schnell aus Gianduiotto die Bezeichnung Gianduia für die Schokolade.

Giuanduia-Schokolade von Caffarel

Giuanduia-Schokolade von Caffarel

Wo bekomme ich Gianduia-Schokolade?

Echte Gianduia- oder Gianduja-Schokolade kann man selbstverständlich vor Ort in Turin erwerben. Als Urlaubssouvenir sind sie dort sicher unumgänglich. Für etwas – zugegeben sehr köstliche Schokolade – aber extra nach Turin zu reisen, ist nicht nötig. Auch in Deutschland kann man echte Turiner Gianduia-Schokolade bekommen. In unserem Shop halten wir eine Auswahl für Sie bereit. Sowohl als Tafelschokolade mit Piemonteser Haselnüssen als auch als kleine Gianduiotti oder originale bootskielförmige Gianduiotti-Pralinen sind sie bei uns erhältlich. Der Hersteller Caffarel gehört zu den am längsten in Turin tätigen Gianduia-Erzeugern.

Aromatische Langhe-Haselnüsse

Aromatische Langhe-Haselnüsse

Hier werden die geknackten Haselnüsse geröstet.

Hier werden die geknackten Haselnüsse geröstet.

Verkostung von Amedei Schokolade in der Toskana

Wenn die Phrase „wie im Schlaraffenland“ nicht schon so überstrapaziert wäre, würde ich sagen, die Verkostung bei Amedei in der Toskana heute war wie ein Besuch im Schlaraffenland. Amedei hatte uns zu dieser Verkostung eingeladen und wenn sie ihre heiligen Hallen für uns öffnen, werden wir uns nicht verweigern.

Amedei

Auch bei der Ausstattung des Salons zur Verkostung wird Stil bewiesen.

Während wie die kleinen Köstlichkeiten aus der Toskana probierten, erfuhren wir eine Menge über das Unternehmen. Die Geschwister Tessieri haben ihre Chocolaterie erst 1990 eröffnet, aber sich sehr schnell einen Namen als Italiens beste Schokoladenhersteller gemacht. Sie erzählten uns, dass sie von ihrer Großmutter inspiriert worden seien, deren Nachname Amedei gewesen sei und die eine wahre Künstlerin auf dem Gebiet der Süßigkeiten- Herstellung und des Kuchenbackens gewesen sei. Ihre Leidenschaft für das dolce vita hat sie auf ihre Enkel übertragen. Als Cecilia und Alessio Kinder waren, sind sie oft mit der Nonna in die Schweiz gefahren, wo sie sich die Schokoladenherstellung anschauten. Als Kind hatte Cecilia wie viele Mädchen großes Interesse am klassischen Tanz, aber den Traum, eine Primaballerina zu werden, gab sie für den Traum, köstliche Schokolade herzustellen, auf. Sie ging nach Frankreich und lernte dort bei den besten Maîtres Chocolatiers das Handwerk. Ihr Bruder Alessio bereiste wie ein Indiana Jones Südamerika, um die besten Kakaoplantagen zu finden. Seine besten Entdeckungen, besonders seltene Bohnen, schickte er an seine Schwester, die damit begann, aus den wertvollen Rohstoffen edelste Pralinen herzustellen.

Pralinen von Amedei

Pralinenauswahl und Produktpräsentation

Während sich Alessio um den Ausbau der Chuao-Plantage in Venezuela kümmerte, entwickelte Cecilia ein neues Konzept der Pralinenherstellung für Amedei. Denn während z.B. belgische Pralinen mit einer Mischung, die sehr viel Butter enthält, gefüllt sind, verwendet Cecilia Zutaten aus der Region wie Mandeln, Pistazien oder Langhe-Nüsse aus dem Piemont. Wie genau sie die Zutaten verarbeitet, konnte sie uns natürlich nicht verraten, aber der Geschmack ist letztendlich sehr viel intensiver. Das liegt sicher auch an der Leidenschaft, mit der sie ihre Kunst für Amedei betreibt. Sie sagte uns, dass sie mit jeder Praline Empfindungen und sensationelle Geschmackserlebnisse vermitteln will. Durch ihre besondere Verarbeitungsweise hat man ein sehr intensives gustatorisches Empfinden im Mund. Ihre Milchschokolade hinterlässt wirklich den Geschmack frischer Milch, ebenso wie z.B. die Mandelschokolade richtig intensiv nach Mandeln schmeckt.

Cecilias Idee, Emotionen bei den Menschen zu wecken, die ihre Pralinen genießen, ist vollkommen Wirklichkeit geworden.

Amedei

Es muss gemundet haben, denn die Teller sind leer.