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Cipolla Rossa di Tropea

Dolcezza di Cipolla Rossa di Tropea IGP

Eine Spezialität aus Kalabrien sind Cipolla Rossa di Tropea IGP. Das sind eigentlich simple rote Zwiebeln (cipolla rossa), die aber einen süßlichen Geschmack aufweisen. Angebaut werden sie in den Provinzen Vibo Valentia, Campora San Giovanni und Cosenza. Eingeführt wurde diese italienische Spezialität von den Phöniziern. Wegen ihres süßen Geschmacks hat sich in Kalabrien das Rezept für Dolcezza di Cipolla Rossa di Tropea IGP entwickelt. Das ist eine Art Konfitüre aus diesen roten Zwiebeln, deren geografische Herkunft durch das IGP (auf Deutsch „geschützte geografische Angabe“) garantiert wird.

Vincenzo zeigt die Ernte

Vincenzo zeigt die Ernte

Rote Zwiebel-Konfitüre aus Kalabrien

Die Region Kalabrien ist berühmt für ihre scharfe Küche. Peperoni werden in großem Stil angebaut und verfeinern allerlei kalabrische Spezialitäten. Wenn man also zum ersten Mal von roter Zwiebel-Konfitüre aus Kalabrien hört, könnte man meinen, dass auch die scharf oder zumindest pikant ist. Dass sie sich als süß herausstellt, tut dem Genuss keinen Abbruch. So kommen eben auch Feinschmecker zu ihrem Recht auf besten Geschmack, die Scharfes nicht so sehr mögen. Aber wie und wozu isst man nun diese Konfitüre aus Kalabrien?

Zwiebelernte

Zwiebelernte

Zwiebel-Marmelade zu Käse

Zum Beispiel zu Käse. Als Dip zu Hartkäse wie Parmesan oder Grana Padano passt die Zwiebel-Marmelade sehr gut. (Die Bezeichnung „Marmelade“ ist übrigens nicht ganz korrekt, denn sie ist Eingekochtem aus Zitrusfrüchten vorbehalten.) Daher finden Sie die Zwiebel-Marmelade auch in unserer Shopkategorie „Käse > Saucen zum Käse“. Probieren Sie doch einmal unser Rezept für Grana-Padano-Chips und servieren Sie dazu die Zwiebel-Marmelade. Oder Sie probieren Sie als Alternative zu Tomaten auf Bruschetta. Gern können Sie auch Ihre Ideen als Kommentar posten.

Dolcezza di Cipolla

Dolcezza di Cipolla

Delizie di Calabria

Scharfe Spezialitäten aus Kalabrien

Kalabrien im Süden Italiens ist vermutlich die Region mit der schärfsten Küche des Landes. Wie in vielen anderen warmen Ländern der Erde werden scharfe Gewürze seit Urzeiten dafür verwendet, um die Körpertemperatur der Bewohner zu regulieren. Dieses wissenschaftliche Phänomen schlägt sich in allerlei scharfen Spezialitäten nieder: Nduja ist eine weiche Salami aus Schweinefleisch, die mit Chili verfeinert wird. Überhaupt wird Chili (ital.: peperoncino) in allen erdenklichen Lebensmitteln verarbeitet. So gibt es neben vielen anderen scharfen Spezialitäten auch eine Chili-Konfitüre. Die meisten dieser pikanten Köstlichkeiten werden von Delizie di Calabria produziert.

delize_peperoni

Peperoni Delizie aus Kalabrien

Delizie di Calabria (also aus Kalabrien) ist ein landwirtschaftlicher Betrieb, der vor allem Chilischoten anbaut. Weite Felder von verschiedenen Paprikasorten, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Die Peperoni verarbeitet Delizie aus Kalabrien zu Gewürzmischungen, zur bereits erwähnten Konfitüre, füllt sie mit Käse, kreiert scharfes und rotes Pesto und stellt vielerlei andere scharfe Dinge damit an. Bei der Verkostung all dieser Köstlichkeiten (=Delizie) kamen wir ganz schön ins Schwitzen!

Cipolla Rossa di Tropea Zwiebel-Konfitüre

Eine weitere kalabrische Spezialität ist die Zwiebel-Konfitüre aus den Zwiebeln der Sorte Cipolla Rossa di Tropea. Das sind relativ große rote Zwiebeln, die seit der Besiedlung durch die Phönizier in einigen wenigen Provinzen Kalabriens kultiviert werden. In den Dörfern, in denen sie angebaut werden, hängen die dicken Zwiebelzöpfe an vielen Häusern als Schmuck. Anders als viele andere kalabrische Spezialitäten ist die Zwiebel-Konfitüre aber nicht scharf, sondern süßlich. Man isst sie auf Bruschetta oder auch als Sauce zu Käse wie Parmesan oder Grana Padano.

Dolcezza di Cipolla Rossa

Dolcezza di Cipolla Rossa

Kalabrien – die schärfste aller italienischen Regionen

Kalabrien – das Mekka für Scharf-Esser

Immer in der zweiten Septemberwoche findet in Diamante, einem Ort in Kalabrien, das jährliche Peperoncini-Festival statt. So werden in Italien Chilis bezeichnet. In der süditalienischen Region werden die scharfen Schoten in großem Stil angebaut, denn sie lieben die Sonne und entwickeln hier ihr brennendes Aroma besonders gut. Wie verwurzelt der Import aus Südamerika inzwischen in der kalabrischen Kultur ist, zeigen auch die vielen Chilizöpfe, die an Hauswänden und über die Gassen gespannten Leinen trocknen. Nicht selten sieht man sie auch in Stein oder Mosaik gearbeitet als Häuserschmuck.

Nduja - die scharfe Salami aus Kalabrien

Nduja - die scharfe Salami aus Kalabrien

Die Kalabrische Küche

Selbstverständlich finden Peperoncini vor allem in der kalabrischen Küche Verwendung. Eine Spezialität der süditalienischen Region ist Nduja, eine streichfähige Salami, die es in sich hat. Frische Chilischoten geben ihr den scharfen Kick. Aber die Peperoncini machen auch vor Süßspeisen nicht halt: Mutige Einheimische und Urlauber trauen sich an Eis mit feinen Chilistückchen heran. Zum Frühstück kann man Konfitüren und Honig mit Chili genießen. Den ganzen Tag über bleibt also gewissermaßen kein Auge trocken.

Kalabrische Bombe - scharfes Gemüse

Kalabrische Bombe - scharfes Gemüse

Chili als Medizin

Die schweißtreibende Wirkung der scharfen Schoten hat ihnen den Ruf eingebracht, ein Aphrodisiakum zu sein. In Diamante, der Hauptstadt der Peperoncini in Kalabrien, werden Tütchen mit Chilipulver gar als „Viagra des armen Mannes“ feilgeboten. Der Genuss von Chili bringt den Kreislauf in Schwung – bei zu viel Schoten kann es auch mal gefährlich werden. Beim Campionato italiano mangiatori di peperoncino, der Meisterschaft im Chili-Essen, ist daher auch immer ein Arzt vor Ort, aber die meisten Teilnehmer kennen ihre Grenzen und benötigen seine Hilfe nicht.

Delizie di Calabria – scharfe kalabrische Spezialitäten

Kalabrien – die schärfste Region Italiens

Heute dürfen Sie etwas über einen Produzenten erfahren, den wir seit kurzem ins Sortiment aufgenommen haben: Delizie di Calabria. Dahinter steckt wie bei den meisten unserer Produzenten ein Familienbetrieb. Von Raffael, dem Schwiegersohn des Inhabers, erfuhren wir viel über die Region, ihre Küche und das Familienunternehmen in Kalabrien. Diese Region ganz im Süden Italiens ist nämlich bekannt für ihre scharfe Küche. Das liegt vor allem an den allgegenwärtigen Chilischoten, die hier zum Trocknen an den Straßenrändern der Dörfer hängen und die auf Italienisch peperoncini heißen. Eine weitere Spezialität der Region sind die Roten Zwiebeln (Cipolla Rossa di Tropea IGP), aus denen z.B. Konfitüre hergestellt wird.

Rote Zwiebeln aus Tropea

Rote Zwiebeln aus Tropea

Chilischoten – kleine Scharfmacher

Aldo hält einige Chili-Schoten

Aldo hält einige Chili-Schoten

Raffaelo nahm uns auch mit auf die weitläufigen Felder des Unternehmens, auf dem die verschiedenen Arten der Chilischoten, also peperoncini, wachsen. Es gibt kirschförmige, kleine dünne, längere dünne, die Sigarette heißen und viele mehr. Nicht alle sind höllisch scharf, aber die meisten schon, denn das ist schließlich Kalabrien. Delizie di Calabria verarbeitet die scharfen Schoten zu Saucen und in der kalabrischen Salami ‘Nduja. Eine besondere Spezialität sind Konfitüren und Honig, die mit Peperoncini veredelt sind. Die Konfitüren sind aber nicht als Belag fürs Frühstücksbrötchen gedacht, sondern als Beilage zu Fleisch. Davon konnten wir uns bei einem kleinen Snack überzeugen, der uns mächtig ins Schwitzen brachte.
Überall hängen Zwiebeln und Chili zum Trocknen

Überall hängen Zwiebeln und Chili zum Trocknen

Zu Besuch in der Olearia San Giorgio und Verkostung von L’Aspromontano BIO in Kalabrien

Zu Besuch auf der Olearia San Giorgio im sonnigen Süden Italiens

Wir hatten uns auf dem Weg gemacht, um Domenico Fazari, einen der besten Olivenmüller Italiens in seiner Olearia San Giorgio zu besuchen. Gestern Vormittag trafen wir bei ihm ein, nachdem wir uns von der langen Fahrt im Hotel erholt hatten. Mit der typischen südlichen Gastlichkeit empfing uns einer der Söhne des Begründers, der nach seinem Vater Domenico heißt, aber von Freunden Mimmo genannt wird. Während wir vom Parkplatz zur Olearia San Giorgio liefen, erzählte uns Mimmo, dass die Ölmühle vergangenen Winter mit den Wetterkapriolen zu kämpfen gehabt hatte. Der viele Regen hatte große Teile der Ernte verdorben. Bei dem ohnehin schwierigen und hart umkämpften Markt für Olivenöl eine Katastrophe.

Die Landschaft um die Olearia San Giorgio

Die Landschaft um die Olearia San Giorgio

Bestes Olivenöl aus der Olearia San Giorgio

Mimmo und Jens

Mimmo und Jens


Dennoch hat es der erfahrene Ölmüller in seiner Olearia San Giorgio geschafft, aus der restlichen Ernte so gutes Olivenöl zu produzieren, dass es eine Empfehlung im Magazin Der Feinschmecker erhalten hat. Sein L’Aspromontano und L’Aspromontano bio überzeugten die Experten des Feinschmeckers durch ihre Milde und Süße. Die Aromen von grünen Äpfeln, reifen Pfirsichen und Orangenblüte machen das Olivenöl sogar geeignet für Desserts. Bei einer kleinen Stärkung konnten wir das Olivenöl selbst verkosten und die Entscheidung des Feinschmeckers hundertprozentig nachvollziehen.

Die Geschichte der Olearia San Giorgio

Mimmo mit seinem Olivenöl

Mimmo mit seinem Olivenöl


Mimmo erzählte uns voller Stolz, wie sein Vater Domenico 1940 die verlassene Ölmühle und den Olivenhain bei San Giorgio gekauft hatte. Mit viel Glauben an das Vorhaben und noch mehr Schweiß hatten Domenico und seine fünf Söhne damals die Mühle zum Laufen gebracht. Viel harte Arbeit und auch einige Opfer erlaubten es Domenico nach einigen Jahren, einen Hektar Land zu erwerben. Landbesitzer zu sein, erfüllte ihn und seine Söhne mit Stolz. Trotzdem blieb er bodenständig und arbeitete weiter hart, um die Qualität des Öls ständig zu verbessern. Nach und nach übernahmen seine Söhne mehr Verantwortung. Heute gehört der Familie Land von 140 Hektar Fläche, zu denen auch Hänge im Aspromonte Nationalpark gehören, die dem ausgezeichneten Olivenöl L’Aspromontano BIO den Namen geben.

Stockfisch-Essen

Stockfisch-Essen


Zum Abschluss lud uns Mimmo zum “Stock”, also Stockfisch ein, der in seinem geschätzten Olivenöl gebraten war. Super-super-lecker. Und genau das richtige vor einer Autofahrt, bei der man nicht müde werden sollte.

Vielen Dank an Mimmo für die Führung, das Essen und die Gastfreundschaft!