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Pasta von Gentile jetzt auch mit IGP-Status

IGP-Status für Pasta aus Gragnano

Wir freuen uns sehr, dass die EU beschlossen hat, der Pasta aus Gragnano den IGP-Status zu verleihen. Damit schützt sie ein kulinarisches Kulturgut aus der Provinz Neapel im Süden Italiens. Denn seit Generationen und Generationen wird in Gragnano hochwertige Pasta hergestellt. Früher hängten die Pastamacher ihre Spaghetti und andere Langnudeln auf der Hauptstraße zum Trocknen auf, wie Reiseberichte aus dieser Zeit bezeugen. Heute werden aus hygienischen Gründen Trockner verwendet, die die Nudeln bei niedrigen Temperaturen langsam trocknen lassen, ebenso wie es früher die Winde taten, die durch die Straßen wehten.

Tortiglioni von Gentile

Tortiglioni von Gentile

IGP soll vor Fälschungen schützen

Wenn Sie aufmerksam unseren Shop besuchen, ist Ihnen bei Parmaschinken, Parmigiano Reggiano, Gorgonzola und Co. sicherlich schon der Namenszusatz DOP aufgefallen. Das ist ebenso wie IGP ein Herkunftssiegel, jedoch ist es mit noch strengeren Auflagen verbunden. Für das Siegel IGP, das die Abkürzung für das italienische Indicazione Geografica Protetta muss lediglich ein Herstellungsschritt in der im Namen angegebenen Herkunft erfolgen. Im Fall der Pasta von Gentile ist das eben Gragnano. Das bedeutet, dass das Korn nicht aus der Gegend um Gragnano stammen muss, doch die Herstellung in Gragnano erfolgt. Mit dem neu verliehenen IGP-Status soll verhindert werden, dass Pastahersteller außerhalb Gragnanos vom guten Ruf der Pasta-Stadt profitieren können, indem sie einfach ihre Pasta als Pasta di Gragano bezeichnen.

Pasta von Gentile in Aktion

Pasta von Gentile in Aktion

Der Pastahersteller Gentile aus Gragnano

Zwei Pastahersteller aus Gragnano haben wir in unserem Online-Shop vertreten. Einer davon ist Gentile. Die Pastamanufaktur Gentile wurde bereits 1876 gegründet und ist somit die älteste in Gragnano. Dort werden die Nudeln tatsächlich noch von Hand geformt, eine Fertigkeit, die die jungen Generationen gar nicht mehr beherrschen. Doch Familie Zampino, der Gentile gehört, hat das Glück, noch vier ältere Damen zu beschäftigen, die mit flinken Fingern beispielsweise Fusilli formen. Wie wir von Alberto Zampino erfuhren, gab es 1900 noch 100 Menschen in Gragnano, die diese Fertigkeit besaßen, doch seine vier Angestellten sind die letzten ihrer Art. Ein Video über die Herstellung der Pasta in Gragnano finden Sie hier.

Pastificio Marella Apulien

Die Pastificio Marella

Die Pastificio Marella entdeckten wir in Apulien. Diese langgestreckte Region im Süden Italiens ist seit der Antike als „Kornkammer Italiens“ bekannt. Kein Wunder, dass es in dieser Region so viele Pastahersteller gibt. Der Familienbetrieb Pastificio Marella ist einer dieser zahlreichen Produzenten. Da gibt es viel Konkurrenz, die aber bekanntermaßen das Geschäft belebt. Im Fall der Pastificio Marella spiegelt sich diese Belebung in den außergewöhnlichen Nudelformen (z.B. Sombreroni und Coralli) und in der Vielfarbigkeit der Pasta wider.

Sombreroni von Marella aus Apulien

Sombreroni von Marella aus Apulien

Marella Pasta aus Apulien

Für ihre Pasta verwendet die Pastificio Marella nur das beste Hartweizenmehl (Durum) aus der Region. Für die Farben nutzen sie die Farbstoffe der Natur: Spinat für Grün, Peperoni für Rot, rote Beete für Dunkelrot, Kurkuma für Gelb und Sepia-Tinte für Schwarz. Für viele Nudelformen verwenden sie alle Farben, aber es gibt auch zweifarbige Kreationen aus Apulien: So beispielsweise die Zebra-Farfalle oder die Farfalle Fiorentina in den Wappenfarben der Stadt Florenz. So viel Farbigkeit erwartet man nicht in einer Manufaktur für Pasta.

Handgemachte Pasta aus Apulien

Handgemachte Pasta aus Apulien

Marella bunte Pasta Spezialitäten von Hand gemacht

Neben den außergewöhnlichen Formen und Farben setzt Marella auf eine weitere Besonderheit, die sie von der Konkurrenz unterscheidet: Die bunte Pasta wird noch heute von Hand gemacht. . Davon konnten wir uns vor Ort überzeugen. Mit flinken Fingern formen die Frauen von Marella die Pasta-Spezialitäten. Es sieht ganz leicht aus, wie sie in Sekundenschnelle die Sombrero-Hüte formen. Da musste ich mangels Übung einfach scheitern, wie ich schnell feststellen konnte. Mit mir als Arbeiter würde sich die Manufaktur nicht rentieren, aber jemand muss die Pasta ja auch verkaufen. Und das wäre dann ich.

Pasta Martelli in der Toskana

Pasta aus der Toskana

Auf unseren Streifzügen durch die Toskana haben wir auch Familie Martelli besucht, die noch in Handarbeit feinste Pasta herstellt. Die Familie besteht aus Mario, Laura, Luca, Lucia, Valeria, Lorenzo und Dino. Die Leidenschaft für Pasta liegt ihnen im Blut, auch wenn die Handarbeit und besonders das Kneten des Teigs kräftezehrend sind. Wir durften auch einmal ran und haben dabei unseren Respekt vor der schweren Arbeit einer vorindustriellen Hausfrau aufgefrischt. Es geht wirklich in die Arme und Hände, vor allem, wenn man bedenkt, dass früher Brot immer selbst gebacken wurde. Puh! Aber selbst gemacht schmeckt es nun mal am besten.

Trocknende Spaghetti

Trocknende Spaghetti

Beste Zutaten für toskanische Pasta

Familie Martelli verwendet für ihre Pasta selbstverständlich Hartweizen. Dieser hat einen besonders hohen Eiweißgehalt, so dass der Einsatz von Eiern nicht nötig ist – anders als in Deutschland. Somit sind diese toskanischen Nudeln auch für Veganer geeignet. Nur Hartweizengrieß und frisches Wasser, mehr braucht gute Pasta nicht. Ebenfalls selbstverständlich ist für Familie Martelli die Verwendung der traditionellen Kupferformen für ihre Pasta, denn durch die wird die Oberfläche der Nudeln poröser als bei Edelstahlformen und kann so Saucen besser aufnehmen.

Aus den Grundzutaten Hartweizengrieß und Wasser bereiten die Martellis Spaghetti, Spaghettini (diese sind etwas dünner), Maccheroni und Penne. So ist die Grundversorgung mit bester Pasta gesichert.