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DER FEINSCHMECKER-Testsieger Olio Extra Vergine Barone del Murgo

Die Azienda Agricola Murgo, auf der das Olio extra vergine Barone del Murgo hergestellt wird, ist auf Sizilien gelegen. Geführt wird sie seit 1981 vom Baron Emanuele Scammacca und seinen Söhnen Michele, Pietro und Matteo.

Olio Extra Vergine Barone del Murgo

Olio Extra Vergine Barone del Murgo

Die Olivenhaine, in denen die Oliven für das Olio extra vergine Barone del Murgo wachsen, gehören zum Gelso Bianco Anwesen südlich des Ätna. Das Olivenöl extra vergine besteht zu 100% aus Oliven der Sorte Nocellara dell’Etna. Diese Oliven werden vom 11.-20. Oktober von Hand geerntet, um sie nicht zu verletzen. Die Verarbeitung geschieht noch am gleichen Tag, so dass sich keinerlei Biterstoffe bilden können. Jedes Jahr produziert Murgo 20.000 Liter des preisgekrönten Olivenöls.

Im Olivenöl-Test des Magazins Der Feinschmecker wurde das Olio extra vergine Barone del Murgo zum Besten in der Kategorie „mildfruchtig“ gewählt. Die Jury des Feinschmeckers begeisterte sich für die Noten von Äpfeln, Bananen, Kiwi und Lauch. Die Experten empfehlen die Verwendung des goldgelben Öls zu Gemüsesuppen und zu gegrillten Scampi. Es eignet sich aber auch hervorragend zu anderen Meeresfrüchten.

Neben dem Olio extra vergine Barone del Murgo produziert der landwirtschaftliche Betrieb auch Weine, die aus Trauben der auf den östlichen Ausläufern des Ätna wachsenden Reben Taormina und Catania gekeltert werden. Auf dem Gelso Bianco Anwesen auf den südlichen Ausläufern des Ätna werden auch Oliven sowie Zitronen, Orangen und Mandarinen für Marmeladen und Feigenkakteen und Schwarze Maulbeere für  Konfitüren angebaut. Ein weiteres Produkt sind die Honige aus den Blüten der Zitronen-, Apfelsinenbäume und der Feigenkakteen.

Olio Award 2009 DER FEINSCHMECKER Olivenöl Test und die Testsieger 2009

Der Feinschmecker ist DAS Magazin, wenn es um gutes Essen, Wein und andere Getränke, aber auch Küchengeräte und Tabak und sein Zubehör geht. Es werden monatlich Tests veröffentlicht, die dem genießerischen Verbraucher aus der Menge der Spezialitäten und Feinkost, aus Hotels und Restaurants das Beste anhand der Testsieger herauszupicken helfen. In diesem Jahr stand zum 6. Mal die Verkostung des Olivenöls auf der Agenda, bei der die Experten der Jury sich der Degustation des flüssigen Goldes widmen, so es denn diesen Namen im Einzelnen verdient. Die drei Testsieger werden mit dem OLIO-Award ausgezeichnet, die in den Kategorien „leicht fruchtig“, „mittelfruchtig“ und „intensiv fruchtig“ vergeben werden.

Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus 11 internationalen Juroren zusammen (später mehr).

Der diesjährige Testsieger in der Kategoriemildfruchtig“, der die Jury mit seinem wenig aufdringlichen Aroma überzeugte, ist Barone del Murgo – Olio extra Vergine Murgo von Emanuele Scammacca del Murgo aus Sizilien. Die Experten begründeten ihr Urteil nach der Verkostung so: „Das Öl schmeckt ungewöhnlich fruchtig; nach Äpfeln, Bananen, Kiwi und Lauch. Am Gaumen bleibt es süßlich-mild mit einem pikanten Nachhall. Delikat zu Gemüsesuppen und gegrillten Scampi.“

Auf den zweiten Platz des Olivenöl Tests 2009 im Der Feinschmecker der Kategorie „mildfruchtig“ schaffte es Tenuta Fontanara von Veneto Valpolicella DOP, dessen Firmensitz in Venetien liegt. Die Jury-Experten zeigten sich begeistert: „Rund 3000 Olivenbäume besitzt die junge Ölproduzentin Patrizia Bocchi im Tiefland bei Verona. Das Öl mit geschütztem Ursprungssiegel der Region Valpolicella begeistert mit frischen Aromen von Äpfeln, Mandeln und Pinienkernen. Eine feine Würze für Peso und gedünsteten oder gegrillten Fisch wie Wolfsbarsch oder Dorade.“

Auf den dritten Platz kam im Test 2009 Castillo de Canena aus Andalusien (Spanien) von Arbequina Olives.

In der Kategoriemittelfruchtiger“ Olivenöle konnte die Fattoria Di Monteoriolo di Marco Calamai – Olio extra vergine aus der Toskana die Experten überzeugen, es zum Testsieger zu küren. Den zweiten Platz erreichte Olio e Sapori di Sicilia – MEG Sogno von Massimo Emanuele Gugliotta aus Sizilien. Der charakteristische Duft von unreifen Tomaten und Paprika begeisterte die Jury. Auf den dritten Platz der Degustation schaffte es Oleificio Argei – Olio extra vergine classico BIO aus Sardinien, der durch den Duft von grünen Tomaten, Bananen, Lauch und Salbei bei den Experten Achtung erlangte. Es eignet sich hervorragend für Pasta mit kräftigem Ragout oder zur Verwendung für Antipasti.

Bei den „intensiv fruchtigen“ Olivenölen wurde Quattrociocchi Americo – Olivastro BIO aus Alatri (Latium) zum Testsieger und somit zum Gewinner des diesjährigen OLIO-Awards gekürt. Das Bio-Olivenöl zeichnet sich durch ein Aroma von Artischocken, grünen Tomaten und Avocado aus. Der zweite Platz ging in diesem Jahr an Manuel Montes Marin – Portico de la Villa aus Andalusien (Spanien). Die Experten wählten Filippo Oddo – Feudo bertolino extra vergine von Filippo Oddo aus Sizilien auf den dritten Platz im Olivenöl Test 2009 Der Feinschmecker.

Bei den Newcomern wurden Olivenöle aus Frankreich, Neuseeland und Syrien unter die erten drei gewählt. Auf dem ersten Platz findet sich das Öl vom Château d’Estoublon, einem Schloss in der Provence, auf dessen Gut jedes Jahr exzellentes Olivenöl produziert wird. Den zweiten Platz erreichte das Bio-Öl Special Reserve Biodynamic der Firma Lakeland Olives aus Neusüdwales in Neuseeland. Auf dem dritten Platz überrascht ein Olivenöl aus Syrien, das von Samir Rai produziert wird. Seine Aromen Salbei und Minze überzeugten die Juroren des Feinschmeckers. Der Feinschmecker empfielt den Einsatz zu Pasta mit Auberginen und Ricotta.

Allen Testsiegern der Degustation einen herzlichen Glückwunsch! Erfreulich, dass auch in diesem Jahr wieder Olivenöle aus Italien die Experten des Feinschmeckers überzeugen konnten.

Beziehen können Sie die prämierten Öle im Gustini online Shop oder beim Hersteller in Italien.

Frantoio Santa Tea: Olivenöl aus der ältesten Ölmühle der Toskana

Santa Tea Olivenöl

Der Stein mit der Jahreszahl 1426 in der Mitte

Heute besuchten wir die älteste Ölmühle der Toskana – die Frantoio Santa Tea Gonelli. Die Ölmühle selbst besteht seit 1426, was in einen Stein einer Mauer der Mühle eingeritzt ist. Die Familie Gonelli erwarb sie im Jahr 1585. Das Regello-Umland, wo die Mühle gelegen ist, gehört zur Provinz Florenz und liegt auf einem Plateau 400 m über dem Meeresspiegel. Das ist eine für Italien ungewöhnliche Lage, aber sie bringt wertvolles Olivenöl hervor. Die Ölmühle Santatea steht aber nicht nur für Jahrhunderte alte Tradition, sondern auch für Innovation, denn die Familie Gonelli war 1962 die erste, die eine Zentrifuge in die Produktionsanlage integrierte. Heute stellen sie Olivenöl in den Aromen „süß und delikat“ und „fruchtig-intensiv“ her sowie biologisches Olivenöl.

Olivenöl von Santa Tea

Angiolino pflückt die Gonelli-Oliven, seit er auf Leitern steigen kann

Dass Santatea-Öl einen sehr guten Ruf hat, zeigt folgende Geschichte, die uns Piero Gonelli erzählt hat: Er war einmal in ein angesehenes Restaurant zum Essen eingeladen. Der Kellner erkannt ihn nicht als Signor Gonelli (der nebenbei gesagt auch Vorsitzender der Associazione Italiana Frantoiani Oleari ist) und brachte ihm eine Flasche Santatea Olivenöl an den Tisch. Piero erkannte aber, dass die Flasche ein großer Schwindel war, denn die Flasche aus seiner Mühle war einfach mit einem anderen Öl befüllt worden! In diesem Moment entschied sich Piero, seine Flaschen mit einem speziellen Verschluss zu versehen, damit die gewieften Restaurantbesitzer nie wieder anderes Öl als das von Santatea als echtes Santatea Olivenöl ausgeben konnten. Denn schließlich kann das den Ruf schädigen.

Olivenöl von Santa Tea

Serena, Piero und Francesca Gonelli

Die Popularität von Santa Tea Öl wird deutlich, wenn man von dem Event fuori di taste in Florenz hört, an dem Santa Tea teilgenommen hat. Das Event wurde in Zusammenarbeit mit Pitti imagine organisiert, die einige der größten Mode-Events der Welt organisieren. Zum fuori di taste haben die Künstler Paola Navone und Richard Ginori exklusive Porzellanteller mit dem Markenzeichen von Santa Tea entworfen. Das Ereignis fand in der Stazione Leopolda statt und in der Ecke der Ristobar di Taste hingen 170 dieser Teller, die von den genialen Künstlern entworfen worden waren. Die Besucher haben gesagt, dass es so wunderschön und beeindruckend war, dass sie vergessen haben, dass draußen Frühling ist.

Im Laden hängen die Auszeichnungen, die Santa Tea bereits gewonnen hat.

Im Laden hängen die Auszeichnungen, die Santa Tea bereits gewonnen hat.

Montecroce Desenzano – Olivenöl vom Gardasee

Der Besuch einer weiteren Olificio führte uns heute nach Desenzano del Garda zur Ölmühle Montecroce Desanzano, die Egidio Ramanzini gehört. Seine Familie hat im Laufe der Jahrhunderte sein Betätigungsfeld von der Maulbeerraupenzucht über den Weinanbau zur Olivenpressung geändert. Es war der Großvater des heutigen Inhabers Egidio mit Namen Domenico, der in den 1950er Jahren eine Ölpresse auf dem Grundstück installierte.

Ölmuller Ramanzini

Ölmuller Ramanzini

erntefrische Casaliva-Oliven

erntefrische Casaliva-Oliven

Die Steinmühle wurde von Egidio übernommen, nachdem er in Breschia studiert hatte. Egidio erzählte uns, dass für jeden Weinstock, der einging, sein Großvater einen Olivenbaum pflanzen ließ. So ist der Hof heute zu einer Seite vom Olivenhain und zur anderen Seite vom Blick auf den Gardasee begrenzt. Der Olivenhain ist etwa 20 ha groß und es wird hauptsächlich die Sorte Casaliva angebaut. Die Bäume stehen auf einer Höhe von etwa 100 m über dem Meeresspiegel auf einem sandigen und steinigen Boden. Sie wachsen einigermaßen windgeschützt

frisches Olivenöl

frisches Olivenöl

Das Streben nach höchster Qualität hat der Ölmühle mit ihrem extra nativen Olivenöl schon zahlreiche Preise eingebracht, u.a. die Goldmedaille in der Kategorie „Italian D.O.P.“. Teilweise füllt die Olificio aber auch Blends ab, also Öle, bei denen Oliven verschiedener Sorten (Frantoio, Leccino, Pendolino, Maurino, Moraiolo) simultan gepresst wurden.
Neben hochwertigem Olivenöl prozuzieren sie auch Olivenpaste und Balsamicoessig, wovon wir uns in dem kleinen Laden überzeugen konnten.

Produktpalette

Produktpalette

L’Azienda Ranise Olivenöl

Roberto Ranise

Roberto Ranise

Weiter im schönen Ligurien. Heute haben wir uns die Azienda Ranise angeschaut. Sie liegt vor dem winzigen Ort Lecchiore mit nur 200 Einwohnern. Wir sind von Dolcedo, einem auch schon kleinen Ort mit 1300 Einwohnern, über Bellissimi Richtung Lecchiore gefahren. Das Tal hat sehr hohe Berge zu den Seiten und Höhenunterschiede von 50 m bis 1100 m. Durch Dolcedo fließt der Prino und wir mussten zahlreiche Brücken auf unserem Weg überqueren .

Terrassenmauern, teilweise noch die aus dem 16. Jahrhundert

Terrassenmauern, teilweise noch die aus dem 16. Jahrhundert

Als wir ankamen, hat uns Roberto Ranise (eigentlich sogar Dr. Roberto Ranise) gleich eingeladen, einen Spaziergang durch den Olivenhain zu machen. Er führt mit seinem Bruder Claudio das Unternehmen.

Er erklärte uns, dass die Mauern der Terrassen am Berg von Benediktinermönchen im 16. Jahrhundert gebaut wurden. Die Brüder wollten damit das Land urbar machen. Die Steine nahmen sie direkt von den Felsen. Man sagt, dass die Zahl der Steine an Terrassen in Ligurien die der Chinesischen Mauer übersteigt. Ob das stimmt? Ich werde jedenfalls nicht nachzählen.

Das Gästehaus der Azienda.

Das Gästehaus der Azienda.

Die Ernte war gerade im Gange und über die gesamte Fläche des Berges waren unter den Bäumen Netze ausgespannt. Da das Gelände so unwegsam ist, ist es nicht möglich, mit Traktoren oder ähnlichem zu arbeiten. Daher wartet man, dass die reifen Oliven von den Bäumen fallen und ins Tal kullern. Früher, erzählte uns Roberto, bevor die Netze eingeführt worden waren (vor 1950), kamen jeden Winter Frauen aus dem Süden des Piemont nach Ligurien, um die Oliven von Hand zu pflücken. Sie hatten in ihren Heimatdörfern im Winter keine Arbeit. Teilweise ließ man die Oliven auch einfach auf den Boden fallen. Deshalb war damals die Qualität des Olivenöls noch nicht so gut wie heute, weil die Oliven durch das Fallen Druckstellen erhielten und Bitterstoffe entwickelten. Zum Teil lagen sie auch lange auf dem Boden und zogen Ungeziefer an.

Maria füllt Kräuter in die Fläschchen, in die später das Öl kommt.

Maria füllt Kräuter in die Fläschchen, in die später das Öl kommt.

Schon die Benediktiner bauten die Olivensorte Taggiasca an, die nach dem Ort Taggia benannt ist. Da der Geschmack der Oliven sich verändert, je nachdem, ob die Olivenbäume näher am Meer oder mehr in den Bergen wachsen (süßer am Meer, bitterer in den Bergen), verwendet Ranise nur Oliven von Bäumen, die zwischen 300 und 600 m Höhe wachsen. zu der Azienda selbst gehören etwa 1000 Bäume, aber sie haben noch 1000 mehr von Landbesitzern gepachtet. Ihre Ölmühle steht in Dolcedo.

Langsam gingen wir wieder bergab auf das Gästehaus der Azienda zu. Es liegt recht abgeschieden in den Bergen, ist aber auch nicht weit vom Meer entfernt und somit eine ideale Unterkunft. Dann nahm uns Roberto mit in die Produktionsanlage.

die verschiedenen Kräuteröle

die verschiedenen Kräuteröle

Das extra native Olivenöl wird als solches in Flaschen verkauft, aber Ranise stellt auch aromatisierte Öle her. Die Frauen des Betriebes binden die Etiketten in Handarbeit an die Gläser. Und Maria, die für die Kräuteröle verantwortlich ist, füllt die Kräuter von Hand in die Fläschchen, wo sie dann mit Öl übergossen werden.

Zu dem Gästehaus gehört auch ein kleiner Laden, in dem die Produkte der Azienda an die Gäste verkauft werden. So hat man zu Hause die Möglichkeit, eine Flasche Öl zu öffnen und sich an den Duft und den Geschmack des Urlaubs zu erinnern.

der kleine Laden, der zum Gästehaus gehört

der kleine Laden, der zum Gästehaus gehört

Ich habe für die Firmenküche gleich zwei Flaschen mitgenommen: Thymian- und Zitronenöl.