„Panettone" - passende Beiträge

Die Colomba – ein italienischer Osterkuchen

Traditionelle Kuchen zu Ostern

Aus Deutschland kennen wir Osterkuchen in Hasen- und Lammform. Die Lammform verweist auf Jesus als Guten Hirten und die neu geborenen Lämmer im Frühjahr und die Hasenform auf den Osterhasen, der als Symbol der Fruchtbarkeit eng mit dem Frühjahrsfest verbunden ist. Auch andere reichhaltige Speisen kommen zu Ostern auf den Tisch, um das Ende der Fasten- und Winterzeit zu feiern. Dazu gehören spezielle Oster-Schinken, Würste und Eier. Bemalte Eier sind beinah in der gesamten Christenheit zu finden und gehen wahrscheinlich sogar auf vorchristliche Bräuche zurück. In Italien ist die Colomba Teil der Ostertradition.

Eine Colomba aus unserem Sortiment

Eine Colomba aus unserem Sortiment

Colomba aus Italien

Der Legende nach geht die Tradition des italienischen Osterkuchens Colomba auf die langobardische Zeit zurück, in der dem Langobardenkönig Alboino während der Belagerung von Pavia eine taubenförmige Pfanne als Zeichen des Friedens überreicht worden sein soll. In Wirklichkeit reicht die Tradition aber nicht so weit zurück: Der Mailänder Dino Villani entwickelte diesen Osterkuchen für eine Firma, die bereits für den Weihnachtskuchen Panettone bekannt war. Die Taube (it. Colomba) als Symbol der Versöhnung und des Christentums bot sich da einfach an.

Colomba Rezept oder bestellen

Ähnlich wie Panettone besteht die Colomba aus reichhaltigen Zutaten wie Eier, Butter und Zucker, aber selbstverständlich auch Mehl. Als Verzierung werden dem Rezept kandierte Früchte und Mandelsplitter beigefügt. Auch Rosinen gehören als einstmaliges Luxus- und Importgut in eine Colomba.

Wer also einmal eine Alternative zu den deutschen Ostergebäcken sucht, wird in unserem Shop unter der Rubrik Süßes und Gebäck fündig und kann Colomba bequem von zu Hause online bestellen.

Santa Lucia – eine Heilige und ihr Weg nach Norden

Santa Lucia – eine frühchristliche Heilige in Italien

Heute will ich Sie auf eine Expedition mitnehmen. Eine Expedition in die Vergangenheit und eine Expedition, die uns einmal nicht ins sonnige und warme Italien, sondern ins kühle und nordische Schweden führt. Anlass ist das schwedische Adventsfest Lucia, das alljährlich am 13. Dezember gefeiert wird. Das ist der Namenstag der Heiligen Lucia, die auch unter ihrem italienischen Namen Santa Lucia bekannt ist, nicht zuletzt aus dem Weihnachtslied. Diese Lucia wurde um 283 in Syrakus (Italien) geboren und starb um 303 dort den Märtyrertod, weil sie sich weigerte, einen Nicht-Christen zu heiraten.

Santa Lucia – ein schwedisches Adventsfest

Wie genau es zur Entstehung des schwedischen Adventsfestes Lucia gekommen ist, weiß niemand so genau. In Westschweden ist dieses Fest schon im Mittelalter zu beobachten. Durch Anstrengungen des Stockholmer Freilichtmuseums wurde es Ende des 19. Jahrhunderts im ganzen Land populär. Ziemlich sicher ist, dass die christliche Verehrung der Lucia über das heidnische Sonnenwendfest gestülpt wurde. Denn das Sonnenwendfest fiel vor der Gregorianischen Kalenderreform auf den 13. Dezember. Da passte es ganz gut, dass Lucia, deren Name „Licht“ bedeutet, sich zur Verfügung stellen ließ, um christliche Werte über ein heidnisches Fest zu plakatieren.

Die Lucia-Prozession

Am Tag des Lucia-Festes wird nämlich in jeder Familie (dort die älteste Tochter) jeder Schule, jedem Kindergarten und jeder Firma eine Lucia gewählt. Diese trägt ein weißes Gewand mit einem roten Gürtel und eine Lichterkrone auf dem Kopf. Die Wahl der Lucia geht auf eine Aktion einer Stockholmer Zeitung im Jahr 1927 zurück. So wie also in vorchristlicher Zeit vermutlich ein Lichterkult zum Sonnenwendfest veranstaltet wurde, trägt heute Lucia das Licht in die Welt. Ihr weißes Gewand symbolisiert die Unschuld und der rote Gürtel das Blut, das sie bei ihrem Märtyrertod vergossen hat. Hinter ihr gehen weitere Mädchen mit Kerzen, manchmal Sternenjungen, Pfefferkuchenmännchen (pepparkaksgubbar) und Weihnachtswichtel (tomtar).

Schwedisches Weihnachtsgebäck - Lussekatter

Schwedisches Weihnachtsgebäck - Lussekatter

Lussekatter – das traditionelle Gebäck zum Luciafest

Ebenfalls zum Fest der Lucia gehören Lussekatter, ein Hefegebäck mit Safran, das traditionell für das Fest gebacken wird. Der Name bedeutet „Lucia-Katzen“ und ursprünglich hatten die kleinen Gebäckstücke auch die Form von Katzen mit zwei Rosinen-Augen. Teilweise wird St. Lucia auch als Teller mit zwei Augen dargestellt. Vielleicht liegt hier eine Verbindung zum Aussehen der Lussekatter. Heute sind Lussekatter eher s-förmig, aber die Rosinen gehören weiter dazu. Hier zeigt sich eine Parallele zu deutschem und italienischem Weihnachtsgebäck. Hefeteig und Rosinen finden sich auch in Dresdner Christstollen und Panettone aus Mailand. Diese früher aufgrund der Rosinen, kandierten Früchte und des hellen Mehls teuren Kuchen stellten die Besonderheit des Weihnachtsfestes heraus, in der Früchte schwer zu bekommen und somit ein Luxusgut waren.

Rezept für italienische Weihnachten: Panettone

Die neue Backform!

Die neue Backform!

Das Rezept für die Cantuccini gestern war ja einfach. Heute wagen wir uns an etwas Schwierigeres: Panettone. Dieser traditionelle italienische Weihnachtskuchen braucht vor allem eines: viel Zeit. Ähnlich wie der Dresdner Christstollen wird Panettone aus Hefeteig und Rosinen und kandierten Früchten zubereitet. Im Gegensatz zur Stolle muss der Panettone-Teig aber viel länger gehen. Nehmen Sie sich also einen Abend und einen Tag Zeit. Zwischen den Arbeitsschritten kann das eine oder andere Geschenk eingepackt werden.

Rezept für Panettone:

Schön mit Backpapier auskleiden.

Schön mit Backpapier auskleiden.


Eines vorweg: Eigentlich benötigt man eine spezielle Panettone- Backform. Wer aber nur einmal das Rezept probieren möchte, kann ebenso gut einen Blumentopf aus Ton verwenden. Dieser sollte einen Durchmesser von etwa 20 cm und eine Höhe von mindestens 25 cm haben. Den Topf je nach Beschaffenheit einfetten (wenn der Rand innen glatt ist und der Boden kein Loch hat) oder mit Backpapier ausschlagen. Am besten das Backpapier nach oben überstehen lassen, da der Teig noch sehr nach oben geht beim Backen. Da beim Gustini-Test-Panettone der Hefeteig nicht ideal aufgegangen ist, wäre es möglich, dass ein zweiter, kleinerer Topf vonnöten ist. Man kann aber auch Muffins aus dem Restteig backen. Oder eben auf andere Weise kleine Panettone.
Die Zutaten für den italienischen Panettone sind:

  • 800 g Mehl
  • 15g Hefe
  • 100 ml Milch
  • 150 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 4 Eier
  • 300 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 80 g kandierte Früchte (Citronat, Orangeat…)
  • 50 g Rosinen
  • 25 g Vanillezucker zum Bestäuben

Das Rezept für Panettone kann auch abgewandelt werden, indem man Schokolade dem Teig zufügt oder ihn mit einer Glasur verziert oder ihm einen Schokoladenüberzug verleiht.
Am ersten Tag Hefe, 200g Mehl und Milch in eine Schüssel geben und (mit den Händen) einen Teig kneten. Dann den Teig über Nacht mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen.

Am nächsten Tag zum Teig weitere 100g Mehl und ein paar Tropfen warmes Wasser hinzugeben und wieder bedeckt 2 Stunden gehen lassen.

Den Vorgang mit weiteren 100g Mehl und genügend warmem Wasser wiederholen, dass ein weicher und elastischer Teig entsteht. Den Teig weitere drei Stunden gehen lassen. (Man sieht, es nimmt Zeit in Anspruch.)

In der Zwischenzeit die Rosinen im warmen Wasser mindestens 20 Minuten quellen lassen.

Die Butter in einem kleinen Topf (oder in der Mikrowelle) bei schwacher Hitze schmelzen. Mit einem Teil der Butter die Backform einfetten, sofern kein Backpapier verwendet wird.
In einem anderen Topf Zucker und Salz in ein wenig Wasser bei niedriger Temperatur auflösen. Dann den Topf vom Herd nehmen und die ganzen Eier und Eigelbe hinzufügen. Die geschmolzene Butter unterrühren.

Der Teig ohne den Hefeteig.

Der Teig ohne den Hefeteig.

Nun den Rest des Mehles (400g) mit dem Butter-Zucker-Ei-Gemisch langsam verrühren.
Den Teig (mit Knethaken) kneten und nach einiger Zeit die Rosinen und die kandierten Früchte beimischen.

Dann den Hefeteig hinzugeben und erneut mit Knethaken durchkneten.

Durch den Hefeteig wird's fester.

Durch den Hefeteig wird's fester.


Den Teig in die Backform (oder den Blumentopf) geben, mit einem Tuch abdecken und für mindestens drei weitere Stunden gehen lassen. (Jaja, zwischendurch kann man sogar noch Weihnachtsgeschenke kaufen gehen…)

Den Ofen auf 180°C (Gasherd Stufe 3) vorheizen. Den Kuchen erst bei der vollen Temperatur in den Ofen stellen und 45 Minuten backen, bis die Oberfläche dunkel geworden ist.

Ein paar Knautschzonen hat er...

Ein paar Knautschzonen hat er...

Den Kuchen über Kopf abkühlen lassen, damit die Früchte nicht auf den Boden sinken können.
Den abgekühlten Kuchen nach Belieben mit Vanille- oder Puderzucker bestreuen. Letztendlich muss ich sagen, bin ich ganz begeistert vom Blumentopf!
ofenfrischer Panettone

ofenfrischer Panettone


Wer die Zeit doch nicht hat, den Panettone selbst zu backen, kann ihn in verschiedenen Größen bei Gustini bestellen.

Riesen-Panettone auf der Anuga 2009

Gustini bei der Anuga 2009

Diese Woche war ich mit Aldo bei der Anuga, der riesigen Lebensmittelmesse in Köln. Eine willkommene Gelegenheit, Freunde unter den Ausstellern wiederzusehen und neue Gesichter und Produkte kennenzulernen. Von Feinschmecker-Kost über Bio-Lebensmittel und den stetig wachsenden Bereich der Halal-Lebensmittel bis hin zu Backwaren, Dienstleistungen und Verbänden aus der ganzen Welt gab es allerhand zu sehen. Zahlreiche Verlage stellten außerdem ihre Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt vor. Das bekamen wir aber nur am Rande mit, weil uns der Sinn nach italienischen Spezialitäten auf der Anuga stand.

Alte Bekannte auf der Anuga

Viele Freunde trafen wir auf der Anuga. Zu den bereits bekannten Herstellern, deren Produkte wir auch im Shop anbieten, gehören Katharina & Stephano Falorni von der Antica Macelleria Falorni mit ihren toskanischen Wurst- und Schinkenspezialitäten, Americo Quattrociocchi mit seinem ausgezeichnete Olivenöl, Claudia von der Acetaia Giusti, die den mehrfach ausgezeichneten Balsamessig vorstellte, und Franco Roi aus der Ölmühle Roi. Außerdem trafen wir Mitarbeiter von La Gallinara und die Schokoladenhersteller Cecilia und Alessio Tessieri von Amedei. Wir freuten uns sehr über ein Wiedersehen und wurden erneut zu ihnen nach Italien eingeladen. So trifft man auf der Anuga immer alte Freunde und lernt neue Menschen kennen. Die neuen Bekanntschaften luden uns selbstverständlich auch ein. Und wer weiß, über welchen neuen Freund Sie hier demnächst lesen können…

Riesen-Panettone von Tre Marie

Riesen-Panettone von Tre Marie

Der Riesen-Panettone von Tre Marie

Als wir an den Stand von Tre Marie kamen, erwartete uns dort schon der uns bekannte Riesen-Panettone. Dieser Kuchen ist in seiner normalen Größe ein traditionelles Weihnachtsgebäck, ähnlich wie bei uns der Stollen. Ursprünglich stammt dieses Saisonprodukt aus Mailand. Früher wurde der Panettone aus unvollständig gebackenem Teig und kandierten Früchten hergestellt. Heutige Lebensmittelverordnungen erlauben dies aber nicht mehr, so dass er heute etwas anders schmeckt als früher. Trotzdem schmeckt der Panettone heute immer noch superlecker und gehört inzwischen bei mir zu Hause schon zur Weihnachtszeit. Das erste Stück vom Weihnachtsglück konnte ich also schon auf der Anuga probieren.

mymüsli schmeckt der Riesenpanettone von Tre Marie

Es ist doch schön, wenn sich Kunden persönlich für die gute Ware bedanken, die sie von uns bekommen haben. Eben erreichte mich eine Email von mymuesli.com, die sich einen Panettone von Tre Marie bestellt hatten. Mymuesli.com ist eine Seite, wo man sich sein Müsli zusammenstellen kann. Alle Zutaten haben das Bio-Siegel. Auf der mymuesli-Seite steht, dass sie Zutaten haben, aus denen man 566 Billiarden Müslis zusammenstellen kann. Wow!

Der Panettone schmeckt.

Der Panettone schmeckt.

Und weil mymuesli etwas zu feiern hatte, wollten sie sich etwas Besonderes gönnen und haben bei uns den Panettone von Tre Marie bestellt. Gestern in der Kaffeepause haben sie den Panettone wohl verputzt und waren so begeistert, dass wir heute eine Bedankungsmail erhalten haben. Und im Anhang gab es das Foto mit den zufriedenen und glücklichen Mitarbeitern und dem Panettone. Vielleicht hatten sie sich etwas in ihrer Bestellung übernommen, denn wie man sieht, ist ja noch eine Menge übrig. Aber vier Kilogramm Kuchen kann man auch nicht in einer Kaffeepause schaffen!

Panettone ist übrigens eigentlich ein Weihnachtskuchen aus Mailand und damit ein Saison-Produkt. Tre Marie stellt ihn neben anderen traditionellen Kuchen, die mit christlichen Festen verbunden werden, her. Zu Ostern isst man zum Beispiel traditionell Colomba, einen taubenförmigen Kuchen.