
Die neue Backform!
Das Rezept für die Cantuccini gestern war ja einfach. Heute wagen wir uns an etwas Schwierigeres:
Panettone. Dieser traditionelle italienische Weihnachtskuchen braucht vor allem eines: viel Zeit. Ähnlich wie der Dresdner Christstollen wird Panettone aus Hefeteig und Rosinen und kandierten Früchten zubereitet. Im Gegensatz zur Stolle muss der Panettone-Teig aber viel länger gehen. Nehmen Sie sich also einen Abend und einen Tag Zeit. Zwischen den Arbeitsschritten kann das eine oder andere Geschenk eingepackt werden.
Rezept für Panettone:

Schön mit Backpapier auskleiden.
Eines vorweg: Eigentlich benötigt man eine spezielle
Panettone- Backform. Wer aber nur einmal das Rezept probieren möchte, kann ebenso gut einen Blumentopf aus Ton verwenden. Dieser sollte einen Durchmesser von etwa 20 cm und eine Höhe von mindestens 25 cm haben. Den Topf je nach Beschaffenheit einfetten (wenn der Rand innen glatt ist und der Boden kein Loch hat) oder mit Backpapier ausschlagen. Am besten das Backpapier nach oben überstehen lassen, da der Teig noch sehr nach oben geht beim Backen. Da beim Gustini-Test-Panettone der Hefeteig nicht ideal aufgegangen ist, wäre es möglich, dass ein zweiter, kleinerer Topf vonnöten ist. Man kann aber auch Muffins aus dem Restteig backen. Oder eben auf andere Weise
kleine Panettone.
Die Zutaten für den italienischen Panettone sind:
- 800 g Mehl
- 15g Hefe
- 100 ml Milch
- 150 g Butter
- 2 Eigelb
- 4 Eier
- 300 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 80 g kandierte Früchte (Citronat, Orangeat…)
- 50 g Rosinen
- 25 g Vanillezucker zum Bestäuben
Das Rezept für Panettone kann auch abgewandelt werden, indem man Schokolade dem Teig zufügt oder ihn mit einer Glasur verziert oder ihm einen Schokoladenüberzug verleiht.
Am ersten Tag Hefe, 200g Mehl und Milch in eine Schüssel geben und (mit den Händen) einen Teig kneten. Dann den Teig über Nacht mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen.
Am nächsten Tag zum Teig weitere 100g Mehl und ein paar Tropfen warmes Wasser hinzugeben und wieder bedeckt 2 Stunden gehen lassen.
Den Vorgang mit weiteren 100g Mehl und genügend warmem Wasser wiederholen, dass ein weicher und elastischer Teig entsteht. Den Teig weitere drei Stunden gehen lassen. (Man sieht, es nimmt Zeit in Anspruch.)
In der Zwischenzeit die Rosinen im warmen Wasser mindestens 20 Minuten quellen lassen.
Die Butter in einem kleinen Topf (oder in der Mikrowelle) bei schwacher Hitze schmelzen. Mit einem Teil der Butter die Backform einfetten, sofern kein Backpapier verwendet wird.
In einem anderen Topf Zucker und Salz in ein wenig Wasser bei niedriger Temperatur auflösen. Dann den Topf vom Herd nehmen und die ganzen Eier und Eigelbe hinzufügen. Die geschmolzene Butter unterrühren.

Der Teig ohne den Hefeteig.
Nun den Rest des Mehles (400g) mit dem Butter-Zucker-Ei-Gemisch langsam verrühren.
Den Teig (mit Knethaken) kneten und nach einiger Zeit die Rosinen und die kandierten Früchte beimischen.
Dann den Hefeteig hinzugeben und erneut mit Knethaken durchkneten.

Durch den Hefeteig wird's fester.
Den Teig in die Backform (oder den Blumentopf) geben, mit einem Tuch abdecken und für mindestens drei weitere Stunden gehen lassen. (Jaja, zwischendurch kann man sogar noch Weihnachtsgeschenke kaufen gehen…)
Den Ofen auf 180°C (Gasherd Stufe 3) vorheizen. Den Kuchen erst bei der vollen Temperatur in den Ofen stellen und 45 Minuten backen, bis die Oberfläche dunkel geworden ist.

Ein paar Knautschzonen hat er...
Den Kuchen über Kopf abkühlen lassen, damit die Früchte nicht auf den Boden sinken können.
Den abgekühlten Kuchen nach Belieben mit Vanille- oder Puderzucker bestreuen. Letztendlich muss ich sagen, bin ich ganz begeistert vom Blumentopf!

ofenfrischer Panettone
Wer die Zeit doch nicht hat, den Panettone selbst zu backen, kann ihn in verschiedenen Größen bei
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