„Pasta" - passende Beiträge

Rezept: Tagliatelle noci e pangrattato – Bandnudeln mit Walnüssen

Herbstliches Rezept mit Walnüssen

Mit Riesenschritten scheint hierzulande der Herbst Einzug zu halten. Und Herbst bedeutet Ernte, also gibt es viele neue Früchte, Gemüse und anderes, was Aktualität in der Küche erhält. Heute sind es Walnüsse. Der Namen hat gar nichts mit den Meeressäugern zu tun, sondern leitet sich von „welsche Nuss“ ab, was je nach deutscher Region auf eine Herkunft aus Italien oder Frankreich weist. Inzwischen ist sie aber auch in vielen deutschen Gärten heimisch und wer mal etwas Neues probieren möchte, dem sei dieses ligurische Rezept mit Bandnudeln (z.B. Tagliatelle) ans Herz gelegt. Schnell zubereitet, vegetarisch und ein typisches Herbstgericht.

Gehackte Walnüsse

Gehackte Walnüsse

  • 500 g Tagliatelle
  • 500 g Walnüsse, gehackt
  • 3 Knoblauchzehen
  • 50 g Butter
  • 80 g Brotkrumen (je nach Geschmack von Weißbrot oder Mischbrot)
  • Milch nach Belieben
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer, gemahlen

Gerätschaften: Tasse, Mörser, Schüssel, Nudeltopf

Zubereitung

Die Zubereitung dauert insgesamt etwa 40 min (hängt etwas davon ab, ob die Walnüsse schon gehackt sind) und ist recht einfach. Also, los geht’s:

Die Brotkrumen in eine Tasse geben und mit Milch bedecken.

Die Walnüsse mit den Knoblauchzehen in einen Mörser geben und zerstoßen. In eine Schüssel umfüllen. Das eingeweichte Brot, ohne es auszudrücken, ebenso wie Salz und Pfeffer hinzufügen, gut vermengen. Die Mischung kann ruhen, solange die Nudeln kochen.

Die Pasta nach Angabe auf der Packung in Salzwasser kochen, abgießen, die Butter unterrühren und die Nuss-Sauce darüber geben. Sofort servieren.

Besten Appetit!

Pasta Martelli in der Toskana

Pasta aus der Toskana

Auf unseren Streifzügen durch die Toskana haben wir auch Familie Martelli besucht, die noch in Handarbeit feinste Pasta herstellt. Die Familie besteht aus Mario, Laura, Luca, Lucia, Valeria, Lorenzo und Dino. Die Leidenschaft für Pasta liegt ihnen im Blut, auch wenn die Handarbeit und besonders das Kneten des Teigs kräftezehrend sind. Wir durften auch einmal ran und haben dabei unseren Respekt vor der schweren Arbeit einer vorindustriellen Hausfrau aufgefrischt. Es geht wirklich in die Arme und Hände, vor allem, wenn man bedenkt, dass früher Brot immer selbst gebacken wurde. Puh! Aber selbst gemacht schmeckt es nun mal am besten.

Trocknende Spaghetti

Trocknende Spaghetti

Beste Zutaten für toskanische Pasta

Familie Martelli verwendet für ihre Pasta selbstverständlich Hartweizen. Dieser hat einen besonders hohen Eiweißgehalt, so dass der Einsatz von Eiern nicht nötig ist – anders als in Deutschland. Somit sind diese toskanischen Nudeln auch für Veganer geeignet. Nur Hartweizengrieß und frisches Wasser, mehr braucht gute Pasta nicht. Ebenfalls selbstverständlich ist für Familie Martelli die Verwendung der traditionellen Kupferformen für ihre Pasta, denn durch die wird die Oberfläche der Nudeln poröser als bei Edelstahlformen und kann so Saucen besser aufnehmen.

Aus den Grundzutaten Hartweizengrieß und Wasser bereiten die Martellis Spaghetti, Spaghettini (diese sind etwas dünner), Maccheroni und Penne. So ist die Grundversorgung mit bester Pasta gesichert.

Die Region Apulien und ihre Spezialitäten

Die Region Apulien

Die Region Apulien liegt, wenn man sich Italien als Stiefel vorstellt, dort, wo bei Reitstiefeln die Sporen wären. Und ebenso leidenschaftlich, bunt und laut, wie Reiterspiele sind, ist diese Region an der Adria. In den Ebenen wächst der Hartweizen, der der Region Apulien auch den Beinamen „Kornkammer Italiens“ eingebracht hat. Außerdem ist Apulien bedeutend im Weinanbau. Der Beiname „Weinkeller Italiens“ steht hierfür als Beweis bereit. Auch andere landwirtschaftliche Produkte, wie Artischocken, werden in großen Mengen in dieser Region angebaut.

Ein abgeerntetes Weizenfeld in Apulien.

Ein abgeerntetes Weizenfeld in Apulien.

Hartweizen aus Apulien

Da in der Kornkammer Italiens weite Weizenfelder das Bild der Landschaft prägen, ist es kein Wunder, dass hier auch die vielfältigen Pastasorten zu Hause sind. Aber bevor aus Hartweizen Pasta oder Pizza werden, müssen die Körner zu Mehl oder Grieß gemahlen werden. Mit reinem Wasser vermischt erhält man einen geschmeidigen Teig, der zu den typisch apulischen Nudelformen wie Orecchiette (Ohrnudeln) verarbeitet werden. Diese werden dann häufig mit Miesmuscheln genossen; bekannt ist das Gericht als Pasta alla cozze.

Olivenöl im fiasco.

Olivenöl im fiasco.

Olivenöl aus Apulien

Ein Produkt aus Apulien, das ebenfalls aus der italienischen nicht wegzudenken ist, ist Olivenöl. Das Olivenöl der Frantoio Galantino ist sogar vom Magazin DER FEINSCHMECKER ausgezeichnet worden. Auch den Preis Ercole Olivario gewann das Olivenöl von Galantino bereits. Typische Olivensorten der Region sind Coratina und Ogliarola. Nach der kalten Pressung wird das frische Olivenöl in der Frantoio Galantina in dekorative Gefäße gefüllt, z.B. die aus der Toskana bekannten fiaschi, in der früher Chianti transportiert wurde.

Olivenöl in einer schönen Tonamphore.

Olivenöl in einer schönen Tonamphore.

Weitere Spezialitäten aus Apulien

Die Lage an der Adria prädestiniert Apulien für die Gewinnung von Salz. Sowohl feines Meersalz als auch grobes wird in den Salinen an der Küste gefördert und ist bei Genießern weltweit geschätzt. Das salzhaltige Meerwasser fließt dabei in immer tiefer gelegene Becken und verdampft durch die Sonneneinstrahlung. Das grobe Meersalz wird in einer Salzmühle in der heimischen Küche oder an der Essenstafel gemahlen und erhöht auf einfache Weise das Feinschmecker-Feeling. Weitere Spezialitäten aus Apulien sind halbgetrocknete Tomaten, die als Antipasto sehr beliebt sind oder gebogene Grissini mit Fenchel, die sowohl zu Salaten als auch zu Suppen köstlich schmecken.

Halbgetrocknete Tomaten aus Apulien.

Halbgetrocknete Tomaten aus Apulien.

Paccheri Pasta als Schmuggelware

Paccheri Nudeln – da steckt mehr drin

Wir haben seit kurzem eine ganze Reihe neuer Pasta im Sortiment, die in der inoffiziellen Hauptstadt der Pasta, in Gragnano, hergestellt wird. Mindestens eine Sorte hat eine besondere Geschichte: die Paccheri. Diese Pastasorte hat als Hohlnudel einen besonders großen Durchmesser, um einiges größer als Penne oder auch Pennoni. Der Name wird gewöhnlich mit Kalmar (Tintenfisch) in Verbindung gebracht, da die leicht gebogene Form den Armen von Tintenfischen ähneln soll und der Name Paccheri „Tintenfisch“ bedeute. Eine andere Theorie bringt die Sprachwissenschaft ins Spiel: Paccheri lasse sich von griechisch πας (ganz) und χειρ (Hand) ableiten und bedeutet „freundliches Schulterklopfen“ zur Begrüßung. Warum man eine Pastasorte so nennen sollte, bleibt dubios.

Paccheri

Paccheri

Paccheri – die wahre Geschichte

Eine andere, sehr viel spannendere Geschichte besagt, dass die Paccheri -Nudeln erfunden wurden, um Knoblauch ins heutige Österreich zu schmuggeln. Im späten Mittelalter und der frühen Renaissance wollten die Länder nördlich der Alpen ihren eigenen Knoblauch auf den Markt bringen und das auch mit allen Mitteln durchsetzen. Der Knoblauch aus Süditalien war aber viel stärker und aromatischer. Um diesen durch Italien und über die Grenze zu schmuggeln. Vier bis fünf Zehen passten in eine Pacchero. Für die süditalienischen Bauern war dieser Schmuggel sehr rentabel und um davon abzulenken, wurde Propaganda rund um die Paccheri erfunden. Heute sind davon nur die beiden oben genannten Theorien erhalten geblieben. Warum die Zollbeamten den Schwindel sprichwörtlich nicht rochen, bleibt eine offene Frage.

Übrigens: Paccheri ohne Knoblauch 11 Minuten kochen, bis sie al dente sind.

Abruzzen und seine Spezialitäten

Abruzzen – Geschichte und mehr

nur eine der vielen Burgen der Abruzzen

nur eine der vielen Burgen der Abruzzen


Die Region Abruzzen (italienisch Abruzzo), die vor einigen Wochen wegen des Erdbebens in und um die Hauptstadt L’Aquila traurige Berühmtheit erlangte, grenzt im Westen an Latium, die Kernregion des Römischen Reiches. Die Geschichte der Abruzzen ähnelt der des Latiums und war im Laufe der Zeit ähnlichen Herrschaftsverhältnissen unterworfen. Mit jeder neuen Kultur kamen neue kulinarische Akzente in die abruzzische Küche. Besonders ist sie aber für ihre scharfen Gerichte bekannt, wie Pasta all’Arrabiata. Beliebte Antipasti wie Bruschetta stammen ebenfalls aus Abruzzen.

Abruzzen – Pasta soweit das Auge reicht

Weizenfeld

Weizenfeld


Die weiten Felder der Abruzzen, auf denen der Hartweizengrieß angebaut wird, sind die Quelle für die unerschöpflichen Nudelkreationen. Einige Pastahersteller, z.B. Rustichella d’Abbruzzo haben sich in der Region angesiedelt. Sie stellen Penne (übrigens auch der Name einer Ortschaft in der Region), Spaghetti, Capellini (feinere Spaghetti), Spaghettini, Trofie und viele Nudelspezialitäten mehr her. Für die passenden Saucen sorgen Saucenhersteller und Produzenten von Gewürzmischungen wie Casale Paradiso, mit deren Produkten es einfach wird, authentische italienische Küche auf den Tisch zu zaubern.

Touristische Ziele in den Abruzzen

Die Landschaft der Abruzzen ist geprägt von einer beinahe intakten Bergwelt, weite Felder mit wogendem Hartweizen und den Stränden im Osten. Dass es so viel unberührte Natur in dieser Region gibt, liegt daran, dass etwa ein Dritten der Fläche unter Naturschutz steht. Einer der bekanntesten ist der Gran Sasso Nationalpark bei L’Aquila, der aus zwei Bergketten besteht. In den Städten findet man Architektur der Römerzeit, romanische Kirchen und Klöster, Schlösser der Renaissance sowie malerische Dörfer mit ihrem eigenen Charme. Die Abruzzen sind immer noch ein touristischer Geheimtipp und können sich so gegen die Toskana oder andere typische Urlaubsregionen leicht behaupten.