„Pasta" - passende Beiträge

Gnocchi

Gnocchi – Name und Herkunft

Gnocchi, die „Njocki“ und nicht etwa „Gnotschi“ ausgesprochen werden, sind die italienische Variante von Nocken. In Italien werden drei Hauptvarianten unterschieden: Gnocchi di patate aus Kartoffeln, Gnocchi di polenta aus Maisgrieß und Gnocchi alla romana (römische Weizengrießnocken). Außerdem bezeichnen auch manche Pastahersteller ihre Nudeln in Muschelform als Gnocchi. Der Name Gnocchi bedeutet einfach nur „Klöße“. Wahrscheinlich stammt das Rezept aus dem Mittleren Osten (allerdings aus historischen Gründen weder die Variante aus Kartoffeln noch die aus Maisgrieß) und wurde von den Römern in Italien und den Provinzen verbreitet.

Gnocchi mit Tomatensauce

Gnocchi mit Tomatensauce

Rezept für Gnocchi di pane

Eine Variante der Gnocchi, die oben nicht genannt wurde, ist Gnocchi di pane, also aus Brotkrumen. Dieses Rezept ist im Friaul und Südtirol verbreitet.

Zutaten für 4 Personen:
75 cl Milch, 4 Weißbrotscheiben, 2 Eier, 40 g Butter, geriebener Parmesan, Muskat, Pfeffer, Salz, 1 ½ EL Mehl
Zubereitung:
Das Brot für zwei Stunden in der Milch einweichen. Abtropfen lassen und durch ein Sieb passieren. Mit Eiern, Mehl, Pfeffer, Salz und einer Prise Muskat vermischen und zu einem Teig verarbeiten. In kleine Klößchen schneiden. In kochendem Salzwasser für wenige Minuten garen. Abtropfen lassen und mit Butter und geriebenem Parmesan servieren.

Unser Tipp: Mit Trüffelbutter erreicht dieses simple Gericht ein edleres Niveau.

Weitere Rezepte finden Sie in unserer Sammlung.

Happy Weltnudeltag!

spaghettiSeit mehr als 10 Jahren wird nun der Weltnudeltag begangen. Das nehme ich zum Anlass, ein paar Worte zum Thema „Nudel“ bzw. „Pasta“ loszuwerden.

Woher kommt eigentlich das Wort „Nudel“?

Laut Brüder Grimm (denn die haben nicht nur Märchen, sondern auch Wörter gesammelt) ist das erst im 16. Jahrhundert auftauchende Wort mit Knödel über das schlesische Knudel verwandt. Damit bezeichnet das Wort also eher eine kugelförmige Speise aus Mehl. Ganz weit entfernt von Spaghetti oder Vermelli. In der Oekonomischen Enzyklopädie von J. G. Krünitz findet man eine Unterscheidung zwischen italienischen und Nürnberger (!) Nudeln. Die Nürnberger Nudelmacher sind demnach für ihre Fadennudeln, Schnecken- und Muschelnudeln bekannt gewesen. Ob sich die findigen Nürnberger die Mehlspeise selbst ausgedacht oder von Handelsreisen aus Italien mitgebracht haben, steht dort leider nicht.

Trocknende Spaghetti

Trocknende Spaghetti

Die wahren Nudeln – Pasta d‘ Italia!

Für mich und wahrscheinlich viele andere Italienfans müssen Nudeln selbstverständlich aus Italien kommen und aus Hartweizengrieß hergestellt sein. Der unterscheidet sich nämlich vom nördlich der Alpen angebauten Weizen durch seinen hohen Proteingehalt, der den Einsatz von Eiern unnötig macht. Lediglich frisches Wasser und etwas Salz, mehr braucht man nicht, wenn man selbst Pasta auf italienische Art zubereiten möchte. Naja, ganz stimmt das nicht, denn Zeit ist ein entscheidender Faktor. Der Teig muss lange geknetet werden und auch eine gute Weile im Kühlschrank gehen.
Aber dann geht es mit der Nudelmaschine (die übrigens auch im Grimmschen Wörterbuch erwähnt ist) recht flott und der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, so viele Pastaformen gibt es. Das langsame Trocknen der fertigen Nudeln ist auch sehr wichtig, sofern man sie nicht gleich kochen möchte.

Pasta und Mehl zum Zubereiten von Pasta finden Sie in unserem Shop.

Rezept: Tagliatelle noci e pangrattato – Bandnudeln mit Walnüssen

Herbstliches Rezept mit Walnüssen

Mit Riesenschritten scheint hierzulande der Herbst Einzug zu halten. Und Herbst bedeutet Ernte, also gibt es viele neue Früchte, Gemüse und anderes, was Aktualität in der Küche erhält. Heute sind es Walnüsse. Der Namen hat gar nichts mit den Meeressäugern zu tun, sondern leitet sich von „welsche Nuss“ ab, was je nach deutscher Region auf eine Herkunft aus Italien oder Frankreich weist. Inzwischen ist sie aber auch in vielen deutschen Gärten heimisch und wer mal etwas Neues probieren möchte, dem sei dieses ligurische Rezept mit Bandnudeln (z.B. Tagliatelle) ans Herz gelegt. Schnell zubereitet, vegetarisch und ein typisches Herbstgericht.

Gehackte Walnüsse

Gehackte Walnüsse

  • 500 g Tagliatelle
  • 500 g Walnüsse, gehackt
  • 3 Knoblauchzehen
  • 50 g Butter
  • 80 g Brotkrumen (je nach Geschmack von Weißbrot oder Mischbrot)
  • Milch nach Belieben
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer, gemahlen

Gerätschaften: Tasse, Mörser, Schüssel, Nudeltopf

Zubereitung

Die Zubereitung dauert insgesamt etwa 40 min (hängt etwas davon ab, ob die Walnüsse schon gehackt sind) und ist recht einfach. Also, los geht’s:

Die Brotkrumen in eine Tasse geben und mit Milch bedecken.

Die Walnüsse mit den Knoblauchzehen in einen Mörser geben und zerstoßen. In eine Schüssel umfüllen. Das eingeweichte Brot, ohne es auszudrücken, ebenso wie Salz und Pfeffer hinzufügen, gut vermengen. Die Mischung kann ruhen, solange die Nudeln kochen.

Die Pasta nach Angabe auf der Packung in Salzwasser kochen, abgießen, die Butter unterrühren und die Nuss-Sauce darüber geben. Sofort servieren.

Besten Appetit!

Pasta Martelli in der Toskana

Pasta aus der Toskana

Auf unseren Streifzügen durch die Toskana haben wir auch Familie Martelli besucht, die noch in Handarbeit feinste Pasta herstellt. Die Familie besteht aus Mario, Laura, Luca, Lucia, Valeria, Lorenzo und Dino. Die Leidenschaft für Pasta liegt ihnen im Blut, auch wenn die Handarbeit und besonders das Kneten des Teigs kräftezehrend sind. Wir durften auch einmal ran und haben dabei unseren Respekt vor der schweren Arbeit einer vorindustriellen Hausfrau aufgefrischt. Es geht wirklich in die Arme und Hände, vor allem, wenn man bedenkt, dass früher Brot immer selbst gebacken wurde. Puh! Aber selbst gemacht schmeckt es nun mal am besten.

Trocknende Spaghetti

Trocknende Spaghetti

Beste Zutaten für toskanische Pasta

Familie Martelli verwendet für ihre Pasta selbstverständlich Hartweizen. Dieser hat einen besonders hohen Eiweißgehalt, so dass der Einsatz von Eiern nicht nötig ist – anders als in Deutschland. Somit sind diese toskanischen Nudeln auch für Veganer geeignet. Nur Hartweizengrieß und frisches Wasser, mehr braucht gute Pasta nicht. Ebenfalls selbstverständlich ist für Familie Martelli die Verwendung der traditionellen Kupferformen für ihre Pasta, denn durch die wird die Oberfläche der Nudeln poröser als bei Edelstahlformen und kann so Saucen besser aufnehmen.

Aus den Grundzutaten Hartweizengrieß und Wasser bereiten die Martellis Spaghetti, Spaghettini (diese sind etwas dünner), Maccheroni und Penne. So ist die Grundversorgung mit bester Pasta gesichert.

Die Region Apulien und ihre Spezialitäten

Die Region Apulien

Die Region Apulien liegt, wenn man sich Italien als Stiefel vorstellt, dort, wo bei Reitstiefeln die Sporen wären. Und ebenso leidenschaftlich, bunt und laut, wie Reiterspiele sind, ist diese Region an der Adria. In den Ebenen wächst der Hartweizen, der der Region Apulien auch den Beinamen „Kornkammer Italiens“ eingebracht hat. Außerdem ist Apulien bedeutend im Weinanbau. Der Beiname „Weinkeller Italiens“ steht hierfür als Beweis bereit. Auch andere landwirtschaftliche Produkte, wie Artischocken, werden in großen Mengen in dieser Region angebaut.

Ein abgeerntetes Weizenfeld in Apulien.

Ein abgeerntetes Weizenfeld in Apulien.

Hartweizen aus Apulien

Da in der Kornkammer Italiens weite Weizenfelder das Bild der Landschaft prägen, ist es kein Wunder, dass hier auch die vielfältigen Pastasorten zu Hause sind. Aber bevor aus Hartweizen Pasta oder Pizza werden, müssen die Körner zu Mehl oder Grieß gemahlen werden. Mit reinem Wasser vermischt erhält man einen geschmeidigen Teig, der zu den typisch apulischen Nudelformen wie Orecchiette (Ohrnudeln) verarbeitet werden. Diese werden dann häufig mit Miesmuscheln genossen; bekannt ist das Gericht als Pasta alla cozze.

Olivenöl im fiasco.

Olivenöl im fiasco.

Olivenöl aus Apulien

Ein Produkt aus Apulien, das ebenfalls aus der italienischen nicht wegzudenken ist, ist Olivenöl. Das Olivenöl der Frantoio Galantino ist sogar vom Magazin DER FEINSCHMECKER ausgezeichnet worden. Auch den Preis Ercole Olivario gewann das Olivenöl von Galantino bereits. Typische Olivensorten der Region sind Coratina und Ogliarola. Nach der kalten Pressung wird das frische Olivenöl in der Frantoio Galantina in dekorative Gefäße gefüllt, z.B. die aus der Toskana bekannten fiaschi, in der früher Chianti transportiert wurde.

Olivenöl in einer schönen Tonamphore.

Olivenöl in einer schönen Tonamphore.

Weitere Spezialitäten aus Apulien

Die Lage an der Adria prädestiniert Apulien für die Gewinnung von Salz. Sowohl feines Meersalz als auch grobes wird in den Salinen an der Küste gefördert und ist bei Genießern weltweit geschätzt. Das salzhaltige Meerwasser fließt dabei in immer tiefer gelegene Becken und verdampft durch die Sonneneinstrahlung. Das grobe Meersalz wird in einer Salzmühle in der heimischen Küche oder an der Essenstafel gemahlen und erhöht auf einfache Weise das Feinschmecker-Feeling. Weitere Spezialitäten aus Apulien sind halbgetrocknete Tomaten, die als Antipasto sehr beliebt sind oder gebogene Grissini mit Fenchel, die sowohl zu Salaten als auch zu Suppen köstlich schmecken.

Halbgetrocknete Tomaten aus Apulien.

Halbgetrocknete Tomaten aus Apulien.