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Rezept: Rotbarbe in Tomatensauce – Triglie alla livornese

Ein Fischrezept aus der Toskana: Rotbarbe in Tomatensauce

Ein sehr simples und vielleicht gerade deswegen besonders leckeres Rezept habe ich Ihnen aus der Toskana mitgebracht: Rotbarbe in Tomatensauce. In Italien gibt es zwei Namen für das Rezept, weil besonders zwei Städte dafür bekannt sind, deren Namen sich dann in der Bezeichnung des Rezeptes wiederfinden: Livorno (= alla livornese) und Viareggio (= alla viareggina). Was ich persönlich so attraktiv an dem Rezept finde – abgesehen vom Geschmack – ist dass man als Kochgeschirr nur eine Pfanne benötigt. Es sei denn, Sie möchten dazu Reis oder Kartoffeln reichen, aber traditionell reicht ein warmes Ciabatta.

Rotbarbe in Tomatensauce

Rotbarbe in Tomatensauce

Zutaten für Triglie alla livornese

+ 2 Rotbarben
+ 80 ml Olivenöl
+ 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
+ 1 kleine Selleriestange, fein gehackt
+ 400 g gehackte Tomaten, z.B. Kirschtomaten von Noi Voi
+ 1 Handvoll glatte Petersilie, fein gehackt
+ Salz und frisch gemahlenen Pfeffer zum Abschmecken

Neben der großen Bratpfanne mit Deckel benötigen Sie ein kleines Messer zum Entschuppen der Fische.

Dazu einen erfrischenden Weißwein!

Dazu einen erfrischenden Weißwein!

Zubereitung der Rotbarbe in Tomatensauce

Den Fisch reinigen und mit einem kleinen Messer vorsichtig von allen Schuppen befreien. Noch einmal unter fließendem Wasser abspülen.
Olivenöl in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Wenn das Öl heiß ist, den Knoblauch hinzufügen, sofort danach den Sellerie.
Einige Zeit anschwitzen lassen, bis der Knoblauch die Farbe ändert. Dann die Hälfte der Petersilie hinzufügen. 30-40 sec unter rühren mitköcheln.
Die gehackten Tomaten dazu geben und noch einige Sekunden unter rühren weiter garen.
Etwas Salz hinzugeben und anschließend den Pfeffer in die Pfanne mahlen.
Die Sauce 15 min köcheln lassen, so dass sie etwas reduziert wird. Wenn die Sauce zu sehr reduziert ist, etwas Wasser hinzu geben.
Bevor jetzt der Fisch in die Pfanne gegeben wird, abschmecken, ob noch etwas Salz fehlt.
Die Rotbarbe in die Pfanne legen. Die Fische mit der Sauce bedecken.
Die Pfanne mit einem Deckel verschließen und etwa 15 min garen. Kleinere Barben benötigen nur 10 min.
Den Fisch nicht in der Pfanne drehen, da er leicht zerfällt. Lediglich die Pfanne vorsichtig bewegen.
Wenn der Fisch gar ist, mit der restlichen Petersilie bestreuen.
Mit einem Bratenheber auf die Teller geben und mit warmem Ciabatta und Weißwein servieren!

Dessert-Rezept: Schokoladensalami

Kalter Hund a la Italia: Salame di Cioccolata

Ja, Sie haben den Titel richtig gelesen. Das heutige Rezept ergibt am Ende Schokoladensalami. Das klingt in der Kombination vielleicht erst einmal seltsam und nicht so appetitlich, aber wie die letzte Überschrift zeigt, ist es tatsächlich eine Art Kalter Hund. Und das kann man doch nur appetitlich finden, oder? Es sei denn, man weiß nicht, was Kalter Hund ist. Diese „Torte ohne Backen“ ist unter vielen weitere Namen wie Lukullus, Wandsbecker Speck oder Kalte Schnauze bekannt und wird zubereitet, indem eine Schokoladen-Kokosfett-Creme abwechseln mit Butterkeksen in eine Kastenform geschichtet wird.

Schokoladensalami oder italienisch Salame di cioccolata besteht aus ähnlichen Zutaten, hat aber die Form eine Salami. Die Kalorienbombe ist vor allem in den ländlichen Gegenden der Lombardei und der Emilia-Romagna beliebt.

Zutaten für Salame di cioccolata

Schokoladensalami

Schokoladensalami


+ 300 g Kekse (einfache Butterkekse)
+ 150 g ungesalzene Butter
+ 100 g dunkle Schokolade, z.B. Amedei Toscano Black 70%
+ 100g Zucker
+ 2 Eier
+ 30/ 60 ml Rum (weniger, wenn keine Zitronenschale dazu verwendet wird)
+ 40 g geriebene Zitronenschale

Außerdem benötigt man eine Schüssel zum Schmelzen der Schokolade, eine zum Erwärmen der Butter und eine Rührschüssel. Des Weiteren einen Kochtopfen zum Schmelzen der Schokolade, ein elektrisches Rührgerät und Frischhaltefolie.

Zubereitung der Schokoladensalami

Die Zubereitung an sich geht recht schnell, allerdings muss die Salami einige Stunden im Kühlschrank ruhen, bis sie fest geworden ist.
Zunächst die Butter in Stücke schneiden und auf Zimmertemperatur erwärmen.
Die Schokolade in Stücke brechen und über einem heißen Wasserbad in der Schüssel schmelzen. Wenn sie vollständig geschmolzen ist (ab und zu umrühren), beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.
Die Kekse in eine große Schüssel geben und mit der Rückseite eines Esslöffels zerkleinern. Die Krümel ergeben dann die “Fettstückchen” der Salami.
Die Butter mit dem Rührgerät einige Sekunden rühren. Nach und nach unter Rühren den Zucker und die Eier hinzu geben.
Einige Zeit weiter rühren und anschließend die Schokolade hinzu geben. Weiter rühren.
Den Rum dazu geben und einige Sekunden rühren.
Den Inhalt dieser Schüssel zu den Kekskrümeln geben (die Zitronenschale unterheben) und mit einem Löffel durchkneten, bis alle Kekskrümel von Schokolade umhüllt sind.
Den Teig zu einer Salami formen und mit Frischhaltefolie umwickeln. An den Seiten zudrehen und einige Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Nach einigen Stunden kann die Schokosalami in Scheiben geschnitten und serviert werden.

Wer möchte, kann auch Pistazienstücke als besondere Note verwenden.

Zur Bohnensaison: Rezept für ligurischen Bohnensalat mit Thunfisch

Es ist Bohnenzeit!

Der Gang auf den Markt oder zum regionalen Gemüsehändler zeigt dieser Tage, dass die Bohnensaison in vollem Gang ist. Grüne und weiße Bohnen liegen in den Körben und warten auf kreative Köche. Auch wer das Glück hat, als Städter einige Tage auf dem Land zu verbringen, wird um das eine oder andere Bohnengericht zur Zeit nicht herumkommen.

Zugegeben, Hülsenfrüchte haben aufgrund ihrer Wirkung auf die Verdauung nicht den besten Ruf. Aber sie sind wichtige Eiweißlieferanten und nahmen zu einer Zeit, in der weit weniger Fleisch als heute gegessen wurde, viel mehr Platz auf dem Speiseplan ein.

In der bäuerlichen Küche Liguriens und überhaupt in Italien gehören Bohnen nach wie vor fest in das Repertoire einer gut geführten Küche. Jenseits von Pasta und Pizza gibt es allerhand köstliche Rezepte, die Hülsenfrüchte beinhalten. Die Vielfalt an Bohnen ist farblich und geschmacklich überraschend. Corona- und Borlottibohnen sind nur zwei der Sorten, die getrocknet das ganze Jahr über verkocht werden können.

Bohnenmischung

Bohnenmischung

Zutaten für ligurischen Bohnensalat

Neben den bäuerlichen Zutaten dürfen in einem ligurischen Salat die Früchte des Meeres nicht fehlen. Unumgänglich ist daher Thunfisch und wer es mag, kann dem Salat mit Sardellenfilets noch etwas mehr Würze verleihen.
+ 200 g weiße Bohnen, z.B. Cannellini-Bohnen
+ 1 Lorbeerblatt
3 geschälte Knoblauchzehen
+ 200 g grüne Bohnen
+ 2 Tomaten
+ 2 Sardellenfilets (nach Belieben)
+ 2 rote Zwiebeln
300 g Thunfisch in Öl, z.B. von Mareblu
+ 3 EL Weinessig, z.B. Weißweinessig von Mengazzoli
+ 6 EL Olivenöl
+ 1 TL Senf
+ Zucker
+ Salz und Pfeffer aus der Mühle
+ 2 EL fein gehackte Petersilie oder Basilikum, nach Belieben auch Salbei

Ligurischer Bohnensalat

Ligurischer Bohnensalat

Zubereitung

Über Nacht die weißen Bohnen in ausreichend Wasser einweichen. Am folgenden Tag abspülen und mit 1 l Wasser, dem Lorbeerblatt und 2 gehackten Knoblauchzehen ca. 1 1/2 Stunden zugedeckt köcheln. Anschließend abgießen und auskühlen lassen.

Währenddessen die grünen Bohnen putzen, die Enden abknipsen und in reichlich kochendem Salzwasser in etwa 8 Minuten bissfest garen. Anschließend kalt abschrecken und abtropfen lassen.

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Den Thunfisch auf einem Sieb abtropfen lassen und in grobe Stücke zerteilen.

Für das Dressing den Essig mit Zucker, Senf, Salz und Pfeffer verrühren. Das Olivenöl nach und nach mit einem Schneebesen einrühren. Die restliche Knoblauchzehe dazupressen.

Weiße und grüne Bohnen, Zwiebeln und Thunfisch miteinander vermengen.

Tomaten waschen und würfeln und zu den anderen Zutaten geben. Nach Belieben die klein geschnittenen Sardellenfilets dazu geben. Das Dressing darüber geben, mit der Petersilie bestreuen, gründlich unterrühren und vor dem Servieren noch etwas ziehen lassen.

Rezept zur Pilz- und Abgrillsaison: Bruschetta mit Pilzen

Bruschetta – rustikaler Appetithappen aus Italien

Bruschetta (Aussprache: brus-ketta), das sind die getoasteten Weißbrotscheiben, die meist mit gewürfelten Tomaten belegt sind und die eigentlich jeder vom italienischen Restaurant kennt. Denn in guten Restaurants werden sie als Antipasti gereicht.

Bruschetta ist ein mittelitalienisches Rezept. Die getoasteten Brotscheiben werden mit Knoblauch eingerieben und dann meistens mit Tomaten belegt. Aber auch Bohnen oder wie in diesem Fall Champignons bilden einen köstlichen Belag für Bruschetta. Selbstverständlich dürfen Salz und Pfeffer sowie Olivenöl nicht fehlen.

Als Grundlage eignet sich in Scheiben geschnittenes Ciabatta, aber man kann auch schon bereits geschnittenes Brot kaufen.

Übrigens hat sich die Bedeutung des Wortes „Bruschetta“ dahingehend geändert, dass auch nur der Belag so bezeichnet wird statt des gesamten Rezeptes.

Bruschetta mit Tomaten und Basilikum

Bruschetta mit Tomaten und Basilikum

Zutaten für Bruschetta mit Pilzen

+ 1 kleine gelbe Paprikaschote
+ 200 g Champignons
+ 50 g Speck, z.B. Südtiroler Speck
+ 1 Bund Petersilie
+ 4 EL Olivenöl
+ Salz und Pfeffer
+ 4 Scheiben italienisches Weißbrot, z.B. Pane da Bruschetta
+ 4 Knoblauchzehen
+ Pecorino, nach Belieben gerieben oder geraspelt

Bruschetta mit Pilzen

Bruschetta mit Pilzen

Zubereitung des Rezeptes für Bruschetta mit Pilzen

Die Paprikaschote waschen, halbieren, Trennwände und Kerne entfernen und die Schote in kleine Würfel schneiden. Die Stielenden der Pilze entfernen, die Pilze sauber abreiben und in feine Scheiben schneiden. Den Speck würfeln. Die Petersilie waschen, von den Stielen trennen und klein hacken.

In einer Pfanne 2 EL Öl heiß werden lassen. Speck, Pilze und Paprika darin bei starker Hitze unter Rühren 3-4 Minuten braten. Die Petersilie dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Brotscheiben halbieren und im Toaster oder im Backofen auf höchster Stufe etwa 4 Minuten rösten. Die Knoblauchzehen halbieren und auf dem getoasteten Brot verreiben. Die Pilzmischung mit dem restlichen Öl verrühren und auf den Broten verteilen. Am Schluss den Pecorino darüber geben und servieren.

Mediterranes Sommerrezept: Feigen mit Honig und Aceto Balsamico

Feigen – mediterranes Obst und Frucht der Götter

Da sich der Sommer nun doch gnädig zeigt, nachdem einige Leute schon meinten abgegrillt zu haben, muss ich Ihnen selbstverständlich noch ein köstliches Sommerrezept aus Italien vorstellen. Für Grillpartys ist es allerdings nicht so sehr geeignet, eher für ein edles Dinner auf der Terrasse oder dem Balkon.
Hauptzutat sind saftige Feigen. Die mediterrane Pflanze bringt kugel-bis birnenförmige Früchte hervor, die sowohl frisch als auch als Trockenfrüchte köstlich schmecken. Auch in Deutschland können die Bäumchen überleben, besonders in Weinbaugebieten fühlen sie sich wohl genug.
Im späten Mittelalter wurde das Holz der Bäume übrigens zur Herstellung von Holztafeln für die Malerei verwendet. Unter Umständen wurden dann darauf Adam und Eva mit ihren Feigenblättern gemalt.

Die Zutaten für Feigen mit Honig und Aceto balsamico

Feigen und Honig

Feigen und Honig


Ein kleiner Tipp im Voraus: Statt „normalem“ Aceto balsamico können Sie auch Crema di balsamico con fichi (also mit Feigen) verwenden, um im Dressing das Aroma der Feigen wieder aufzunehmen.
+ 8 Feigen
+ 6 Scheiben Prosciutto di San Daniele oder di Parma
+ ca. 150 g Parmesan oder Grana Padano
Für das Dressing
+ 1 TL Senf
+ 1 EL flüssigen Honig
+ 1 EL Aceto balsamico
+ 1 EL Olivenöl
+ Salz und Pfeffer
+ frischer Basilikum und Zironenthymian

Zubereitung

Crema di Balsamico mit Feige

Crema di Balsamico mit Feige

Die Feigen mit einem scharfen Messen sternförmig einschneiden und am unteren Ende leicht zusammendrücken, so dass sich die Feige wie eine Blüte öffnet. Pro Person 2 Stück auf einen Teller setzen. Den Prosciutto zerrupfen und über die Feigen verteilen. Den Parmesan oder Grana Padano grob raspeln und ebenfalls darüber streuen.

Bei der Zubereitung des Dressings alle Zutaten vermischen, so dass eine sämige Konsistenz entsteht. Über die Feigen träufeln und mit Basilikum und Zitronenthymian bestreuen.