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Die Region Latium im Zentrum Italiens

Von Rom nach ganz Westeuropa und darüber hinaus

Die Region Latium liegt im Zentrum Italiens; es ist die Region um die Landeshauptstadt Rom. Der Legende nach (z.B. in der Aeneis von Vergil) wurde sie nach einem König Latinus benannt. Tatsächlich aber leitet sich der Name vom Volk der Latiner ab, die im 6. Jahrhundert v. Chr. in der Region siedelten und 1000 v.Chr. erstmals italienischen Boden betreten hatte. Ihre Sprache wurde mit dem Aufstieg des Römischen Reiches zur Weltsprache (in der damals noch kleineren Welt).

Latium wurde mit der Hauptstadt Rom zum Kerngebiet des stetig wachsenden Römischen Reiches. Nach dem Niedergang desselben wurde die Region, die in der Antike nur das Gebiet zwischen Tiber, Sabiner Bergen, Sinuessa (heutiges Mondragone) und Tyrrhenischem Meer umfasste, zum Kerngebiet des Kirchenstaates und somit wiederum das Zentrum einer Weltmacht.

Das Colosseum-Zeuge der Geschichte

Das Colosseum-Zeuge der Geschichte

Touristisches Latium

Die meisten Besucher der Region Latium wird man in Rom finden. Die Hauptstadt der Region und des Staates Italien bietet kulturell eine unglaubliche Vielfalt. Und auch wenn der Vatikan nicht zu Italien gehört, so lockt auch er viele Besucher aus aller Welt in die Region. Wer es lieber ruhiger mag, dem seien die Albaner Berge empfohlen. Sie stellen die Reste eines ehemals vulkanischen Ringgebirges dar, dessen vulkanische Aktivität schon über 20.000 Jahre zurück liegt. Man kann dort wandern oder die antike Via Triumphalis, die zu einem Jupitertempel auf dem Gipfel des Albanus Mons führte, besichtigen. Auch Neapel liegt in der Region Latium, ebenso wie das beliebte Ausflugsziel Monte Cassino, ein nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebautes Kloster.

Penne all'Arrabbiata

Penne all'Arrabbiata

Kulinarisches Latium

Rom als Metropole bietet selbstverständlich alles, was andere Metropolen auch bieten, Essen aus fast jeder Ecke der Welt. Das ist eine Weiterentwicklung der Antike, in der Gerichte aus allen römischen Provinzen nach Rom gelangten. Beliebte Gerichte wie Spaghetti alla carbonara und Penne all’Arrabbiata stammen aus der Region Latium, aber auch solche Leckereien wie Abbacchio alla romana (Milchlamm auf Römische Art) oder Stracciatella alla romana (Eierflöckchensuppe auf römische Art). Schon in der Antike wurde der Pecorino romano genossen, ein Schafskäse, der in beinahe allen italienischen Regionen verbreitet ist. Für die Legionäre gehörte er zur Tagesration.

Latium und seine Spezialitäten

Latium – geschichtsträchtige Region in Mittelitalien

Latium Tiberbrücke

Latium Tiberbrücke

Latium (it. Lazio) mit seiner Hauptstadt Rom bildet das Kerngebiet des Römischen Reiches. Der Fluss Tiber durchzieht es und verschwindet endlich im Tyrrhenischen Meer. Benannt ist die Region nach dem Stamm der Latiner, die seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. dort siedelten. Der römischen Autor Vergil hingegen, der den Ursprung der Römer im Exil-Trojaner Aeneas sieht, nennt dessen Schwiegervater, der der König des späteren Gebietes um Rom ist, Latinum. Das ursprüngliche Gebiet Latiums war viel kleiner als heute und umfasste lediglich das Areal zwischen Tiber, den Sabiner Bergende, Sinuessa (dem heutigen Mondragone) und dem Tyrrhenischem Meer. Latium war aufeinander folgend Teil des Römischen Reiches, des Odoaker-Reiches, des Oströmischen Reiches, gehört als Lehen dem Papst, dann zum Königreich Italien, wurde unabhängig und nach der Eroberung durch Napoleon von Frankreich annektiert. Dann wurde Latium wieder Teil des Königreichs Italien und seit 1947 ist es ein Verwaltungsbezirk der Italienischen Republik.
Noch heute zeugen Bauten wie das Colosseum oder die zahlreichen Obelisken von der Weltmacht und dem kulturellen Reichtum dieser Ära.

Kulinarische Spezialitäten aus Latium

Peterskirche

Peterskirche

Einige Spezialitäten wie der Pecorino romano haben sich seit der Römerzeit im Speiseplan der Italiener gehalten. Dieser köstliche Schafskäse wurde den römischen Legionären als Ration zugeteilt. Von dort aus nahm er seinen Siegeszug durch ganz Italien auf, der zu vielen regionalen Varianten des klassischen Schafskäses auch außerhalb Latiums führte. Andere leckere Gerichte sind Spaghetti alla carbonara, Penne all’arrabiata oder Stracciatella alla romana, eine Suppe mit Eierflockeneinlage. In den Bergen des Latium spielt der Olivenanbau eine große Rolle. In der Frantoio Quattrociocchi werden ausgezeichnete Olivenöle gepresst, teilweise in Bio-Qualität. Auch aromatisierte Olivenöle, die durch gleichzeitiges Pressen der Oliven mit den aromagebenden Zutaten gewonnen werden, gehören zum Sortiment. Die häufigsten im Latium angebauten Olivensorten sind Carboncella, Canino, Itrana, Leccino, Raja und Rosciola. Auch einen eigenen Sambuca hat die Region hervorgebracht – mit seinem charakteristischen Anis-Aroma ein köstlicher Digestif.