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Pecorino – der Schafskäse aus Italien

Name und Geschichte des Pecorino

Der Name des Pecorino leitet sich vom italienischen Wort pecora für "Schaf" ab, er ist also ein kleiner Schafskäse. Heute gibt es allerdings auch billigere Nachbildungen, denen Kuh- oder Ziegenmilch beigemischt ist. Der Pecorino kann auf eine der längsten Geschichten in der italienischen Käsewelt zurückblicken. Während viele italienische Käsesorten in den mittelalterlichen Klöstern zur Konservierung von Milch "erfunden" wurden, gibt es den Pecorino bereits seit der Antike. Schriftliche Quellen belegen, dass für die römischen Legionäre Pecorino zur Tagesration gehörte.

Pecorino Romano DOP

Pecorino Romano DOP

Typen des Pecorino

Beinahe jede Region Italiens hat ihren eigenen Typ Pecorino entwickelt. Der, den die römischen Legionäre genießen durften, ist der Pecorino romano DOP, also der römische Pecorino. Ebenfalls sehr beliebt ist die sardische Variante Pecorino susardu mit einem sehr würzigen Geschmack. Mit dem DOP-Status kann sich auch der Pecorino toscano schmücken, der einen eher süßlichen Geschmack hat. Eine besonders pikante Variante ist der Pecorino calabrese aus Kalabrien, der mit Chili verfeinert ist. Es gibt auch überregionale Varianten, bei denen der Pecorino mit Steinpilzen oder anderen Leckereien verfeinert ist.
Pecorino toscano DOP

Verwendung für Pecorino

Solange der Pecorino noch jung ist, kann man ihn hervorragend als Tafelkäse verwenden. Bei längerer Reifung (stagionato) hat er schon zu viel Flüssigkeit verloren und kann nicht mehr gut geschnitten werden. Dann ist seine Zeit als Reibekäse gekommen und er bietet eine gute Alternative zu Parmesan und Grana Padano. Auch für die Zubereitung von Pestos ist er dann sehr gut geeignet. Für Käseplatten ist der aromatische Schafskäse ebenfalls sehr beliebt.

Alles in Allem ist der Pecorino ein würdiger Kandidat für unsere Wahl: Mein Lieblingskäse aus Italien, bei der noch bis Ende Juli auf Facebook abgestimmt werden kann.

Pecorino – Schafskäse aus Italien

Pecorino – Was ist das?

Einer meiner Lieblings-Käse aus Italien ist der Pecorino. Dabei kann man das so einfach eigentlich nicht sagen, denn Pecorino bedeutet nichts Anderes als Schafskäse. Denn Schafe heißen auf Italienisch pecora. Da Schafe sehr nützliche Tiere sind, die schon lange, lange Zeit als Nutztiere gehalten werden, wundert es nicht, dass jede Region Italiens im Laufe der Zeit ihren eigenen Pecorino entwickelt hat. Während einige Käsesorten “erst” im Mittelalter in Klöstern entstanden sind (z.B. Grana Padano DOP), gehörte Pecorino schon im antiken Rom zum Speiseplan.

Ein Pecorino Sardo mit kräftigem Aroma.

Ein Pecorino Sardo mit kräftigem Aroma.

Pecorino, der Käse der Legionäre

Denn es ist überliefert, dass schon die römischen Legionäre Pecorino romano als Wegzehrung dabei hatten. Vermutlich handelte es sich dabei um reifere Varianten, die als Hartkäse leichter zu transportieren sind. Auch heute noch wird frisch, mittelreif und durchgereift verkauft, wobei frisch eine Reifezeit von drei Monaten bezeichnet und durchgereift „nur“ ein Jahr Reifezeit bedeutet. Das ist gegen eine Reifezeit von sechs Jahren bei einem Parmesan gar nichts, aber man soll ja auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Pecorino ist übrigens Ricotta, der aus der übrig bleibenden Molke zubereitet wird.

Pecorino mit Chili

Pecorino mit Chili

Pecorino mit DOP-Siegel

Wie oben bereits erwähnt, hat jede Region Italiens ihren eigenen Pecorino entwickelt. Der älteste oder zumindest am längsten schriftlich belegte ist dabei der Pecorino romano, dessen Zubereitungsart mit den Legionären aus Rom in die umliegenden Provinzen wanderte. Eine andere Variante ist der Pecorino sardo von der Insel Sardinien. Schon seit der griechischen Herrschaft auf Sizilien wird dort der Pecorino siciliano gekäst, der im regionalen Dialekt Picurinu Sicilianu genannt wird. Die Tradition des Pecorino toscano geht auf sardische Immigranten in der Toskana zurück. Im Süden ist es üblich, zu der Käsemasse Pfefferkörner und/oder Chili hinzuzugeben, um dem Käse einen besonders pikanten Geschmack zu verleihen. Wer Scharfes mag und diesen verfeinerten Pecorino einmal probiert hat, wird ihn lieben. Neben diesen vier Varianten, die inzwischen alle durch das DOP-Siegel geschützt sind, gibt es selbstverständlich weitere regionale und verfeinerte Varianten, die es kulinarisch zu entdecken gilt: Pecorino mit Trüffel, Pecorino mit Pfeffer und viele mehr…