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Sizilianischer Orangensalat

Orangensalat ist in Sizilien eine beliebte Beilage zu Fisch und Fleisch. Dieses Rezept haben wir bei einem Besuch bei Barone del Murgo kennen gelernt, der am Hang des Ätna Oliven und Orangen anbaut. Selbstverständlich war in seinem Salat eigene Ernte verarbeitet.

Die Zutaten für den sizilianischen Orangensalat

Um einen sizilianischen Orangensalat für vier Personen zuzubereiten, benötigt man

Statt roter Zwiebeln kann man auch Schalotten verwenden, aber das Originalrezept wird mit roten Zwiebeln zubereitet.

Man kann den Salat auch mit Pistazien und Blattsalat abwandeln

Man kann den Salat auch mit Pistazien und Blattsalat abwandeln

Zubereitung des sizilianischen Orangensalates

Zunächst werden die Orangen geschält und auch die weiße, bittere Haut entfernt. Ebenso werden die Kerne entfernt. Die Orangen werden in dünne Scheiben geschnitten. Je nach Belieben können die roten Zwiebeln in feine Würfel oder dekorative Ringe geschnitten werden. Die Petersilie wird gehackt und die Oliven entsteint (sofern man nicht entsteinte gekauft hat). Die feinen Orangenscheiben werden mit Olivenöl beträufelt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Die restlichen Zutaten werden darüber gestreut. Der Orangensalat muss etwa 40 Minuten kalt stehen.

Ideal für die Grillparty als vitaminreiche Alternative zum Nudelsalat.

Rezept: Pasta alla Norma

Pasta alla Norma ist ein typisches sizilianisches Gericht. Meist wird es mit Spaghetti zubereitet, aber auch Penne und Penne rigate finden Verwendung. Benannt ist es nach der Oper Norma von Vincenzo Bellini, aber wie genau der Name der Oper im 19. Jahrhundert auf das Gericht übergegangen ist, kann heute keiner mit Bestimmtheit sagen.

Den Farben des Gerichtes wird ein symbolischer Wert zugeschrieben: Zum Einen sollen das Schwarz der Auberginen und das Weiß des Ricotta Salata (ein sizilianischer Käse) für den Vulkan Ätna und seinen schneebedeckten Gipfel stehen, zum Anderen wird die italienische Trikolore im Grün des Basilikums, dem Rot der Tomaten und dem Weiß des Ricotta Salatas widergespiegelt.

Pasta alla Norma

Pasta alla Norma

Die Zutaten für Pasta alla Norma

Die Zutaten haben zwar oben schon Erwähnung gefunden, aber der Übersicht halber seien sie hier noch einmal genannt (für 4 Personen):

Die Zubereitung von Pasta alla Norma

Für die Sauce die Auberginen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einem Sieb mit etwas Salz aufschichten. Für eine Stunde mit einem Gewicht obenauf ruhen lassen, so dass Flüssigkeit nach unten austropfen kann.

Den Knoblauch in einer Pfanne mit nativem Olivenöl extra braun anbraten. Dann die Tomaten hinzufügen und etwas Basilikum sowie etwas Salz dazu geben und 15 min kochen.

Die Auberginen mit etwas Olivenöl in einer zweiten Pfanne anbraten und das überschüssige Öl mit Küchenpapier abwischen. Vier Scheiben für die Garnitur beiseite legen und die übrigen in Streifen schneiden und in den Topf mit der Tomatensauce geben.

Anschließend die Nudeln wie auf der Packung beschrieben kochen, abtropfen lassen und für ein paar Sekunden zu der Sauce geben.

Die Nudeln auf den Tellern anrichten, jeweils eine Auberginenscheibe oben darauf legen und mit Ricotta bestreuen.

Dazu empfehle ich einen jungen Weißwein, z.B. einen Chardonnay.

GUTEN APPETIT!

Sizilien – die Vulkaninsel im Süden Italiens

Sizilien – die Sonneninsel im Süden

Sizilien ist die südlichste Region Italiens. Als Fußball liegt sie vor der Stiefelspitze im Mittelmeer. Diese exponierte Position der größten Mittelmeerinsel brachte eine wechselvolle Geschichte mit sich, die viele Kulturen kommen und gehen sah. Alle haben ihre Spuren in Architektur, Landwirtschaft und Küche hinterlassen. Der Vulkanboden der Insel ist besonders fruchtbar, so dass die Landwirtschaft sprichwörtlich stetig blühte. Olivenhaine, Apfelsinenbäume und Weinberge prägen das Bild. Die Sonneninsel Sizilien lockt auch immer mehr Urlauber an, so dass der Dienstleistungssektor inzwischen die meiste Bedeutung für die Wirtschaft hat.

Cassata mit Mandeln

Cassata mit Mandeln

Kurzer Abriss der sizilianischen Geschichte

Vor 3000 Jahren siedelten drei Völker auf der Insel Sizilien: Sikaner, Sikuler und den Elymer.200 Jahre später eroberten Phöniker, Griechen und Karthager das fruchtbare Land und siedelten vor allem an der Küste. Damals gehörte Sizilien zu Griechenland und die Hauptstadt war Syrakus. Viele griechische Tempel erinnern noch heute an die griechische Periode.

Während des 1. Punischen Krieges gelangte Sizilien unter römische Herrschaft und wurde der wichtigste Getreidelieferant für die Hauptstadt Rom. Das Lateinische gewann auf der griechischsprachigen Insel immer mehr Sprecher. Nach den Römern herrschten Vandalen und Ostgoten über Sizilien, bevor die Insel dann zum Byzantinischen Reich gehörte. Für den Handel spielte Sizilien als Handelsplatz eine bedeutende Rolle.

Im 9. Jahrhundert kamen dann die Araber und eroberten die Insel und blieben für 250 Jahre. Ihre neuen Bewässerungssysteme revolutionierten die sizilianische Landwirtschaft. Zu dieser Zeit wurde Palermo die Hauptstadt der Insel, die es heute auch noch ist. Nach den Arabern kamen die Normannen nach Sizilien und die Insel wurde zu einem Königreich.

Nach den Normannen fiel Sizilien unter die Herrschaft Aragons, Spaniens, Savoyens und Österreichs. Seit 1861 gehörte Sizilien dann zum Königreich Italien, auch wenn immer wieder Sizilianer für die Unabhängigkeit kämpften.

Cannolo di Ricotta

Cannolo di Ricotta

Die Küche Siziliens

Durch die vielen kulturellen Einflüsse ist die Küche Siziliens sehr vielseitig. Als Antipasti oder Zwischenmahlzeit sind Arancini beliebt (gefüllte Reisbällchen). Unter den sizilianischen Pastagerichten sind Pasta con le sarde (mit Sardinen) und Pasta alla Norma zu nennen. Letzteres Gericht wird mit Auberginen zubereitet und ist nach der Oper von Bellini benannt. In den Küstenregionen, in denen traditionell Fischfang betrieben wird, gibt es eine Vielzahl an Fischgerichten, z.B. Sarde a beccafico. Die überall gedeihenden Orangen werden zu Orangensalat verarbeitet, der zu Fisch- und Fleischgerichten gereicht wird.

Bunte Marzipanfrüchte

Bunte Marzipanfrüchte


Auch für Süßes ist die Insel sehr bekannt. Die Orangen bilden dabei eine Grundlage. Aber auch Mandeln werden vielfältig verarbeitet, z.B. zu Marzipanfrüchten, wie sie auf dem Bild zu sehen sind. Für Cassata mit Mandeln (das Bild oben) werden die schmackhaft knackigen Früchte ebenfalls verwendet. Eine weitere Spezialität sind Cannoli, gefüllte Teigrollen mit einer süßen Ricotta-Füllung. Für Leckermäuler ist Sizilien also ein Mekka.