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Italienische Gebäcke zur Weihnachtszeit

Panettone und Pandoro – das italienische Gegenstück zum Christstollen

Panettone

Panettone

Was wäre die Vorweihnachtszeit in Deutschland ohne Christstollen? Selbst für Nicht-Christen ist der Stollen aus der Adventszeit nicht wegzudenken; ob man ihn mit der Familie bäckt oder „nur“ kauft – das Hefegebäck mit kandierten Früchten, Mandeln und nach Belieben Rosinen trägt zum Entstehen der Weihnachtsstimmung bei.
Auch in Italien gibt es ähnliche Weihnachtskuchen. Sie heißen dort Pandoro (=goldenes Brot) oder Panettone. Während der Panettone aus Mailand stammt und mit Rosinen und kandierten Früchten zubereitet wird, stammt der Pandoro aus Verona und ist ein luftiger Kuchen, der ohne die nicht bei allen beliebten Rosinen auskommt. Das Rezept für Panettone finden Sie in unserer Datenbank.

Feigenbrot

Feigenbrot

Italienische Plätzchenrezepte: Cantuccini & Co.

Italiener sind mindestens ebensolche Leckermäuler wie Deutsche – egal ob Kinder oder Erwachsene. Klar, dass es auch in Italien einige Plätzchenrezepte gibt, auf die während der Adventszeit nicht verzichtet werden kann. Einige der Rezepte waren früher tatsächlich auf die Weihnachtszeit beschränkt, aber da sie so gut schmecken, backt und isst man sie inzwischen auch außerhalb der kalten Jahreszeit: Dazu gehören beispielsweise Cantuccini, die auch Biscotti di Prata genannt werden, weil sie zwei Mal gebacken werden. Wer nicht selber italienisch backen möchte, kann die toskanische Spezialitäten Amarettini oder Ricciarelli auch in unserem Shop bestellen.

Panforte di Siena

Panforte di Siena

Weitere Weihnachtsgebäcke aus Italien

Etwas abseits der oben genannten Rezepte habe ich Ihnen weitere Köstlichkeiten für die Weihnachtszeit zusammengestellt. Einen witzigen Namen haben die Biscotti brutti ma buoni, was auf Deutsch soviel heißt wie „Hässlich-aber-gut-Plätzchen“. Den ersten Teil ihres Namens haben sie wirklich nicht verdient, den zweiten dafür aber umso mehr.
Aus Siena stammt das Rezept für eine Lebkuchenart, das Panforte di Siena. Wie es sich für Weihnachtsgebäck gehört, ist das Rezept sehr gehaltvoll. Ebenfalls für Sie ausprobiert haben wir das Rezept für Feigenbrot, das vermutlich durch die arabische Besiedlung in Süditalien in die italienischen Backbücher gekommen ist. Der traditionelle Hauch von Orient darf natürlich zur Adventszeit mit ihren exotischen Gewürzen nicht fehlen.

Feigen – Rezepte für die Früchte mit Geschichte

Feigen – Früchte aus dem Orient

Es ist Feigenzeit! Zeit, sich mal etwas genauer mit diesen Früchten zu beschäftigen und Ihnen vielleicht auch einmal eine Anregung zu geben, was man damit eigentlich anfangen kann.

Die gemeine Feige (Ficus carica) stammt ursprünglich aus Südwestasien ist aber schon lange im gesamten Mittelmeergebiet heimisch geworden. Von Afghanistan bis Portugal ist sie heute fester Bestandteil der Flora und damit auch der Ernährung und der Kultur allgemein.
Wer einigermaßen bibelfest ist, weiß, dass Adam und Eva ihre Blöße mit Feigenblättern bedeckten, nachdem sie vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten. Jahrhunderte lang wurde diese Mode für Akte in der Malerei und Bildhauerei verwendet.

feigen_feigenbaum

Ein weiteres Bibelzitat „Denn er [Salomo] […]hatte Frieden von allen seinen Untertanen umher, […]ein jeglicher unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, […] solange Salomo lebte.“ (1. Könige 5, 5) machte den Feigenbaum zum Symbol des Friedens und des Wohlstandes. Auch für Buddhisten ist der Feigenbaum mit religiösen Assoziationen besetzt, denn Buddha wurde unter einem Feigenbaum erleuchtet. Die religiösen und mythischen Bedeutungen der Feige enden dort nicht, sondern lassen sich auch im Islam, in der griechischen und römischen Mythologie finden.
Es gibt tausende Sorten, von denen die meisten auch Namen erhalten haben. Feigen sind eine der ersten vom Menschen kultivierten Pflanzen. Nördlich von Jericho wurden fossile Feigenbäume gefunden, die 9400–9200 v. Chr. genutzt wurden. Damit wurden Feigen schon vor Weizen, Roggen und Hülsenfrüchten von Menschen angebaut.

Trocknende Feigen - sooo süß!

Trocknende Feigen - sooo süß!

Feigen in der Küche

Feigen sind in den Küchen der Welt weit verbreitet. Am Mittelmeer, aber auch im Mittleren Osten und in Nordindien findet man die Früchte. Inzwischen wird die Feige auch in der Neuen Welt kultiviert, sofern das Klima es zulässt. So findet man frische Feigen in einigen Staaten der USA, in British-Clumbia in Kanada, in Nordost-Mexiko, aber auch in Argentinien, Chile, Peru, Australien und Südafrika.
Ein Feigenbaum in diesen Regionen bringt zweimal im Jahr Früchte hervor, doch vor allem die über den Sommer gereiften und im Spätsommer und Herbst geernteten Früchte werden in der Küche verwendet. Einige der Sorten bringen auch schon in der Frühjahrsernte gut essbare Früchte hervor.
Um uns langsam an Italien anzunähern: Cato der Ältere beschreibt in seinem Werk De agri cultura verschiedene Sorten von Feigen. Laut seinen Aufzeichnungen wurden sie unter anderem zum Mästen von Gänsen verwendet, um eine frühe Form von Foie Gras zu erhalten.

Feigentörtchen - zum Rezept

Feigentörtchen - zum Rezept

Rezepte mit Feigen

Wir haben für sie die drei besten Rezepte mit Feigen ausprobiert und in unsere Rezeptdatenbank aufgenommen.
Ein leicht zubereitetes Rezept für die Kaffeetafel sind Tortine di Fichi, also Feigentörtchen. Sie brauchen lediglich eine Handvoll frischer Feigen, Blätterteig und Zimt. Die anderen Zutaten wie Milch und Zucker hat man meist sowieso im Haus.
Eine schöne Vorspeise ist Fichi con miele e aceto balsamico (Feigen mit Honig und Aceto balsamico), die sich wunderbar in ein Menü mit mediterranem oder orientalischem Thema einbauen lässt. Das dritte und wahrscheinlich kalorienreichste Rezept in unserer Sammlung ist Feigenbrot, das aus getrockneten Feigen zubereitet wird. In der Verbindung mit Mandeln und Pistazien ist es eine beliebte Weihnachtsleckerei.

Guten Appetit wünscht Gustini!

Rezept zur Weihnachtszeit: Neros

Die Adventszeit ist die Hoch-Zeit für den Backofen: Ob Vanillekipferl, Zimtsterne, Christstollen – es duftet wunderbar nach Süßem im ganzen Haus und bringt seine Bewohner in Weihnachtsstimmung. Wenn dann die ganze Familie in der Küche werkelt und noch eine CD mit Weihnachtsliedern eingelegt ist, herrscht (im Idealfall) Harmonie. Heute möchte ich Ihnen ein italienisches Plätzchenrezept vorstellen, das uns unser Mitarbeiter Aldo aus Sizilien mitgebracht hat: Schokoladige Neros, selbstverständlich mit Orangenschalen und Orangenmarmelade.

Die Zutaten für sizilianische Neros

Um ca. 40 Neros (eigentlich müsste es Neri heißen, was so viel wie „Schwarze“ bedeutet; wegen des Kakaoanteils) zu backen, benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 200 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 3 mittelgroße Eigelb
  • 1 Pck. Vanillezucker (Bourbon-Vanillezucker)
  • 1 EL Orangensaft
  • 1 TL unbehandelte Orangenschale, abgerieben
  • 220 g Mehl
  • 50 g Kakao
  • 1 TL Kaffeepulver (Espressopulver), instant
  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 2 EL nicht-bittere Orangenmarmelade
  • 50 g weiße Kuvertüre
  • Mehl für die Arbeitsfläche

Die Zubereitung

Für die Zubereitung der Neros die Butter mit dem Puderzucker schaumig schlagen. Anschließend die Eigelbe, Vanillezucker, Orangensaft und -schale unterrühren. Dann Mehl, Kakao und Kaffe-oder Espressopulver vermischen und mit der Eigelbmasse rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Den Backofen vorheizen (175°C Ober-/Unterhitze) und die Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Je nach Belieben runde oder ovale Plätzchen ausstechen und aufs Blech legen. Im Ofen bei 175°C für ca. 10 Min. backen. Mit dem Papier vom Blech ziehen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit das Marzipan mit der Orangenmarmelade verrühren. Die Hälfte der Plätzchen damit bestreichen und die andere Hälfte der Plätzchen darauf legen.

Für die Verzierung die Kuvertüre klein hacken und im Wasserbad schmelzen lassen. In einen Spritzbeutel mit feiner Lochtülle füllen und feine Linien auf die Plätzchen spritzen. Aushärten lassen und GENIESSEN!