Italienische Liköre: Limoncello, Sambuca und Bombardino

Grappa

Limoncello – fruchtiger Likör aus dem Süden Italiens

Das Land, wo die Zitronen blühen…So bezeichnete Goethe in seinem Gedicht „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn“ Italien. Und Bäume, die blühen, bringen im Idealfall auch Früchte hervor. Weite Zitronenhaine gibt es vor allem in Süditalien, auf Sizilien und rund um den Golf von Neapel. Kein Wunder also, dass aus diesen Gegenden der fruchtige Likör Limoncello kommt. Für die Herstellung wird die gelbe Schale der Zitronen eine Woche lang in Alkohol eingelegt, der den Schalen ihre erfrischen-fruchtigen Aromen und ätherischen Öle entzieht. So entsteht der charakteristisch hellgelbe italienische Likör, der am besten eisgekühlt serviert wird.

limoncello

Limoncello

Sambuca – der Klassiker beim Italiener

Die meisten, die schon einmal in einem italienischen Restaurant in Deutschland gespeist haben, werden Sambuca kennen: Es ist der klare Schnaps mit dem intensiven Anis-Duft, der am Ende des Restaurantbesuchs serviert wird. Meistens wird er con la mosca serviert, d.h. mit zwei oder drei Kaffeebohnen, flambiert. Dem Sambuca ähnliche, aber nicht italiensiche Liköre gibt es auch in Griechenland (Ouzo) und der Türkei (RakÄ). Man vermutet, dass sich der Name Sambuca von den Schiffen der Sarazenen ableitet, die im Mittelalter die wertvollen Gewürze in die süditalienischen Häfen brachten.

 

Sambuca

Sambuca

Bombardino

Eine noch neue Erfindung ist der Bombardino, ein Mixgetränk aus Eierlikör und Brandy in gleichen Teilen. Es hat sich zu einem beliebten Apres ski-Getränk gemausert und ist daher besonders in den italienischen Skigebieten verbreitet. Man kann Bombardino inzwischen auch schon fertig gemixt kaufen. Sogar Varianten haben sich entwickelt: So heißt Bombardino mit Kaffee calimero, mit Rum pirata und mit Whiskey scozzese. Vielleicht wird sich Bombardino im nächsten strengen Winter auch in Deutschland etablieren…

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