Feigen – Rezepte für die Früchte mit Geschichte

Obst, Rezept

Feigen – Früchte aus dem Orient

Es ist Feigenzeit! Zeit, sich mal etwas genauer mit diesen Früchten zu beschäftigen und Ihnen vielleicht auch einmal eine Anregung zu geben, was man damit eigentlich anfangen kann.

Die gemeine Feige (Ficus carica) stammt ursprünglich aus Südwestasien ist aber schon lange im gesamten Mittelmeergebiet heimisch geworden. Von Afghanistan bis Portugal ist sie heute fester Bestandteil der Flora und damit auch der Ernährung und der Kultur allgemein.
Wer einigermaßen bibelfest ist, weiß, dass Adam und Eva ihre Blöße mit Feigenblättern bedeckten, nachdem sie vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten. Jahrhunderte lang wurde diese Mode für Akte in der Malerei und Bildhauerei verwendet.

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Die Feige in der menschlichen Geschichte

Ein weiteres Bibelzitat „Denn er [Salomo] […] hatte Frieden von allen seinen Untertanen umher, […]ein jeglicher unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, […] solange Salomo lebte.“ (1. Könige 5, 5) machte den Feigenbaum zum Symbol des Friedens und des Wohlstandes. Auch für Buddhisten ist der Feigenbaum mit religiösen Assoziationen besetzt, denn Buddha wurde unter einem Feigenbaum erleuchtet. Die religiösen und mythischen Bedeutungen der süßen Frucht enden dort nicht, sondern lassen sich auch im Islam, in der griechischen und römischen Mythologie finden.
Es gibt tausende Sorten, von denen die meisten auch Namen erhalten haben. Feigen sind eine der ersten vom Menschen kultivierten Pflanzen. Nördlich von Jericho wurden fossile Feigenbäume gefunden, die 9400–9200 v. Chr. genutzt wurden. Damit wurden Feigen schon vor Weizen, Roggen und Hülsenfrüchten von Menschen angebaut bzw. genutzt.

Trocknende Feigen - sooo süß!

Trocknende Feigen – sooo süß!

Feigen in der Küche

Feigen sind in den Küchen der Welt weit verbreitet. Am Mittelmeer, aber auch im Mittleren Osten und in Nordindien findet man die Früchte. Inzwischen wird die Frucht mit der meist violetten Schale auch in der Neuen Welt kultiviert, sofern das Klima es zulässt. So findet mansie frisch in einigen Staaten der USA, in British-Clumbia in Kanada, in Nordost-Mexiko, aber auch in Argentinien, Chile, Peru, Australien und Südafrika.
Ein Feigenbaum in diesen Regionen bringt zweimal im Jahr Früchte hervor, doch vor allem die über den Sommer gereiften und im Spätsommer und Herbst geernteten Früchte werden in der Küche verwendet. Einige der Sorten bringen auch schon in der Frühjahrsernte gut essbare Früchte hervor.
Um uns langsam an Italien anzunähern: Cato der Ältere beschreibt in seinem Werk De agri cultura verschiedene Sorten von Feigen. Laut seinen Aufzeichnungen wurden sie unter anderem zum Mästen von Gänsen verwendet, um eine frühe Form von Foie Gras zu erhalten.

Feigentörtchen - zum Rezept

Feigentörtchen – zum Rezept

Rezepte mit Feigen

Wir haben für sie die drei besten Rezepte mit den köstlichen Früchten ausprobiert und in unsere Rezeptdatenbank aufgenommen.
Ein leicht zubereitetes Rezept für die Kaffeetafel sind Tortine di Fichi, also Feigentörtchen. Sie brauchen lediglich eine Handvoll frischer Feigen, Blätterteig und Zimt. Die anderen Zutaten wie Milch und Zucker hat man meist sowieso im Haus.
Eine schöne Vorspeise ist Fichi con miele e aceto balsamico (mit Honig und Aceto balsamico), die sich wunderbar in ein Menü mit mediterranem oder orientalischem Thema einbauen lässt. Das dritte und wahrscheinlich kalorienreichste Rezept in unserer Sammlung ist Feigenbrot, das aus getrockneten Früchten zubereitet wird. Für dieses Rezept ist man also nicht unbedingt von der Saison abhängig. In der Verbindung mit Mandeln und Pistazien ist es eine beliebte Weihnachtsleckerei.

Guten Appetit wünscht Gustini!

Eine Antwort zu “Feigen – Rezepte für die Früchte mit Geschichte”

  1. Lars sagt:

    Wahhh die Feigentörtchen sind so schmackhaft !!! Die kann ich nur empfhelen. Eigenen sich super als italienische Vorspeise oder Nachspeiße.
    Lg. Lars

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