Salbei

Kräuter & Gewürze, Pasta

Salbei – mehr als nur ein Tee

Der lateinische Name des Salbeis salvia, der mit dem italienischen identisch ist, leitet sich vom Verb salvare für „heilen“ ab. Damit ist eine wichtige Funktion des Lippenblütlers abgedeckt. Man sagt dem Küchenkraut als Heilkraut (salvia officinalis) eine verdauungsfördernde Wirkung und Hilfe bei Halsschmerzen nach. Daher auch die Verwendung als Tee. Doch dank der teilweise sehr farbenprächtigen Blüten werden einige Unterarten des Salbeis auch als Zierpflanze verwendet. Wegen der enthaltenen ätherischen Öle duftet der Salbei sehr intensiv und wird auch aus diesem Grund gern in Gärten angebaut.

salbei

Salbei-Blätter

Salbei – typische Mittelmeerpflanze

Der Garten-Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde mit den Mönchen während des Mittelalters wegen seiner Heilkraft in die Gebiete nördlich der Alpen gebracht. Der Anbau in Klöstern lässt sich übrigens noch im lateinischen Namen officinalis nachweisen, denn die officina war im Kloster der Lagerraum für Heilkräuter und Medizin. Man schätzte die Heilkraft des Salbeis so hoch ein, dass man es auch für wirksam gegen die Pest hielt. So stark ist dessen antibiotische Wirkung aber dann doch nicht.

Rezepte mit Salbei

Salbei wird in vielen Küchen Europas eingesetzt, da er inzwischen überall verbreitet ist. In Italien ist er ein beliebtes Gewürzkraut für Suppen. Oft wird er auch frittiert und auch vorher paniert, so dass man salvia fritta in pastella bekommt. Die verdauungsfördernde Wirkung kommt den Genießern zugute, wenn Salbei mit Fleisch serviert wird. Ein Klassiker ist Saltimbocca, das Kalbsschnitzel, das immer mit Salbei serviert wird. Auch wenn Saltimbocca aus dem Fleisch anderer Tiere zubereitet wird, gehört salvia unbedingt mit in das Rezept. Zu Pancetta wird Salbei ebenfalls oft verwendet. Auch zu gefüllten Nudeln wie Ravioli oder Tortelloni wird Salbei in der Form von Salbeibutter häufig serviert.
Wenn Sie also noch überlegen, welche Kräuter Sie dieses Jahr anbauen wollen – warum nicht Salbei?

Schreiben Sie uns hier Ihren Kommentar zum Beitrag!