Neue Namensbestimmungen für Prosecco

Prosecco und Spumante

Prosecco heißt jetzt Glera

Prosecco wird den meisten inzwischen als Schaumwein ein Begriff sein. Dass er seinen Namen von der gleichnamigen Rebsorte hatte, wissen vielleicht schon weniger Genießer des perlenden Getränks. Das ist aber gar nicht schlimm, denn seit dem 01. Januar 2010 heißt die Rebsorte nicht mehr Prosecco, sondern Glera. Der Name für das Getränk bleibt aber gleich, allerdings unter bestimmten Voraussetzungen. Diese Bezeichnung, die vom italienischen Landwirtschaftsministerium der vorher als Prosecco bekannten Rebsorte verliehen wird, ist Glera seit jeher an der Triestiner Küste der Name für diese Rebsorte.

Extra trockener Prosecco DOC

Extra trockener Prosecco DOC

Prosecco ist jetzt geschützte Ursprungsbezeichnung

Die Bezeichnung Prosecco ist jetzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) und darf jetzt nur noch für Schaumweine verwendet werden, deren Trauben innerhalb des Prosecco-Gebietes gewachsen sind und verarbeitet wurden. Dieses Gebiet erstreckt sich am Fusse der Treviser Voralpen entlang der Hügellandschaft der Provinz Treviso, die zwischen den Städten Conegliano und Valdobbiadene liegt. 20.000 Hektar groß ist das Hügelland, von dem 5.000 Hektar nun also die gesetzlich festgelegte Heimat des Prosecco sind. Mit der Aufwertung zur geschützten Ursprungsbezeichnung reiht sich Prosecco in die Liga des Chiantis, Parmesans, San-Daniele-Schinkens und der San-Marzano-Tomaten ein, die alle von der EU in ihrer regionalen Eigenheit geschützt werden.

Ein weiterer Prosecco DOC

Ein weiterer Prosecco DOC

Warum die geschützte Ursprungsbezeichnung?

Prosecco war in den letzten Jahren zum absoluten Modegetränk geworden. Es durfte nicht mehr einfach nur Sekt sein, nein, Prosecco war die erste Wahl. Legendär und Spiegel dieser Entwicklung ist dabei auch die Erwähnung in dem Michael Herbig-Film Schuh des Manitu, in dem der Prosecco in einem Zitat so prominent ist, dass dieses Zitat „Wollt’s aan Prosecco?“ schon teilweise in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen war. Viele findige Geschäftsleute wollten von dieser Popularität profitieren und verwendeten die Bezeichnung Prosecco für minderwertige Schaumweine, die teilweise nicht einmal aus Italien kamen. Durch die geschützte Ursprungsbezeichnung wollen die Hersteller im DOC-Gebiet eine Aufwertung ihrer eigenen und traditionellen Arbeit erreichen und den Ruf des Prosecco wieder anheben.

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