Pralinen – der Klassiker zum Valentinstag

Schokolade

Pralinen – süße Verführung aus Schokolade

Am 14. Februar ist wieder Valentinstag – der Tag im Jahr, an dem wohl die meisten Pralinen verkauft werden. Süße Schokolade als Beweis der süßen Zuneigung, die man einem Menschen zeigen möchte – wer könnte da schon widerstehen? Das ist doch einmal eine gute Gelegenheit, über Pralinen nachzudenken: Was verdient die Bezeichnung? Wer hat’s erfunden? (Soviel sei schon einmal verraten – nicht die Schweizer.)
Berühmte Pralinentypen sind Meeresfrüchte aus Belgien, Mozartkugeln aus Salzburg, Hallorenkugeln aus Halle und Baci di Perugia (Küsse aus Perugia) aus Italien.

pralinen

Mmhh…Pralinen!

Was unterscheidet Pralinen von Konfekt?

Die Definition einer Praline ist in Deutschland durch die Verordnung über Kakao- und Schokoladenerzeugnisse (Kakaoverordnung) geregelt. Danach muss eine Praline mundgerecht sein. Da kann man sich nun streiten, ob „die längste Praline der Welt“ mundgerecht ist oder nicht. Außerdem muss eine Praline zu mindestens 25% ihres Gesamtgewichts aus Schokolade bestehen. Wenn der Anteil geringer ist, wird das Schokoladenerzeugnis Konfekt genannt. Die Füllung einer Praline kann aus Ganache oder Nougat, Nüssen, Pistazien, Mandeln, Likör oder einer Mischung der Zutaten bestehen.

Erfindung der Praline

Wegen des guten Rufs, den belgische und Schweizer Pralinen genießen, sollte man denken, dass sie von einem Belgier oder Schweizer erfunden wurden. Aber weit gefehlt! Ein Deutscher war es. Sein Name ist zwar nicht überliefert, aber gewissermaßen sein Auftraggeber, nach dem die Pralinen auch benannt wurden. Es war der Koch von César de Choiseul Graf von Plessis-Praslin, Marschall von Frankreich und Minister des Königs Ludwig XIV., der das heute als Konfekt geltende Mundplaisir aus Mandeln und Zucker erfand und nach seinem Herrn benannte.
Lange hielt sich die Herstellungsart, bei der Nüsse oder kandierte Früchte in Karamellsirup getaucht wurden, bis 1912 Jean Neuhaus in Brüssel das Verfahren erfand, Metallformen mit Schokolade auszugießen, sie zu füllen und mit einem Schokodeckel zu verschließen.

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