Die Provinz und Stadt L’Aquila

Abruzzen

Die Provinz L’Aquila

Die Provinz L’Aquila liegt in der italienischen Region Abruzzen. Obwohl sie sehr zentral in Italien gelegen ist, zählt sie zu Süditalien, da sie bis zur Gründung des Königreichs Italien zum Königreich Neapel gehörte. Zwei Nationalparks haben Anteil an der Provinz, deren wichtigster Fluss der Aterno ist. Daher ist L’Aquila auch die am wenigsten dicht besiedelte Provinz Italiens und besonders für Wanderurlauber geeignet. Die höchsten Berge der Apenninen sind in L’Aquila gelegen. Auch Burgen und malerische Bergdörfer hat die Provinz L’Aquila zu bieten.

Spanisches Schloss bei Nacht

Spanisches Schloss bei Nacht

Die Stadt L’Aquila

Die Gründung der Stadt L’Aquila, deren Name „Adler“ bedeutet, geht auf den Kaiser Friedrich II. (Staufer), König von Sizilien, zurück. Er führte der Legende nach das Siedlungsgebiet von 99 Dörfern zu einer Stadt zusammen, als Bollwerk gegen die Macht des Papstes.
Mittelalterliche und Renaissance-Gebäude prägen das Stadtbild, das allerdings unter dem Erdbeben 2009 stark gelitten hat. Kirchen und Paläste locken Liebhaber der italienischen Architektur in die Stadt. Die nahe gelegenen Berge sind ein beliebtes Skigebiet für Wintersportler aus Rom.

Ein zerstörtes Verwaltungsgebäude

Ein zerstörtes Verwaltungsgebäude

Das Erdbeben von L’Aquila

Die Hauptstadt der Provinz L’Aquila ist L’Aquila. Die Stadt erlangte 2009 traurige Berühmtheit, als ein Erdbeben am 6. April weite Teile der Stadt zerstörte. Das Epizentrum des Erdbebens lag nahe der Stadt und viele historische Gebäude fielen ihm zum Opfer. Die Region wird immer wieder von Erdbeben heimgesucht, doch selten habe sie eine so große Zerstörung gebracht wie das Erdbeben von 2009. 308 Menschen starben, etwa 65.000 wurden obdachlos. Dass so viele Gebäude einstürzten, könnte nach Aussage von Feuerwehrleuten auch an der schlechten Bausubstanz gelegen haben. Obwohl viele Staaten Italien Hilfe beim Wiederaufbau anboten, lehnte Berlusconi jegliche Hilfe – mit Ausnahme der USA – ab mit dem Verweis auf den Stolz des italienischen Volkes.

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