L’Azienda Ranise Olivenöl

Ligurien, unsere Erzeuger

Zu Besuch auf L’Azienda Ranise

Roberto Ranise

Roberto Ranise

 

Weiter im schönen Ligurien. Heute haben wir uns die Azienda Ranise angeschaut. Sie liegt vor dem winzigen Ort Lecchiore mit nur 200 Einwohnern. Wir sind von Dolcedo, einem auch schon kleinen Ort mit 1300 Einwohnern, über Bellissimi Richtung Lecchiore gefahren. Das Tal hat sehr hohe Berge zu den Seiten und Höhenunterschiede von 50 m bis 1100 m. Durch Dolcedo fließt der Prino und wir mussten zahlreiche Brücken auf unserem Weg überqueren .

Terrassenmauern, teilweise noch die aus dem 16. Jahrhundert

Terrassenmauern, teilweise noch die aus dem 16. Jahrhundert

Als wir ankamen, hat uns Roberto Ranise (eigentlich sogar Dr. Roberto Ranise) gleich eingeladen, einen Spaziergang durch den Olivenhain zu machen. Er führt mit seinem Bruder Claudio das Unternehmen.

Er erklärte uns, dass die Mauern der Terrassen am Berg von Benediktinermönchen im 16. Jahrhundert gebaut wurden. Die Brüder wollten damit das Land urbar machen. Die Steine nahmen sie direkt von den Felsen. Man sagt, dass die Zahl der Steine an Terrassen in Ligurien die der Chinesischen Mauer übersteigt. Ob das stimmt? Ich werde jedenfalls nicht nachzählen.

Das Gästehaus der Azienda.

Das Gästehaus der Azienda.

Die Ernte war gerade im Gange und über die gesamte Fläche des Berges waren unter den Bäumen Netze ausgespannt. Da das Gelände so unwegsam ist, ist es nicht möglich, mit Traktoren oder ähnlichem zu arbeiten. Daher wartet man, dass die reifen Oliven von den Bäumen fallen und ins Tal kullern. Früher, erzählte uns Roberto, bevor die Netze eingeführt worden waren (vor 1950), kamen jeden Winter Frauen aus dem Süden des Piemont nach Ligurien, um die Oliven von Hand zu pflücken. Sie hatten in ihren Heimatdörfern im Winter keine Arbeit. Teilweise ließ man die Oliven auch einfach auf den Boden fallen. Deshalb war damals die Qualität des Olivenöls noch nicht so gut wie heute, weil die Oliven durch das Fallen Druckstellen erhielten und Bitterstoffe entwickelten. Zum Teil lagen sie auch lange auf dem Boden und zogen Ungeziefer an.

Maria füllt Kräuter in die Fläschchen, in die später das Öl kommt.

Maria füllt Kräuter in die Fläschchen, in die später das Öl kommt.

Schon die Benediktiner bauten die Olivensorte Taggiasca an, die nach dem Ort Taggia benannt ist. Da der Geschmack der Oliven sich verändert, je nachdem, ob die Olivenbäume näher am Meer oder mehr in den Bergen wachsen (süßer am Meer, bitterer in den Bergen), verwendet Ranise nur Oliven von Bäumen, die zwischen 300 und 600 m Höhe wachsen. zu der Azienda selbst gehören etwa 1000 Bäume, aber sie haben noch 1000 mehr von Landbesitzern gepachtet. Ihre Ölmühle steht in Dolcedo.

Langsam gingen wir wieder bergab auf das Gästehaus der Azienda zu. Es liegt recht abgeschieden in den Bergen, ist aber auch nicht weit vom Meer entfernt und somit eine ideale Unterkunft. Dann nahm uns Roberto mit in die Produktionsanlage.

die verschiedenen Kräuteröle

die verschiedenen Kräuteröle

Das extra native Olivenöl wird als solches in Flaschen verkauft, aber Ranise stellt auch aromatisierte Öle her. Die Frauen des Betriebes binden die Etiketten in Handarbeit an die Gläser. Und Maria, die für die Kräuteröle verantwortlich ist, füllt die Kräuter von Hand in die Fläschchen, wo sie dann mit Öl übergossen werden.

Zu dem Gästehaus gehört auch ein kleiner Laden, in dem die Produkte der Azienda an die Gäste verkauft werden. So hat man zu Hause die Möglichkeit, eine Flasche Öl zu öffnen und sich an den Duft und den Geschmack des Urlaubs zu erinnern.

der kleine Laden, der zum Gästehaus gehört

der kleine Laden, der zum Gästehaus gehört

Ich habe für die Firmenküche gleich zwei Flaschen mitgenommen: Thymian- und Zitronenöl.

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