La Scala in Mailand

Lombardei

Am heutigen 7. Dezember wird die Opernsaison an der Mailänder Scala eröffnet. Darum widme ich heute diesen Blogbeitrag diesem weltberühmten Opernhaus.

Die Geschichte der Scala in Mailand

Traditionell wird die Saison an der Scala am 7. Dezember eröffnet, denn dieser Tag gehört dem Heiligen Ambrosius, dem Stadtpatron Mailands. Seinen Namen hat das Opernhaus von dem Platz erhalten, an dem es zu finden ist, dem Piazza della Scala, der wiederum nach einer Kirche benannt ist, die den Namen ihrer Stifterin Regina della Scala trug. Die Kirche hatte Maria Theresia von Österreich abreißen lassen, um Platz für das neue Opernhaus zu schaffen, nachdem das alte Theater abgebrannt war. Am 3. August 1778 wurde die Scala eröffnet. Im 19. Jahrhundert diente das Foyer auch als Casino und für das Abschließen jeder Art von Wetten, was durchaus den Kunstgenuss negativ beeinflusste.

Die Scala in Mailand

Die Scala in Mailand

Der Bau der Scala

In nur 23 Monaten wurde die Scala nach Plänen des Architekten Giuseppe Piermarini im klassizistischen Stil erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde es 1943 vollständig zerstört, aber anschließend sehr schnell wieder aufgebaut und am 11. Mai 1946 wieder eröffnet. Durch die Eile kam es zu Fehlern, u.a. war unter dem Orchestergraben Bauschutt abgelagert worden, was die Akustik beeinträchtigte. Nach vielen Protesten von Opernliebhabern und Musikschaffenden wurde die Scala fast komplett eingerissen, so dass nur noch das Foyer, der Zuschauerraum und die Außenmauern erhalten blieben. Zwischen den Jahren 2001 und 2004 wurde die Scala geschlossen, um dringend nötige Verbesserungen an Akustik und Bühnentechnik vorzunehmen. Zur Wiedereröffnung wurde die gleiche Oper aufgeführt wie zur Neueröffnung, L’Europa riconosciuta.

Berühmte Persönlichkeiten an der Scala

Die Scala ist ein Theater, an dem Uraufführungen weltbekannter Komponisten aufgeführt werden, darunter bei der Eröffnung Antonio Salieri, der Widersacher Mozarts, Gioachino Rossini, Vincenzo Bellini (z.B. Norma, nach der sogar ein Nudelgericht benannt wurde), der weniger bekannte Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi (z.B. Nabucco), Giacomo Puccini, Carl Orff und viele andere. Selbstverständlich haben viele namhafte Dirigenten an der Scala gewirkt: Herbert von Karajan, Claudio und Roberto Abbado, Daniel Barenboim und – was mich als Wahlleipziger besonders stolz macht – Riccardo Chailly.

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