Pantelleria – die italienische Kaperninsel

Sizilien

Die Insel Pantelleria

Die großen Italienischen Inseln Sizilien und Sardinien kennt jeder – aber haben Sie schon einmal von Pantelleria gehört? Das Eiland mit etwa 7600 Einwohnern (davon 3000 Arbeitsmigranten aus Rumänien) liegt 100 km südwestlich von Sizilien und nur 70 km nordöstlich von Tunesien. Aufgrund dieser Lage war sie vielen Eroberungen ausgesetzt. So auch durch die Araber, die ihren den Namen Bint al-aryÄḥ gaben, aus dem sich der heutige Name Pantelleria ableitet und der die poetische Bedeutung „Tochter der Winde“ hat. Verwaltungstechnisch gehört Pantelleria zur Provinz Trapani. Von dort aus fährt zweimal täglich auch eine Fähre. Auch mit dem Flugzeug kann man von Trapani oder Palermo auf die Insel gelangen.

kapern pantelleria

Kapern aus Pantelleria

Kapern und Wein von Pantelleria

Seit jeher werden auf Pantelleria Kapern angebaut. Da die Insel vulkanischen Ursprungs ist, ist der Boden sehr fruchtbar. Und im subtropischen Klima fühlen sich die schmackhaften Kullern besonders wohl. Die Feldarbeit haben inzwischen fast ausschließlich Rumänen übernommen, denn die wenigen jungen Italiener verlassen die Insel für eine Ausbildung und kehren so gut wie nie zu einem Leben in der Landwirtschaft zurück.
Auch Wein wird auf Pantelleria kultiviert. Berühmt ist der Dessertwein Passito, der auf der Insel gekeltert wird und der den Strohweinen zugeordnet werden kann. Die Panteschi (so nennen sich die Eingeborenen der Insel) sind froh, dass sie mit den Rumänen jemanden gefunden haben, der ihnen hilft, ihre traditionellen Produkte anzubauen und in den Handel zu bringen.

dammuso auf pantelleria

Dammuso auf Pantelleria

Sehenswürdigkeiten auf Pantelleria

Die vulkanische Aktivität auf bzw. unter Pantelleria ist noch nicht abgeschlossen. Dank dieses Umstands gibt es heiße Quellen. Das bekannteste Ergebnis der vulkanischen Aktivität ist der See Specchio di Venere (=Venusspiegel), ein ungefähr herzförmiger See, der erst vor 16.000 Jahren entstanden ist. Außerdem gibt es eine Stadt und Akropolis, wo seit 2000 ein deutsch-italienisches Archäologenteam Ausgrabungen durchführt und die besichtigt werden können. Mit dem Boot kann man die Meeresgrotte Grotta della Storto besichtigen. Interessant sind auch die frühen Gebäude, genannt Dammuso, die etwa seit dem 10. Jahrhundert in Trockenbauweise auf der Insel und auf Sizilien errichtet wurden.

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