Sizilien – die Vulkaninsel im Süden Italiens

Sizilien

Sizilien – die Sonneninsel im Süden

Sizilien ist die südlichste Region Italiens. Als Fußball liegt sie vor der Stiefelspitze im Mittelmeer. Diese exponierte Position der größten Mittelmeerinsel brachte eine wechselvolle Geschichte mit sich, die viele Kulturen kommen und gehen sah. Alle haben ihre Spuren in Architektur, Landwirtschaft und Küche hinterlassen. Der Vulkanboden der Insel ist besonders fruchtbar, so dass die Landwirtschaft sprichwörtlich stetig blühte. Olivenhaine, Apfelsinenbäume und Weinberge prägen das Bild. Die Sonneninsel Sizilien lockt auch immer mehr Urlauber an, so dass der Dienstleistungssektor inzwischen die meiste Bedeutung für die Wirtschaft hat.

Cassata mit Mandeln

Cassata mit Mandeln

Kurzer Abriss der sizilianischen Geschichte

Vor 3000 Jahren siedelten drei Völker auf der Insel Sizilien: Sikaner, Sikuler und den Elymer.200 Jahre später eroberten Phöniker, Griechen und Karthager das fruchtbare Land und siedelten vor allem an der Küste. Damals gehörte Sizilien zu Griechenland und die Hauptstadt war Syrakus. Viele griechische Tempel erinnern noch heute an die griechische Periode.

Während des 1. Punischen Krieges gelangte Sizilien unter römische Herrschaft und wurde der wichtigste Getreidelieferant für die Hauptstadt Rom. Das Lateinische gewann auf der griechischsprachigen Insel immer mehr Sprecher. Nach den Römern herrschten Vandalen und Ostgoten über Sizilien, bevor die Insel dann zum Byzantinischen Reich gehörte. Für den Handel spielte Sizilien als Handelsplatz eine bedeutende Rolle.

Im 9. Jahrhundert kamen dann die Araber und eroberten die Insel und blieben für 250 Jahre. Ihre neuen Bewässerungssysteme revolutionierten die sizilianische Landwirtschaft. Zu dieser Zeit wurde Palermo die Hauptstadt der Insel, die es heute auch noch ist. Nach den Arabern kamen die Normannen nach Sizilien und die Insel wurde zu einem Königreich.

Nach den Normannen fiel Sizilien unter die Herrschaft Aragons, Spaniens, Savoyens und Österreichs. Seit 1861 gehörte Sizilien dann zum Königreich Italien, auch wenn immer wieder Sizilianer für die Unabhängigkeit kämpften.

Cannolo di Ricotta

Cannolo di Ricotta

Die Küche Siziliens

Durch die vielen kulturellen Einflüsse ist die Küche Siziliens sehr vielseitig. Als Antipasti oder Zwischenmahlzeit sind Arancini beliebt (gefüllte Reisbällchen). Unter den sizilianischen Pastagerichten sind Pasta con le sarde (mit Sardinen) und Pasta alla Norma zu nennen. Letzteres Gericht wird mit Auberginen zubereitet und ist nach der Oper von Bellini benannt. In den Küstenregionen, in denen traditionell Fischfang betrieben wird, gibt es eine Vielzahl an Fischgerichten, z.B. Sarde a beccafico. Die überall gedeihenden Orangen werden zu Orangensalat verarbeitet, der zu Fisch- und Fleischgerichten gereicht wird.

Bunte Marzipanfrüchte

Bunte Marzipanfrüchte

Auch für Süßes ist die Insel sehr bekannt. Die Orangen bilden dabei eine Grundlage. Aber auch Mandeln werden vielfältig verarbeitet, z.B. zu Marzipanfrüchten, wie sie auf dem Bild zu sehen sind. Für Cassata mit Mandeln (das Bild oben) werden die schmackhaft knackigen Früchte ebenfalls verwendet. Eine weitere Spezialität sind Cannoli, gefüllte Teigrollen mit einer süßen Ricotta-Füllung. Für Leckermäuler ist Sizilien also ein Mekka.

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