Chianti – ein italienischer Wein

Toskana, Wein

Chianti – der Wein der Toskana

Ein Chianti Classico aus unserem Sortiment.

Chianti Classico.

Chianti und Toskana, das sind zwei Begriffe, die untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn man Chianti als den Landstrich versteht, ist das kein Wunder, denn er liegt nun einmal in der Toskana. Der  Wein ist nach dem Landstrich benannt, wie man es auch von anderen Weinen wie Burgunder oder Rioja kennt. Dass Chianti allerdings lange Zeit für italienischen Wein schlechthin stand, liegt wohl an den zahlreichen Besuchern der Toskana, die den Rotwein in der warmen Sonne Italiens genossen und ihre Begeisterung dafür mit nach Hause nahmen und davon erzählten. Zum Teil ist es wahrscheinlich auch mit der strohumflochtenen Flasche namens fiasco (siehe unten) zu begründen, in der der Chianti als Souvenir und als Exportgut in die Welt ging.

Die Toskana wie aus dem Bilderbuch

Die Toskana wie aus dem Bilderbuch

Fiasco – die klassische Chianti-Flasche

Ein weiterer Chianti Classico.

Chianti Classico.

Aus heutiger Sicht könnte man denken, dass der Handel mit Chianti in der fiasco-Flasche ein cleverer Marketing-Schachzug war. Immerhin brachte diese Form eine Unverwechselbarkeit des Chianti mit sich, die ihres gleichen sucht. Aber es war ganz anders: Ursprünglich wurde Chianti in Tonkrügen gelagert. Im Spätmittelalter mit dem vermehrten Aufkommen von empfindlichem Glas fand er eine neue Transportmöglichkeit. Um das Glas aber vor dem Zerbrechen auf den Handelswegen zu schützen, wurden Lagen von Sumpfkraut um die Flaschen gewickelt. Findige Geschäftsleute erkannten bald, dass diese neuartige und einzigartige Flasche gewinnbringend eingesetzt werden konnte, um minderwertige Weine loszuwerden. Daher wurde sowohl die Menge als auch der Inhalt in einem fiasco gesetzlich festgelegt. Seitdem hat sich der Ruf des Chiantis wieder erholt.

Die Anbaugebiete des Chianti

Chianti Riserva

Chianti Riserva

Das Anbaugebiet des Chianti gliedert sich in sechs Zonen, in denen die Rebsorten Sangiovese, Canaiolo und Cabernet Sauvignon kultiviert werden. Ausschlaggebend für die Grenzen dieser Gebiete sind aber nicht Bodenbeschaffenheit oder andere Terroir-Eigenschaften, sondern willkürlich an Gemeindegrenzen orientierte Linien. Wein aus dem eigentlichen Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena wird mit Chianti classico benannt. Wenn er mindestens zwei Jahre in Eichenfässern gereift ist, darf er sich außerdem mit dem Beinamen Riserva schmücken. Chianti Colli Fiorentini-Weine werden meist jung getrunken. Die Zone Chianti Colli Senesi DOCG liegt am südlichsten von allen. Östlich von Florenz liegt die kleinflächige Zone Chianti Rufina DOCG, deren Wein weniger streng als der Classico schmeckt. Der einfachste Chianti heißt auch einfach nur Chianti DOCG. Er stammt entweder von außerhalb der oben genannten Zonen oder erfüllt deren Kriterien anderweitig nicht.

Reife Trauben

Reife Trauben

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