Val d’Orcia

Toskana

Val d’Orcia in der Toskana

Selbst wenn Ihnen der Name Val d’Orcia (Orcia-Tal) so gar nichts sagt, sobald Sie ein Bild sehen, erkennen Sie es sofort und können die Landschaft sehr wahrscheinlich sogar der Region Toskana zuordnen. Denn das Val d’Orcia mit seinen sanften grünen Hügeln mit den Villen und Zypressen ist eines der häufigsten Postkartenmotive Italiens und hat daher einen hohen Wiedererkennungswert. Schon in der Renaissance war es ein beliebtes Bildmotiv, damals selbstverständlich noch für Maler. Benannt ist es nach dem Fluss Orcia, der sich durch das Tal schlängelt. Andere Flüsse, die zur Fruchtbarkeit des Gebietes beitragen, sind der Asso, Formone, Vellora und Vivo.

val d'Orcia

Villa im Val d’Orcia

Landschaft und Architektur im Val d’Orcia

In der Renaissance entdeckten die Reichen aus Siena das Tal und übernahmen nach und nach die Kontrolle. Vorher war es die Familie Aldobrandeschi gewesen, die große Teile des Val d’Orcia beherrscht hatte. Mit den Städtern kam in der Renaissance das Ideal einer guten Herrschaft ins Tal, was sich besonders in der geplanten Stadt Pienza widerspiegelt. Nicht nur die Ortschaften wurden im 14. und 15. Jahrhundert umgestaltet, auch die Landschaft sollte diesem Ideal und einem ästhetischen Ideal entsprechen. Dass die Landschaft heute ein so oft fotografiertes Motiv geworden ist, beweist wohl, dass die zumindest mit dem ästhetischen Anliegen erfolgreich waren. Im Jahr 2004 wurde das Val d’Orcia in die Liste der Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen, um seine Einzigartigkeit zu bewahren.

Weinberge im Val d'Orcia

Weinberge im Val d’Orcia

Wein aus dem Val d’Orcia

Das Landschaftsbild wird geprägt von sanften Hügeln (den Ausläufern des Monte Amiata), die mit Zypressen und Wein bewachsen sind. Der berühmteste und angesehenste Wein aus dem Tal ist der Brunello di Montalcino aus der Ortschaft Montalcino. Zwischen den Anbaugebieten des Brunello di Montalcino und des Vino Nobile di Montepulciano liegt das weniger bekannte Gebiet Orcia DOC. Hier werden Sangiovese, Trebbiano und regionale Rebsorten wie Abrusco und Canaiolo nero kultiviert. Sie profitieren vom Monte Amiata, der ihnen mit seiner Höhe von 1740 m einen natürlichen Schutz vor den Winden aus dem Osten bietet.

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