Zu Besuch in Soave

Trattorias, Osterias und Ristorantes, Venetien

Nachdem wir einmal längs durch Deutschland gefahren sind, ist es ein schönes Gefühl, nach einem Espresso-Stop in Innsbruck den Brenner hochzufahren und die atemberaubende Bergwelt zu genießen.
Wir sind bei 10° in Leipzig am Morgen gestartet und als wir am Abend in Soave (bei Verona) angekommen sind, herrschten dort angenehme 29°C.

Soave ist eine berühmte Weinstadt. Nur wenige tausend Einwohner leben in dem Städtchen, das zuerst 934 schriftlich erwähnt wurde. Der Name Soave leitet sich vielleicht vom Stammesnamen der germanischen Sueben ab. Ringsum alles wunderbar grün und von Weinbergen umgeben.

Skaligerburg

Skaligerburg

Die malerische Kleinstadt hat uns sofort in Ihren Bann gezogen.
Die komplett erhaltene, 1379 erbaute Stadtmauer mit 24 Türmen zieht sich durch die Stadt und einen Hügel hinauf. Dort steht die mittelalterliche Skaligerburg. Von hier oben hat man in der Abendsonne eine sensationelle Aussicht, die wir bei einem obligatorischen Eis genießen.

Als wir beim Wiederabstieg in der Stadt an einem idyllischen Plätzchen mit entspannter Musik und toller Aussicht über die Stadt vorbeikommen, mischen wir uns beim Aperitivo unter die Leute und genießen einen eiskalten Aperol Spizz. Gesualdo findet heraus wo man in Soave am besten einheimische Spezialitäten essen kann.

Kurz darauf machen wir uns auf den Weg an der alten Stadtmauer entlang – auf der Suche nach dem Restaurant La Rocca, einem Geheimtipp von Corrado, einem Barkeeper.
Dort angekommen, ergattern wir glücklicherweise die letzten beiden Plätze – man muss wissen, dass Sonntag abends immer die Familien essen gehen.

beim Essen in Soave

beim Essen in Soave

Zu Trinken gibt es in Soave – wie könnte es anders sein – natürlich den Hauswein – Suavia Monte Carbonare Soave Classico DOC.
Diesen 3 Gläser Gambero Rosso Wein vor Ort genießen zu dürfen, ist eine echte Wucht. Mit angenehmer Säure tänzelt er überaus wohlschmeckend mit Aromen von Holunderblüten, Kräutern und mit mineralischen Anklängen auf der Zunge, bevor ein kräftiger Körper sich zu Wort meldet und das lange unvergesslich bleibende Finale ankündigt.

Es gibt nur wenige Sorten frische hausgemachte Pasta zur Auswahl, diese aber mit ca. 100! Saucenkombinationen. Aldo entschließt sich für Bigoli mit Crema di Carciofi und ich nehme ebenfalls die frische hausgemachte Eierpasta Bigoli mit Sugo di Cinghiale (Wildschweinsauce). Was für ein Genuss. Obwohl wir eigentlich schon satt waren, haben wir uns nach diesem Primi (ersten Gang) Noch eine weitere lokale Spezialität, Pizza mit Scelto di Bresaola, gegönnt – lecker.

Auf dem Heimweg zum Hotel sind wir noch durch die Stadt geschlendert und haben der einheimischen Fußballmannschaft bei ihren Ballkünsten zugeschaut.
Das Spiel fand mitten im Ort bei Flutlicht und mit vielen Fans statt.
Aldo erzählte mir, dass hier den ganzen Sommer in jeder Gemeinde die Mannschaften der kleinen Dörfer Turniere gegeneinander spielen auf diesen Kleinplätzen, welche etwa das Abmaß eines Viertel eines echten Platzes hatte.

Bonna notte und schöne Grüße aus Soave, was definitiv eine Reise wert ist.

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