Antipasti

Beiträge zu den leckeren Vorspeisen, die gern zu Zwischendurch-Speisen werden.

Sagra del Carciofo in Uri

Was ist die Sagra del Carciofo?

Am 12. und 13. März diesen Jahres findet in Uri in Sardinien die alljährliche Sagra del Carciofo statt. Das ist ein Fest zu Ehren der Artischocke, das in der Gemeinde seit 1990 begangen wird. Mit Verkostungen, Führungen durch den Ort und im Brotmuseum, Ausstellungen und natürlich Musik und anderen Straßenkünsten wird das Fest begangen. So soll die Beliebtheit dieses außergewöhnlichen Gemüses gefördert werden.

In diesem Jahr gibt es einen besonderen Grund zu feiern, denn die Sorte Artischocke Spinoso Sardo hat von der EU den DOP-Status verliehen bekommen.

Artischocken

Artischocken

Was ist so besonders an Artischocken?

Die Artischocke (lat. cynara cardunculus) gehört zu den distelartigen Pflanzen und blüht ähnlich wie die wildwachsende Distel lila. Man erntet die knospigen Blütenstände, die bei der Kulturpflanze größer sind als bei der Urform. Die Verbreitung im südlichen Europa verdanken wir den Arabern, von denen die Italiener und Spanier auch die Bezeichnung für die Pflanze übernommen haben (arab. al-haršuf, spanisch alcachofa und italienisch carciofo).

Bei den größeren Artischockensorten sind nur die unteren, fleischigen Teile der Schuppenblätter und die Blütenböden zum Verzehr geeignet. Es gibt kleinere Sorten, die früher geerntet werden, welche im Ganzen gegessen werden können. Dazu gehören jene auf der Insel Vignole bei Venedig angebauten und die römische Artischocke (carciofo romano).

Der in den Artischocken enthaltene Bitterstoff Cynarin regt die Verdauung an. Daher wird in Padua ein Aperitif namens Cynar aus Artischocken und Kräutern hergestellt.

Wenn Sie Appetit bekommen haben: In unserem Sortiment finden Sie eingelegte Artischocken und mit Artischocken gefüllte Pasta.

Fagolosi und Grissini

Was sind Fagolosi?

Fagolosi classico

Fagolosi classico


Fagolosi sind – ähnlich wie Grissini – Gebäckstangen aus einem Teig aus weißem Mehl und Hartweizengrieß und Hefe. Sie werden als Antipasti gereicht und man kann sie sehr gut zu Suppen und Salaten knuspern. Die Tradition der Brotstangen stammt aus dem 14. Jahrhundert aus Turin. Die ursprünglichen grissini torinese sind aber dicker als die heute im Handel erhältlichen und ähneln daher er Fagolosi. Beim ursprünglichen Rezept werden die Brotstangen gedreht und sind länger. Umwickelt mit edlen Schinken-Spezialitäten sind sie beliebte Antipasti.

Leckere Fagolosi-Varianten

Fagolosi Rosmarino

Fagolosi Rosmarino

Dem Grundrezept, aus denen die Fagolosi-Varianten zubereitet werden, kann sehr variantenreich verändert werden. Durch Zugabe von Kräutern in den Teig, wie z.B. Rosmarin erhalten die Fagolosi eine aromatische Note. Man kann die Gebäckstangen aber auch vor dem Backen in verschiedenen Zutaten wälzen, die dann haften bleiben. So erhält man knusprige Sesam- oder Kümmelstangen. Probieren Sie doch auch einmal grobes Salz und erhalten so eine italienische Salz-Stange. Auf einem Buffet sieht ein Fächer aus den verschiedenen Varianten besonders appetitanregend aus. Überraschen Sie Ihre Gäste damit und jeder wird Fagolosi nach seinem Geschmack finden.

Antipasti aus dem Piemont

Antipasti aus dem Piemont – viel mehr als nur eine Vorspeise

Morgenstimmung im Piemont

Morgenstimmung im Piemont

Zwar stimmt es, dass das italienische Wort Antipasti zu deutsch „Vorspeise“ bedeutet, aber mit dieser schnöden Übersetzung ist noch nichts über die reichhaltige Kultur der italienischen Häppchen gesagt. In ihrem schier unglaublichen Variantenreichtum ist es durchaus möglich, dass es mehrere tausend Antipasti gibt, wie man immer mal wieder hört. Je nach italienischer Region gibt es durchaus Unterschiede in der Antipasti-Tradition. Allein schon wegen der vielen unterschiedlichen Olivensorten, zu denen z.B. grüne Riesenoliven gehören, bieten eine große Abwechslung Olivenschälchen. Sehr köstlich sind auch in Salzlake eingelegte Oliven – egal ob grün oder schwarz.

Auch Bruschette sind Antipasti

Weinberge im Piemont

Weinberge im Piemont

Bruschetta, eigentlich nichts Anderes als geröstetes Ciabatta-Brot, das mit Knoblauch eingerieben wurde, gehört ebenfalls zu den variantenreichen Vertretern der Antipasti, nicht nur aus dem Piemont. Das geröstete Brot lässt sich mit mancherlei Leckereien belegen – Gemüse, Käse, Prosciutto… Basis ist aber oft eine Tomatenzubereitung, weshalb sich der Name Bruschetta auch für diese eingebürgert hat. Es gibt sie einfach aus sonnengereiften Tomaten oder schon verfeinert mit köstlichen Oliven. Darauf können Sie gegrillte Zucchinischeiben legen oder milden Parmaschinken oder die Bruschette mit Käse bestreuen und noch einmal kurz erhitzen, damit der Käse zerläuft. Da kann man der Fantasie freien Lauf lassen. Lassen Sie sich von unserem Angebot an Antipasti inspirieren und lesen Sie hier das Rezept für Bruschetta.

Antipasti Spezialitäten von Ursini in Abruzzen

Antipasti Spezialitäten

extra vergine Olivenöl

Heute möchte ich einmal über einen Hersteller von köstlichen Antipasti berichten. Die Rede ist von Ursini, die in Abruzzen ihren Sitz haben. Von der einheimischen Bevölkerung wird die Familie Ursini mit dem Dialektwort “Putì” bezeichnet, was eine Auszeichnung ist, denn es bedeutet, dass sie einen grünen Daumen haben. Diese Wertschätzung hat sich Familie Ursini in Generationen verdient, in denen sie von den Olivenbauern als geschätzte Ratgeber zum Olivenanbau zu Rate gezogen wurden. Das Ansehen der Familie Ursini hält bis heute an. So wurde Giuseppe Ursini 2004 zum Botschafter der Abruzzen ernannt. Auch die besten Küchenchefs in Abruzzen verlassen sich auf die Qualität seines extra nativen Olivenöls: Niko Romito vom “Ristorante Reale” in Rovisondoli, wo der Schwerpunkt auf der Küche von L’Aquila liegt, Giovanni Marrone vom Restaurant “Taverna 58″ in Pescara und der typischen Küche von Pescara, Carlo De Sanctis vom Restaurant “l’Angolino”, das typisch für die Küche von Chieti als Schwerpunkt der Speisekarte Meeresfrüchte anbietet und zu guter Letzt Andrea Beccaceci vom Restaurant “Beccaceci” in Giulianova (Teramo), wo vor allem Fisch aus der Adria als Spezialität gilt.

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Pestati von Ursini

Neben bestem Olivenöl werden bei Ursini aber auch Pestati (Singular Pestato) und Manicaretti (Singular Manicaretto) hergestellt. Pestati sind Cremes aus zerstoßenen Zutaten. Der Name ist verwandt mit „Pesto“. Alle Zutaten wie Kürbis, Paprika, Käse oder Fisch werden frisch verarbeitet, d.h. sie waren vorher weder in Salz eingelegt, noch gefroren, noch eingekocht. Das macht viele Produkte nur saisonal erhältlich, zeigt aber das hohe Bewusstsein für Qualität bei Ursini. Pestati kann man z. B. hervorragend auf warmem Bruschetta genießen. Alle Produkte von Ursini sind Fertigprodukte. Das klingt negativ, weil man an Tütensuppen oder ähnliches denkt, aber der Sinn ist eigentlich eher, dass man das Glas aufschraubt und keinerlei Öl oder Salz oder sonstiges zufügen muss. Der Genuss kann sofort beginnen. Dabei enthalten die Pestati keinerlei Konservierungsstoffe, da die Zutaten durch das soffritto-Verfahren nur noch sehr wenig Wasser enthalten, was Konservierungsstoffe unnötig macht.

Ebenso wie für die Pestati wird für die Manicaretti nur Olivenöl extra vergine verwendet. Dabei beschränkt sich Ursini auf ein fruchtiges und weniger süßes Öl, um den Eigengeschmack der Gemüse wie Oliven, Auberginen, Artischocken oder Karotten nicht zu überdecken, sondern ihn im Gegenteil noch hervorzuheben. Die Manicaretti von Ursini veredeln jedes Antipasti-Buffet und jeden Vorspeisenteller. Der reine Geschmack der Gemüse macht Lust auf mehr.

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Manicaretti: Gartengemüse

Die Rezepte für die Manicaretti sind schon sehr alt, denn Giuseppe Ursini arbeitete früher in einem Restaurant. Seine früheren Küchenchefs arbeiten immer noch für ihn und kreieren ab und an auch neue Rezepte für ihn. Schon oft wurde versucht, die Ursini-Rezepte zu kopieren, aber Fälscher vergessen leicht, dass nicht nur das Wissen um die Art der Zutaten ein Qualitätsprodukt ausmacht, sondern auch die Auswahl und Frische, die besondere Verarbeitung und die Leidenschaft für das Produkt. Besonders schön finde ich, dass das Design der Schraubgläser von Ursini die Qualität des Inhalts wiederspiegelt.

Aperitivo

Etwas, was in Deutschland nicht ganz so Brauch ist, ist das so genannte Aperitivo.

typische Antipasti zum Aperitivo

typische Antipasti zum Aperitivo

Wie die meisten kulturellen Eigenheiten oder Bräuche lässt es sich nicht übersetzen. Als Aperitivo wird in Italien ein „genussvoller Feierabend unter Zusichnahmen von kleinen Speisen“ bezeichnet. Das kann zum Beispiel heißen, dass man mit den Arbeitskollegen nach Arbeitsschluss noch irgendwo hingeht oder auch mit Freunden vor dem Theater- oder Kinobesuch noch eine Kleinigkeit isst. Man geht in ein Caffè oder eine Bar und nimmt verschiedene Antipasti und Getränke mit oder ohne Alkohol zu sich.

Bei den Antipasti sind tartine (tartina im Singular) oder Bruschetta mit Aufstrich in Form von verschiedenen Cremes bzw. Pestati typisch: Pestato mit Käse, Creme aus Hühnerleber, Artischockenpaste – je nach Geschmack und Geldbeutel.. Selbstverständlich dürfen auch solche selbst in Deutschland als klassisch geltende Antipasti wie eingelegte Oliven und gefüllte Peperoni nicht fehlen. Süßes isst man kaum. An warmen Speisen sind Pizza mignone, verschiedenartig gefüllte Mini-Calzone sehr beliebt.

Getrunken werden alkoholfreie Getränke wie die beliebten Kult-Limonaden von SanPellegrino: San Bitter, Chino, Gingerino, Aranciata und so weiter. Wer es lieber mit Alkohol mag, trinkt je nach Geschmack einen guten Rot- oder Weißwein, Amaro Lucano (ein Kaffeelikör), den Sambuca Molinari, Campari oder Cynari, einen Likör mit Artischocken. Zu besonderen Gelegenheiten ist selbstverständlich auch Prosecco beliebt.

Eine perfekte Art, einen anstrengenden Arbeitstag entspannt ausklingen zu lassen.