Gebäck

Panforte – Weihnachtskuchen aus Siena

Panforte – Tradition aus Siena

Haben Sie schon einmal Panforte probiert? Panforte ist eine Weihnachtsspezialität aus Siena. Inzwischen wird es allerdings das ganze Jahr über angeboten, denn man kann der süßen Leckerei nur schwer widerstehen. Es ist ein wenig mit Lebkuchen/ Pfefferkuchen oder der englischen Tradition des Fruit Bread verwandt. In Siena gibt es die Tradition, dass das Panforte aus 17 Zutaten bestehen muss, ebenso viele Zutaten wie die Stadt contrade (=Stadtbezirke) hat.
Zumindest Nüsse, getrocknete Früchte, Zucker und zahlreiche Gewürze sollten jedenfalls enthalten sein.

Weihnachtsliches Panforte

Weihnachtsliches Panforte

Panforte – Pfefferkuchen aus Siena

Die Tradition des Panforte lässt sich bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen. Aus dem Jahr 1205 gibt es nämlich Dokumente, in denen nachzulesen ist, dass Panforte als Steuer an Mönche und Kloster eines Klosters nahe Siena bezahlt wurde. Allerdings hieß es damals wohl noch nicht panforte, sondern panpepato. Das bedeutet gepfeffertes Brot und bezieht sich auf die vielen Gewürze, die für die Zubereitung verwendet werden. Die Verwandtschaft zum deutschen Lebkuchen lässt sich also zumindest dem Namen nach kaum verleugnen.

Zubereitung von Panforte

Die Zubereitung von Panforte ist ziemlich einfach: Zucker wird in Honig und verschiedenen (getrockneten) Früchten und Nüssen aufgelöst. Die Gewürze werden mit etwas Mehl vermischt und die Mischung in einer flachen Form gebacken. Da der Teig keinerlei Triebmittel enthält, geht er auch nicht auf.
Das Panforte wird auf eine großen Oblate geklebt und mit Puderzucker bestäubt.
Man isst Panforte in Tortenstücken mit Vin Santo oder Kaffee.

In unserem Shop finden Sie einige Panforte-Variationen, von denen Sie unbedingt einmal einige probieren sollten!

Wir wünschen einen schönen 1. Advent!

Ricciarelli – Süßes Weihnachtsgebäck aus der Toskana

Toskanisches Weihnachtsgebäck Ricciarelli

Die Adventszeit steht vor der Tür und damit hat man endlich wieder eine Entschuldigung, sich mit allerlei süßen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Eine der wichtigsten weihnachtlichen Zutaten sind Mandeln. Kein Pfefferkuchenhaus ist vollständig ohne sie, einige Stollenrezepte enthalten Mandeln und auch in einigen Rezepten für die in Deutschland so beliebten Vanillekipferl. Mandeln sind auch eine wesentliche Zutat in den Ricciarelli di Siena . Die Zubereitung kann stark erleichtert werden, wenn man bereits geschälte Mandeln kauft. Aber letztendlich ist der Prozess des Backens der traditionellen Weihnachtskekse ein wichtiger Bestandteil der Adventszeit und so kann die Zubereitung eigentlich gar nicht lange genug dauern.

Ricciarelli di Siena

Ricciarelli di Siena

Ricciarelli – eine Tradition aus Siena

Dass die Ricciarelli in Siena erfunden wurden, ist ziemlich sicher. Zumindest ist die Stadt heute untrennbar mit dem Gebäck verbunden. Man kann die Zubereitung bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Legende nach wurden sie von Ricciardetto della Gherardesca auf seiner Burg nahe Volterra erfunden, nachdem der Adlige von einem Kreuzzug zurückgekehrt war.
Heute werden Ricciarelli wegen der großen Nachfrage der Touristen das ganze Jahr hindurch in Siena verkauft. In den Anfängen der Ricciarelli-Geschichte jedoch war die Produktion auf Klöster und Gewürzhändler beschränkt, denn nur diese konnten sich die teuren Zutaten leisten und diese auch lagern.

Ricciarelli aus Siena bestellen

Selbstverständlich wollen wir Ihnen diese Spezialität nicht vorenthalten. Daher bieten wir Ricciarelli aus Siena in unserer Shopabteilung Süßes und Gebäck an. Dort finden Sie auch weitere süße Knusprigkeiten wie Cantuccini und Amaretti in verschiedenen Varianten. Der Hersteller unserer Ricciarelli ist die Feinbäckerei Marabissi, ein Familienbetrieb, der seit über 60 Jahren toskanische Leckereien für italienische und internationale Naschkatzen zubereitet.

Panettone

Pannetone vs. Panettone

Manchmal ist es schon schwierig, bei dem riesigen Angebot an europäischen und internationalen Spezialitäten die richtige Schreibweise zu erwischen. Google schlägt ja zum Glück die richtige Schreibweise vor, wenn man beispielsweise statt “Panettone” “Pannetone” oder “Panetone” in das Suchfeld eingibt. Wenn man ein bisschen italienisch kann, lässt sich die Bezeichnung für das typisch norditalienische Weihnachtsgebäck (in etwa vergleichbar mit dem deutschen Weihnachtsstollen) noch von pane für „Brot“ ableiten, aber bei der Frage nach einem oder zwei Ts ist es noch einmal schwieriger.

Panettone in einer italienischen Bäckerei

Panettone in einer italienischen Bäckerei

Panetone Backform

Die richtige Schreibung ist aber, um das noch einmal festzuhalten Panettone und nicht Panetone. Wenn man das einmal geklärt hat, kann man auch leichter nach dem Rezept für den kuppelförmigen Weihnachtskuchen suchen. Ein kleiner Tipp: Es wurde bereits hier im Blog vor einiger Zeit ausführlich erklärt.
Dann braucht man nur noch die Zutaten und die Backform und viel Zeit. Die Backform für einen Panettone sieht eigentlich aus wie eine hohe Springform. Im Internet findet man sie recht leicht. Als wir den Panettone gebacken haben, haben wir kurzerhand einen großen (und sauberen) Blumentopf umfunktioniert. Das hat auch geklappt.

Für den großen Hunger...

Für den großen Hunger...

Italienische Ostern

Es scheint, als sei bereits seit Wochen Ostern, wenn man das saisonale Warensortiment der Supermärkte betrachtet. Osterhasen, Küken, Lämmer und Eier in allen Geschmacksrichtungen und Farben warten auf Leckermäuler. In den letzten Tagen sind auch lammförmige Hefegebäcke dazu gekommen. Selbstverständlich, denn Ostern ist vor allem ein Frühlingsfest, auf welche Art und Weise und ob überhaupt man religiös ist. Dass die Bäume wieder ausschlagen und die Luft von Vogelgezwitscher erfüllt ist, ist nach einem kalten Winter auch nichts Anderes als ein Wunder der Wiedergeburt.

Colomba tradizionale - italienisches Ostergebäck

Colomba tradizionale - italienisches Ostergebäck

Italienisches Ostergebäck

Wie in vielen anderen Ländern auch, gibt es in Italien zu Ostern spezielles Ostergebäck – Kuchen auf Hefeteigbasis. Das ist Colomba, ein Kuchen in Taubenform. Er wird auch als Colomba pasquale, also Ostertaube, bezeichnet. Ähnlich wie der Weihnachtskuchen Panettone und Pandoro besteht er hauptsächlich aus Mehl, Zucker, Hefe und Butter, enthält jedoch nur kandierte Orangenschalen und keine Rosinen. Oft ist die Oberfläche mit Zucker oder Mandeln verziert. Dieses zuckersüße Festmahl wirkt selbstverständlich besonders ausufernd, wenn man vor Ostern die 40 Tage Fasten eingehalten hat.

Colomba mit Schokoperlen

Colomba mit Schokoperlen

Italienische Osterbräuche

Dominant sind selbstverständlich in Italien die religiös geprägten Osterbräuche. Ganze Städte und Dörfer nehmen an festlichen Prozessionen teil, bei denen Heiligenstatuen durch die Straßen und traditionelle Kleidung getragen werden. Auch Ostereier spielen in manchen Gemeinden eine Rolle. Kulinarisch werden neben Colombe häufig frittierte Artischocken (carciofi fritti) und Lammgerichte serviert.
Ein geflügeltes Wort in Italien ist Natale con i suoi, Pasqua con chi vuoi, was frei übersetzt soviel bedeutet wie “Weihnachten mit der Familie, Ostern mit Menschen deiner Wahl”. (Das kann natürlich auch die Familie sein.)

Gustini wünscht allen Freunden und Kunden frohe Ostern und ein paar erholsame Tage!

Nationaler Pistazientag

Für alles scheint es einen besonderen Tag im Kalender zu geben: Nichtrauchertag (31. Mai), Tag des Hundes (6. Juni), Tag der Erfinder (am eh schon völlig mit Ereignissen überladenen 9. November), Tag der Zahngesundheit (25. September) und, und, und. Zweck dieser Ernennung ist es, bestimmte Teile des täglichen Lebens, die allzu oft für selbstverständlich genommen werden und im Bewusstsein hintenan stehen, in den Vordergrund zu rücken und zumindest für einen Tag die Aufmerksamkeit der Menschen darauf zu richten. In manchen Fällen wird auch versucht, bestimmte Ernährungsgewohnheiten in Erinnerung zu rufen. So im Fall „Tag des Butterbrotes“, der jährlich am letzten Freitag im September stattfindet.
Der 26. Januar wurde zum Pistazientag erklärt. Daher möchte ich einige Worte zu dieser mediterranen Knabberei verlieren.

Pesto aus Pistazien

Pesto aus Pistazien

Botanisches zur Pistazie

Man mag vermuten, dass die Pistazie eine Nuss ist. Aber ist sie nicht. Vielmehr gehört sie zu den Steinfrüchten, ebenso wie Mango, Mirabelle, Pflaume, Kokosnuss, Mandel und Pfirsich. Auch Oliven gehören dazu, stechen aber aus der Obstreihe etwas heraus. Aller zwei Jahre können die bis zu 300 Jahre alten Pistazienbäume geerntet werden. Bedeutende Anbaugebiete sind der Iran, die USA und die Türkei. Auch in Griechenland und Syrien gibt es wichtige Anbaugebiete. Über Windbestäubung gelangen die Pollen von den männlichen Bäumen zu den weiblichen. Pistazienbäume sind stark vom Klima abhängig; sie benötigen lange kühle Perioden, um die Samenruhe zu entwickeln. Milde Winter hingegen können den Ertrag erheblich schmälern.

Torrone mit Pistazien

Torrone mit Pistazien

Pistazien in der Küche

Als Knabbereien sind geröstete und gesalzene Pistazien sehr beliebt. Aber auch als Zutat für verschiedenste Lebens- und Genussmittel finden sie Verwendung. Beispielsweise in Mortadella, der italienischen Wurst. Zu den deftigeren Ergebnissen der Pistazien-Verarbeitung gehört eine Pesto-Variation. Leckermäulern wird der Gebrauch von Pistazien in Mozartkugeln, Baklava, Cantuccini und Torrone bekannt sein. Köstlich ist auch ein mit Pistazien verfeinerter Salat.

Lassen Sie Ihrer kulinarischen Kreativität freien Lauf!