Pasta

Ausgefallene Pastaformen

Vor ein paar Tagen hatte ich über die Nudelklassiker Spaghetti, Penne und Fusilli geschrieben. Ich hätte die Reihe durch Farfalle und Maccheroni ergänzen können. Neben diesen sehr bekannten Pastaformen, die wir selbstverständlich in unserem Sortiment italienischer Pasta haben, gibt es aber auch ausgefallene Formen, die vielleicht nicht jeder kennt. Auch davon möchte ich drei vorstellen.

Fisarmoniche

Fisarmoniche

Fisarmoniche

Fisarmoniche leiten ihren Namen aufgrund ihrer Form von fisarmonica ab, was „Akkordeon“ bedeutet. Bei vielen Nudelformen ist das Ziel des Herstellers, die Oberfläche zu erhöhen, so dass die Pasta mehr Sauce aufnehmen kann. Dabei soll das Volumen der Nudeln aber nicht unbedingt zu groß werden. Bei den Fisarmoniche sieht man besonders gut, wie beide Ziele vereint werden.
Hinter der Form der Fisarmoniche steht aber auch eine Legende, demnach die Frau eines Jägers in den Marken sie 1421 erfunden haben soll. Denn als Zeichen der erfolgreichen Jagd wurde früher in dieser Akkordeon gespielt. Ob das so stimmt, sei einmal dahin gestellt; jedenfalls würde es auch erklären, warum Fisarmoniche besonders gern zu Wildsaucen gegessen werden.

Flammende Herzen

Flammende Herzen

Rote Herz-Nudeln oder Flammende Herzen

Cuori al Peperoncino sind herzförmige Nudeln mit Peperoncino. Viele der ausgefalleneren Nudelformen eignen sich auch sehr gut als kleine Geschenke oder Mitbringsel. So ist es auch mit diesen Herznudeln. Mit dem scharfen Zusatz von Peperoncini (Chili), den man als das Brennen der Liebe deuten könnte, bilden sie ein wunderbar symbolisches Geschenk. Oder man kocht sie zum Valentins- oder persönlichen Jahrestag. Aber auch zum Muttertag könnte man sie beispielsweise verschenken.
Wer gern scharf ist, reicht dazu eine pikante Sauce; wer die Schärfe nicht so sehr gewöhnt ist, nimmt eine ablöschende Sahnesauce dazu. Wir haben auch noch weitere herzförmige Pasta im Sortiment, z.B. die dreifarbige Herzpasta.

Münz-Nudeln

Ein Neuzugang in unserem Sortiment sind die Croxetti aus dem Hause Venturino. Dieser Olivenölhersteller aus Ligurien hat sein Angebot inzwischen um einige typisch ligurische Produkte erweitert, zu denen auch die Croxetti gehören. Das sind münzförmige Nudeln, die traditionell auf der einen Seite Ähren geprägt haben. Auf der anderen Seite befindet sich meistens das Familienwappen.

Beliebte Nudelformen aus Italien

Nachdem ich vor einigen Tagen erklärt habe, wie man Pasta richtig kocht, möchte ich heute über einige der beliebten Pastaformen aus Italien schreiben. Es geht um die Klassiker Spaghetti, Penne und Fusilli, die man heutzutage in jedem deutschen Supermarkt bekommt. Wer dennoch auf Qualität aus Italien setzen möchte, wird in der großen Auswahl italienischer Pasta in unserem Shop fündig.

Spaghetti

Spaghetti

Spaghetti

Spaghetti, die man laut Duden inzwischen auch Spagetti (also ohne das h) schreiben kann, sind bestimmt die bekannteste Nudelform aus Italien. Zumindest ist es bestimmt die Form, die die meisten Deutschen mit Namen erkennen. Die langen dünnen Nudeln leiten ihren Namen vom italienischen Wort für Schnur spago ab. In Deutschland werden sie frevelhaft manchmal vor dem Kochen zerbrochen, um das Essen der unbändigen Schnüre zu erleichtern. Wenn man aber einmal raushat, wie das mit dem Aufwickeln auf die Gabel mithilfe des Löffels oder Tellerrandes geht, wird das unnötig.
Beliebte Gerichte mit Spaghetti sind Spaghetti amatriciana, Spaghetti Carbonara, Spaghetti vongole, Spaghetti alla puttanesca und Spaghetti Napoli. Aber selbstverständlich muss man sich nicht an die Rezepte halten, sondern kann auch eigene Kreationen kochen.

Penne

Penne

Penne

Die Nudelform Penne ist eine Kurznudel. Es gibt sie geriffelt (Penne rigate) und mit glatter Oberfläche (Penne lisce). Der Name leitet sich vom lateinischen Wort für Schreibfeder penna ab, ab die die zylinderförmigen Nudeln mit ihrer abgeschrägten Spitze erinnern sollen.
Neben ihrer warmen Verwendung zu einer Vielzahl von Saucen und Pesto eignen sich Penne auch sehr gut für Salate.
Populäre Gerichte mit Penne-Nudeln sind Penne all‘arrabbiata und Penne alla Norma, die aber auch mit Spaghetti serviert wird. Penne alle Norma ist übrigens nach einer Oper benannt.

Fusilli

Fusilli

Fusilli

Fusilli sind in Deutschland besser als Spirelli bekannt. Dabei sind die Spirelli jedoch eine Kurznudel, während die originalen Fusilli eine Langnudelform sind. Der Legende nach entstand diese Nudelform während der Renaissance, als einem Hofkoch Nudelteig auf den Boden fiel und sein Sohn den Teig auf Stricknadeln aufwickelte. (Das sagt einiges Positives über die Hygiene in der Küche und Bedenkliches die Wahl des Spielzeugs aus…)
Fusilli oder Spirelli in ihrer kurzen Form sind ebenfalls sehr beliebte Salatnudeln.

Pasta richtig kochen

Pasta einfach kochen – aber richtig

Pasta ist aus deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken: Besonders bei Kindern und Studenten ist das leicht und schnell zubereitete und preisgünstige italienische Essen beliebt. Doch auch Nudelkochen will gelernt sein, wenn man nicht nur satt werden will, sondern das Essen auch genießen möchte.
Die Pastasauce richtig zu kochen, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber zur allergrößten Not kann man ja fertige Pastasauce kaufen und sie nur noch erwärmen. Den Parmesan zum darüber Streuen gibt es ebenfalls bei uns im Shop.

Ein wichtiges Utensil ist das Nudelsieb.

Ein wichtiges Utensil ist das Nudelsieb.

Wie man Pasta richtig kocht

Wenn man Pasta richtig kochen will, gibt es einiges zu beachten: Zunächst einmal sollte man die richtige Pastasorte zur Sauce auswählen. Oft steht eine oder mehrere empfohlene Saucen auf der Verpackung. Manche Kombinationen sind auch vom Namen schon geläufig, wie beispielsweise Spaghetti carbonara oder Penne all’arrabbiata.
Beim Abmessen der richtigen Menge sollte man bedenken, dass die Pasta beim Kochen auf etwa das Doppelte anquillt.
Nun benötigt man einen ausreichend großen Topf, denn nur in einem zu kleinen Topf kleben die Nudeln zusammen. Das Wasser sollte man nicht zu sehr salzen, denn dann entziehen die Nudeln später der Sauce den Geschmack und das möchte man nicht.

Pasta in den Topf

Wenn das Wasser kocht, wird die Pasta hinzugegeben. Dabei kann die Hitze zurück gedreht werden. Vor allem bei bunter oder aromatisierter Pasta sollte sie eher in siedendem Wasser garen, um die Farb- und Aromenstoffe nicht „auszuwaschen“.
Auf gar keinen Fall sollte man – wie es in vielen deutschen Haushalten üblich ist – Öl ins Nudelwasser geben. Das verhindert zwar ein Verkleben, aber später hält die Pastasauce auch nicht an den Nudeln. Und das Verkleben wird ja schon durch die große Wassermenge verhindert.
Die Kochzeit steht in den meisten Fällen auf der Verpackung. Man kann aber zwischendurch auch immer mal probieren, ob die Nudeln schon gut sind. Je größer die Nudelform, desto länger ist die Garzeit.
In Italien wird die Sauce in einer großen Pfanne zubereitet, in die die al dente gekochten Nudeln gegeben und worin sie dann geschwenkt werden. Wer es optisch ansprechender einzeln servieren möchte, kann das aber auch tun.

Buon appetito!

Pasta von Gentile jetzt auch mit IGP-Status

IGP-Status für Pasta aus Gragnano

Wir freuen uns sehr, dass die EU beschlossen hat, der Pasta aus Gragnano den IGP-Status zu verleihen. Damit schützt sie ein kulinarisches Kulturgut aus der Provinz Neapel im Süden Italiens. Denn seit Generationen und Generationen wird in Gragnano hochwertige Pasta hergestellt. Früher hängten die Pastamacher ihre Spaghetti und andere Langnudeln auf der Hauptstraße zum Trocknen auf, wie Reiseberichte aus dieser Zeit bezeugen. Heute werden aus hygienischen Gründen Trockner verwendet, die die Nudeln bei niedrigen Temperaturen langsam trocknen lassen, ebenso wie es früher die Winde taten, die durch die Straßen wehten.

Tortiglioni von Gentile

Tortiglioni von Gentile

IGP soll vor Fälschungen schützen

Wenn Sie aufmerksam unseren Shop besuchen, ist Ihnen bei Parmaschinken, Parmigiano Reggiano, Gorgonzola und Co. sicherlich schon der Namenszusatz DOP aufgefallen. Das ist ebenso wie IGP ein Herkunftssiegel, jedoch ist es mit noch strengeren Auflagen verbunden. Für das Siegel IGP, das die Abkürzung für das italienische Indicazione Geografica Protetta muss lediglich ein Herstellungsschritt in der im Namen angegebenen Herkunft erfolgen. Im Fall der Pasta von Gentile ist das eben Gragnano. Das bedeutet, dass das Korn nicht aus der Gegend um Gragnano stammen muss, doch die Herstellung in Gragnano erfolgt. Mit dem neu verliehenen IGP-Status soll verhindert werden, dass Pastahersteller außerhalb Gragnanos vom guten Ruf der Pasta-Stadt profitieren können, indem sie einfach ihre Pasta als Pasta di Gragano bezeichnen.

Pasta von Gentile in Aktion

Pasta von Gentile in Aktion

Der Pastahersteller Gentile aus Gragnano

Zwei Pastahersteller aus Gragnano haben wir in unserem Online-Shop vertreten. Einer davon ist Gentile. Die Pastamanufaktur Gentile wurde bereits 1876 gegründet und ist somit die älteste in Gragnano. Dort werden die Nudeln tatsächlich noch von Hand geformt, eine Fertigkeit, die die jungen Generationen gar nicht mehr beherrschen. Doch Familie Zampino, der Gentile gehört, hat das Glück, noch vier ältere Damen zu beschäftigen, die mit flinken Fingern beispielsweise Fusilli formen. Wie wir von Alberto Zampino erfuhren, gab es 1900 noch 100 Menschen in Gragnano, die diese Fertigkeit besaßen, doch seine vier Angestellten sind die letzten ihrer Art. Ein Video über die Herstellung der Pasta in Gragnano finden Sie hier.

Pasta aus Gragnano jetzt mit IGP-Status

Pasta aus Gragnano

In der Provinz Neapel im Süden Italiens liegt die Kleinstadt Gragnano. Seit Jahrhunderten ist sie für ihre Pasta bekannt. Die Pasta aus Gragnano hat einen derart guten Ruf, dass sich auch Pastahersteller aus anderen Orten mit diesen Federn schmücken, um vom Ansehen der Pasta aus Gragnano zu profitieren und ihren Umsatz zu steigern. Das ist jedoch Etikettenschwindel und wird von den Pastaherstellern in Gragnano nicht gern gesehen. Die italienische Regierung hat dieser Praxis jedoch jetzt einen Riegel vorgeschoben, indem sie der echten Pasta aus Gragnano den IGP-Status verliehen hat.

Pasta Faella

Pasta Faella

Was bedeutet IGP?

IGP ist ein Herkunftssiegel, hauptsächlich für Lebensmittel. Es ist die Abkürzung für Indicazione Geografica Protetta. Die Bestimmungen sind weniger streng als für den DOP-Status (den beispielsweise Parmaschinken oder Parmigiano Reggiano haben), denn nur ein Herstellungsschritt muss in der Region erfolgen, die im Namen des Produktes genannt ist. Oftmals sind das Lebensmittel, die gar nicht weiter verarbeitet werden, wie z.B. Äpfel aus Südtirol.
Das Siegel für IGP-Produkte ist gelb-blau. Bis vor einigen Jahren hatte auch das DOP-Siegel diese Farben, doch um Verwechslungen zu vermeiden, ist dieses inzwischen gelb-rot.

Pennoni von Faella aus Gragnano

Pennoni von Faella aus Gragnano

Wo kann ich Pasta aus Gragnano kaufen?

Pasta aus Gragnano stellt beispielsweise der Familienbetrieb Faella her, den wir bereits besucht haben. In seinem Sortiment hat der Familienbetrieb klassische Nudelformen wie Linguine, Pennoni, Tagliatelle, Rigatoni und Spaghetti.

Die Rezepte für die passenden Pastasaucen finden Sie in unserer Rezeptdatenbank. Bereits fertige Saucen haben wir selbstverständlich ebenfalls in unserem Shop.