Pasta

Happy Weltnudeltag!

spaghettiSeit mehr als 10 Jahren wird nun der Weltnudeltag begangen. Das nehme ich zum Anlass, ein paar Worte zum Thema „Nudel“ bzw. „Pasta“ loszuwerden.

Woher kommt eigentlich das Wort „Nudel“?

Laut Brüder Grimm (denn die haben nicht nur Märchen, sondern auch Wörter gesammelt) ist das erst im 16. Jahrhundert auftauchende Wort mit Knödel über das schlesische Knudel verwandt. Damit bezeichnet das Wort also eher eine kugelförmige Speise aus Mehl. Ganz weit entfernt von Spaghetti oder Vermelli. In der Oekonomischen Enzyklopädie von J. G. Krünitz findet man eine Unterscheidung zwischen italienischen und Nürnberger (!) Nudeln. Die Nürnberger Nudelmacher sind demnach für ihre Fadennudeln, Schnecken- und Muschelnudeln bekannt gewesen. Ob sich die findigen Nürnberger die Mehlspeise selbst ausgedacht oder von Handelsreisen aus Italien mitgebracht haben, steht dort leider nicht.

Trocknende Spaghetti

Trocknende Spaghetti

Die wahren Nudeln – Pasta d‘ Italia!

Für mich und wahrscheinlich viele andere Italienfans müssen Nudeln selbstverständlich aus Italien kommen und aus Hartweizengrieß hergestellt sein. Der unterscheidet sich nämlich vom nördlich der Alpen angebauten Weizen durch seinen hohen Proteingehalt, der den Einsatz von Eiern unnötig macht. Lediglich frisches Wasser und etwas Salz, mehr braucht man nicht, wenn man selbst Pasta auf italienische Art zubereiten möchte. Naja, ganz stimmt das nicht, denn Zeit ist ein entscheidender Faktor. Der Teig muss lange geknetet werden und auch eine gute Weile im Kühlschrank gehen.
Aber dann geht es mit der Nudelmaschine (die übrigens auch im Grimmschen Wörterbuch erwähnt ist) recht flott und der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, so viele Pastaformen gibt es. Das langsame Trocknen der fertigen Nudeln ist auch sehr wichtig, sofern man sie nicht gleich kochen möchte.

Pasta und Mehl zum Zubereiten von Pasta finden Sie in unserem Shop.

Rezept: Tagliatelle noci e pangrattato – Bandnudeln mit Walnüssen

Herbstliches Rezept mit Walnüssen

Mit Riesenschritten scheint hierzulande der Herbst Einzug zu halten. Und Herbst bedeutet Ernte, also gibt es viele neue Früchte, Gemüse und anderes, was Aktualität in der Küche erhält. Heute sind es Walnüsse. Der Namen hat gar nichts mit den Meeressäugern zu tun, sondern leitet sich von „welsche Nuss“ ab, was je nach deutscher Region auf eine Herkunft aus Italien oder Frankreich weist. Inzwischen ist sie aber auch in vielen deutschen Gärten heimisch und wer mal etwas Neues probieren möchte, dem sei dieses ligurische Rezept mit Bandnudeln (z.B. Tagliatelle) ans Herz gelegt. Schnell zubereitet, vegetarisch und ein typisches Herbstgericht.

Gehackte Walnüsse

Gehackte Walnüsse

  • 500 g Tagliatelle
  • 500 g Walnüsse, gehackt
  • 3 Knoblauchzehen
  • 50 g Butter
  • 80 g Brotkrumen (je nach Geschmack von Weißbrot oder Mischbrot)
  • Milch nach Belieben
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer, gemahlen

Gerätschaften: Tasse, Mörser, Schüssel, Nudeltopf

Zubereitung

Die Zubereitung dauert insgesamt etwa 40 min (hängt etwas davon ab, ob die Walnüsse schon gehackt sind) und ist recht einfach. Also, los geht’s:

Die Brotkrumen in eine Tasse geben und mit Milch bedecken.

Die Walnüsse mit den Knoblauchzehen in einen Mörser geben und zerstoßen. In eine Schüssel umfüllen. Das eingeweichte Brot, ohne es auszudrücken, ebenso wie Salz und Pfeffer hinzufügen, gut vermengen. Die Mischung kann ruhen, solange die Nudeln kochen.

Die Pasta nach Angabe auf der Packung in Salzwasser kochen, abgießen, die Butter unterrühren und die Nuss-Sauce darüber geben. Sofort servieren.

Besten Appetit!

Rezept: Pasta alla Norma

Pasta alla Norma ist ein typisches sizilianisches Gericht. Meist wird es mit Spaghetti zubereitet, aber auch Penne und Penne rigate finden Verwendung. Benannt ist es nach der Oper Norma von Vincenzo Bellini, aber wie genau der Name der Oper im 19. Jahrhundert auf das Gericht übergegangen ist, kann heute keiner mit Bestimmtheit sagen.

Den Farben des Gerichtes wird ein symbolischer Wert zugeschrieben: Zum Einen sollen das Schwarz der Auberginen und das Weiß des Ricotta Salata (ein sizilianischer Käse) für den Vulkan Ätna und seinen schneebedeckten Gipfel stehen, zum Anderen wird die italienische Trikolore im Grün des Basilikums, dem Rot der Tomaten und dem Weiß des Ricotta Salatas widergespiegelt.

Pasta alla Norma

Pasta alla Norma

Die Zutaten für Pasta alla Norma

Die Zutaten haben zwar oben schon Erwähnung gefunden, aber der Übersicht halber seien sie hier noch einmal genannt (für 4 Personen):

Die Zubereitung von Pasta alla Norma

Für die Sauce die Auberginen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einem Sieb mit etwas Salz aufschichten. Für eine Stunde mit einem Gewicht obenauf ruhen lassen, so dass Flüssigkeit nach unten austropfen kann.

Den Knoblauch in einer Pfanne mit nativem Olivenöl extra braun anbraten. Dann die Tomaten hinzufügen und etwas Basilikum sowie etwas Salz dazu geben und 15 min kochen.

Die Auberginen mit etwas Olivenöl in einer zweiten Pfanne anbraten und das überschüssige Öl mit Küchenpapier abwischen. Vier Scheiben für die Garnitur beiseite legen und die übrigen in Streifen schneiden und in den Topf mit der Tomatensauce geben.

Anschließend die Nudeln wie auf der Packung beschrieben kochen, abtropfen lassen und für ein paar Sekunden zu der Sauce geben.

Die Nudeln auf den Tellern anrichten, jeweils eine Auberginenscheibe oben darauf legen und mit Ricotta bestreuen.

Dazu empfehle ich einen jungen Weißwein, z.B. einen Chardonnay.

GUTEN APPETIT!

Pasta Martelli in der Toskana

Pasta aus der Toskana

Auf unseren Streifzügen durch die Toskana haben wir auch Familie Martelli besucht, die noch in Handarbeit feinste Pasta herstellt. Die Familie besteht aus Mario, Laura, Luca, Lucia, Valeria, Lorenzo und Dino. Die Leidenschaft für Pasta liegt ihnen im Blut, auch wenn die Handarbeit und besonders das Kneten des Teigs kräftezehrend sind. Wir durften auch einmal ran und haben dabei unseren Respekt vor der schweren Arbeit einer vorindustriellen Hausfrau aufgefrischt. Es geht wirklich in die Arme und Hände, vor allem, wenn man bedenkt, dass früher Brot immer selbst gebacken wurde. Puh! Aber selbst gemacht schmeckt es nun mal am besten.

Trocknende Spaghetti

Trocknende Spaghetti

Beste Zutaten für toskanische Pasta

Familie Martelli verwendet für ihre Pasta selbstverständlich Hartweizen. Dieser hat einen besonders hohen Eiweißgehalt, so dass der Einsatz von Eiern nicht nötig ist – anders als in Deutschland. Somit sind diese toskanischen Nudeln auch für Veganer geeignet. Nur Hartweizengrieß und frisches Wasser, mehr braucht gute Pasta nicht. Ebenfalls selbstverständlich ist für Familie Martelli die Verwendung der traditionellen Kupferformen für ihre Pasta, denn durch die wird die Oberfläche der Nudeln poröser als bei Edelstahlformen und kann so Saucen besser aufnehmen.

Aus den Grundzutaten Hartweizengrieß und Wasser bereiten die Martellis Spaghetti, Spaghettini (diese sind etwas dünner), Maccheroni und Penne. So ist die Grundversorgung mit bester Pasta gesichert.

Handgemachte Pasta aus Italien

Handgemachte Pasta auf der Pastamesse

Unser Mitarbeiter Aldo war ja, wie berichtet, letzte Woche auf der Pastamesse in Bologna und hat sich zeigen lassen, wie man Pasta selbst macht und besonders Tagliatelle. Er hat uns ein paar Eindrücke und Fotos mitgebracht, die ich nun mit Ihnen teilen will. Ich hatte selbst noch nicht darüber nachgedacht, wie Tagliatelle-Pasta handgemacht wird. Probiert habe ich selbst nur Tortellini, weil die meinen geliebten Maultaschen so ähnlich sind. Eine Nudelmaschine habe ich zwar auch, aber man nutzt die dann doch eher selten.

So werden Tagliatelle geschnitten

So werden Tagliatelle geschnitten

Tagliatelle selbstgemacht

Wie man auf dem Foto sehen kann, braucht man letztendlich gar nicht so viel Platz für die Zubereitung handgemachter Tagliatelle. Wenn ich es selbst probiert hätte, hätte ich wahrscheinlich aus dem gewalzten Teig lange Streifen schneiden wollen. Aber zusammengerollt geht es doch viel schneller, wie man sich vorstellen kann. Man lernt nie aus. Mit einer großen Holzgabel werden die selbst gemachten Tagliatelle dann zu den typischen Nestern gerollt, die man aus den gekauften Packungen kennt. Färben oder aromatisieren kann man die selbst gemachte Pasta mit Basilikum, Peperoni, Tomatenmark oder Safran.

handgemachte Pasta auf einem Markt in Süditalien

handgemachte Pasta auf einem Markt in Süditalien

Pasta selber machen

Auf der Pastamesse

Auf der Pastamesse

Das Grundrezept für handgemachte Pasta ist ganz leicht: Man benötigt lediglich 300g Mehl (aus Hartweizen), 1/2 Teelöffel Salz, 2 Eier und 1 TL Olivenöl. Nachdem der Teig geknetet wurde, wird er zu einer Kugel geformt und muss mindestens eine Stunde gehen. Danach wird die Kugel gedrittelt oder geviertelt und jeder Teil zu einem dünnen Teig ausgerollt. Dann je nach Gusto Tagliatelle, Tortellini oder Farfalle schneiden oder ausstechen oder mit einer Nudelmaschine andere Formen wie Spaghetti produzieren. Dann entweder in siedendem Wasser kurz kochen oder trocknen lassen für den späteren Genuss oder zum Verschenken. Selbst gemachte Pasta ist ein Geschenk, das von Herzen kommt.