Wein

Chianti DOCG 2008 Rubentino Le Chiantigiane

Rubentino Le Chiantigiane – ein hervorragender Chianti

Nachdem ich von meiner Reise durch die Toskana letzte Woche zurück war (bei Facebook habe ich darüber berichtet), habe ich mir mit meiner Frau erst einmal eine Flasche des Rubentino Le Chiantigiane aufgemacht. Es gab viel zu erzählen und einen Chianti DOCG 2008 fand ich sehr passend, um aus der Toskana zu berichten. Wie der Name schon sagt, zeigt der Chianti im Glas eine rubinrote Farbe. Eigentlich ist dieser Rotwein ja als Begleiter für Grillfleisch ideal, aber ich fand, dass ich da mal eine Ausnahme machen könnte. Das blumige Bukett sprach uns an und es wurde ein sehr gemütlicher Abend, an dem auch ein paar Snacks von Falorni beteiligt waren.

Rubentino Le Chiantigiane

Rubentino Le Chiantigiane

Die Weinbauregion Chianti

Das DOCG im Namen des Chianti DOCG 2008 bedeutet, dass dieser Rotwein, der übrigens aus den Rebsorten Sangiovese und Canaiolo verschnitten wurde, aus dem Weinbaugebiet Chianti stammt. (Nun, das überrascht nicht…) Er darf sich nicht Chianti Classico DOCG oder Chianti Colli Fiorentini DOCG nennen, weil die Weinberge vielleicht wenige Kilometer von der streng umgrenzten Unterzonen entfern t liegen oder er die sehr strengen Kriterien nicht erfüllt. Z.B. wenn der Anteil an Sangiovese weniger als 80% beträgt. Er schmeckt aber trotzdem hervorragend!

Was essen zum Chianti DOCG 2008?

Erstmal kann man den Chianti DOCG 2008 pur genießen. Natürlich. Empfohlen wird aber meist Grillfleisch. Wenn man aber nun mal einfach Lust auf einen Chianti hat, ohne gleich den Grill anschmeißen zu wollen, kann man auch kleinere Snacks dazu genießen wie die Wildschweinsalami-Zigarren von Falorni, die ja ebenfalls aus dem Chianti stammen. Oder etwas Prosciutto – da kann es ruhig auch einer von außerhalb der Toskana sein. Ob Parma oder San Daniele, das ist dann den persönlichen Vorlieben überlassen.

Die Rebsorte Primitivo

Primitivo = Zinfandel

Einen Wein, der Primitivo heißt, der spricht einen wohl eher nicht an, wenn man vor dem Weinregal steht oder sich durch einen Online-Shop scrollt. Primitiv, das klingt eigentlich schlimmer als Landwein, dabei ist das nur der Name der Rebsorte und die kann ja nun wirklich nichts dafür! Vielleicht wird aber der Wein, der außerhalb Italiens auch als Zinfandel bekannt ist, sowohl außerhalb Italiens als auch innerhalb unter dem Namen Zinfandel in den Handel gebracht. Eigentlich doch schade, dass Primitivo so selten unter seinem italienischen Namen gehandelt wird.

Der für Apulien typische Primitivo-Wein

Der für Apulien typische Primitivo-Wein

Die Rebsorte Primitivo

Die Rebsorte Primitivo wird in Italien vor allem im Absatz des Stiefels, also in Apulien. Außerhalb Italiens ist die Rebsorte Primitivo unter ihrem Synonym Zinfandel hauptsächlich in Kalifornien verbreitet. Der Ursprung liegt laut DNS-Analyse in der kroatischen (und unaussprechlichen) Rebsorte Crljenak Kaštelanski. Mein kroatisch ist jetzt nicht soo gut, aber der zweite Teil suggeriert eine spanische Abstammung… Nach Apulien kam die Rebsorte Primitivo im 18. Jahrhundert. Die Trauben ergeben einen robusten Rotwein, der je nach Reifegrad geschmacklich von Himbeeren bis zu Brombeeren, Anis und Pfeffer reichen kann.

Orvieto – Wein aus Italien

Orvieto – ein italienischer Wein

Neben den äußerst populären Weinen Chianti, Lambrusco, Merlot und Sangiovese hat es ein Wein wie Orvieto schwer sich zu behaupten. Dabei gehört er zu den ältesten Weinen, die in Italien produziert werden und konnte sich seit der Antike einer anhaltenden Beliebtheit erfreuen. Papst Gregor XVI. verlangte sogar in seinem Testament, vor der Beisetzung mit Orvieto-Wein eingerieben zu werden. Seine geringe Verbreitung liegt aber sicher auch an dem kleinen Anbaugebiet auf dem Tuffgestein rund um das Städtchen Orvieto.

Orvieto mit umliegendem Weinanbau

Orvieto mit umliegendem Weinanbau

Geschichte des Orvieto-Weines

Bereits die Etrusker bauten in der Gegend um die italienische Stadt Orvieto Wein an, die dem Wein ihren Namen gab. In das vulkanische Tuff-Gestein der Gegend bauten sie kellerartige Höhlen, in denen der Wein lange Zeit bei niedrigen Temperaturen fermentieren konnte. Das Ergebnis war ein süßer Wein, der in der antiken Welt sehr beliebt war, aber heute wohl kaum noch den Geschmack der Weinliebhaber treffen würde. Vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert war die Region um Orvieto für einen süßen Dessertwein bekannt, der aus Trauben gewonnen wurde, die von Edelfäule betroffen waren. Der Edelschimmelpilz wurde dabei jedoch anders als bei vielen anderen so gewonnenen Weinen erst nach der Ernte auf die Trauben aufgebracht. Diese Orvieto-Weine waren von einer kräftig goldenen Farbe und wurden als die „Sonne Italiens in einer Flasche“ beschrieben.

Herstellung des Orvieto-Weines

Orvieto-Wein wird in einer fest begrenzten Region in Umbrien produziert, die in den italienischen Regionen Umbrien und Latium beheimatet ist. Die DOC-Region in der südwestlichen Ecke Umbriens, zentral in der Provinz Terni gelegen. Sie erstreckt sich weiterhin in die Viterbo-Provinz in Latium. Die Orvieto Classico-Region hingegen ist auf das Gebiet um die Stadt Orvieto beschränkt. Für den typischen Wein dieser Region werden vor allem Trauben der Rebsorten Trebbiano und Grechetto verwendet. Andere verwendete Rebsorten sind Canaiolo Bianco, Drupeggio, Malvasia und Verdello. Anders als während der Antike hat der Wein sehr an Süße verloren und wird heute in den Varianten trocken (secco) und lieblich gehandelt.

Merlot aus Italien

Die Rebsorte Merlot

Die Rebsorte Merlot stammt vermutlich aus Frankreich, aus der Gegend um Bordeaux, einer der ältesten Weinanbaugebiete in Westeuropa. Die rote Rebsorte ist frühreif und die daraus gewonnenen Weine zeichnen sich durch einen Körperreichtum und eine fruchtige Vollmundigkeit aus. Schon nach wenigen Jahren sind sie reif für den Genuss durch Weinliebhaber. Die Rebsorte Merlot blanc ist trotz der Namensähnlichkeit nicht mit Merlot verwandt, wohl aber die Mutationen Merlot Gris (grauer Merlot) und Merlot Rose, eine Entdeckung aus Brasilien.

Ein Merlot DOC aus Venetien

Ein Merlot DOC aus Venetien

Merlot in Italien

Den Anbau von Merlot in Italien kann man besonders entlang der Strada del Merlot gut beobachten und erleben. Diese Weinstraße, die entlang des Flusses Isonzo in der Region Friaul-Julisch-Venetien führt, kann sowohl zu Lande als auch auf dem Wasser verfolgt werden. Die italienischen Merlots aus dem Nordosten können in ihrer Qualität von hellem Rot bis zu schweren und dichten, im Barrique gereiften Varietäten reichen. Neben dem Friaul wird die Rebsorte in weiteren 13 der 20 italienischen Regionen kultiviert.

Ein Geschenkset mit Merlot, Speck und Hartkäse.

Ein Geschenkset mit Merlot, Speck und Hartkäse.

Merlot aus Venezien

Eine dieser Regionen ist Venezien. Der Merlot dort kann die jahrhundertelange Erfahrung der Winzer genießen. Dort wird er 1855 das erste Mal als Kulturpflanze erwähnt und trägt den Zweitnamen Bordò, wohl, weil er aus der französischen Region Bordeaux stammt. Häufig wird der Merlot sowohl in Frankreich als auch in Italien mit Sangiovese verschnitten, aber auch sortenrein ergibt er einen wundervollen Wein. Er passt hervorragend zu Hartkäse, Wildgerichten und Rinderschmorbraten. Als Geschenkidee bzw. Mitbringsel ist er ebenfalls sehr beliebt.

Pinot Grigio

Die Eigenschaften der Rebsorte Pinot Grigio

Die Weinbeeren der Rebsorte Pinot Grigio sind grau-blau. Dennoch wird diese Rebsorte zu den Weißweinen gezählt. Es wird vermutet, dass Pinot grigio eine Mutation der Pinot-noir-Rebe ist. Der Name bedeutet denn auch „grauer Pinot“. Die Weine aus Pinot grigio sind sehr unterschiedlich, je nach Weinbauregion und Herstellungsverfahren. Italienische Pinots haben einen leichten Körper und eine helle Farbe (strohgelb). Er kann spritzig und säurehaltig sein. Pinot grigio kann sehr schnell nach dem Abfüllen verkauft werden, oft schon vier bis 12 Wochen nach der Fermentation.

Ein Pinot Grigio aus Venetien.

Ein Pinot Grigio aus Venetien.

Die Verbreitung von Pinot Grigio

Die Rebsorte Pinot Grigio ist weltweit recht verbreitet und unter verschiedenen Namen bekannt. Der Ursprung des Anbaus liegt im Burgund, wo Pinot grigio vermutlich unter dem Namen Fromenteau bereits im Mittelalter kultiviert wurde. Vom Burgund breitete sich die Rebsorte zusammen mit Pinot Noir weiter aus und gelangte auch nach Italien, genauer in die Lombardei und Südtirol. Zisterziensermönche bauten ihn schon früh in Ungarn am Balaton an. In Deutschland ist die Rebsorte als Grauburgunder bekannt. Die Verbreitung von Pinot Grigio erstreckt sich bis Kalifornien in den USA und Victoria in Australien, wo er sowohl als Pinot gris (die französische Form) als auch Pinot grigio etikettiert wird, je nach Süße des Weins.

Pinot Grigio als Essensbegleiter

Pinot Grigio ist ein hervorragender Essensbegleiter. Er eignet sich als Aperitif, passt sehr gut zu Gemüsegerichten wie Antipasti oder Salaten. Auch zu Pastagerichten passt er hervorragend. Als Begleiter zum italienischen Klassiker Risotto geht er ebenfalls gern mit. Weitere italienische Spezialitäten, die sich eine Begleitung von Pinot Grigio wünschen, sind Parmaschinken und italienischer Käse. Selbstverständlich darf man ihn auch zu hellem Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten servieren.