Wein

Pinot Grigio

Die Eigenschaften der Rebsorte Pinot Grigio

Die Weinbeeren der Rebsorte Pinot Grigio sind grau-blau. Dennoch wird diese Rebsorte zu den Weißweinen gezählt. Es wird vermutet, dass Pinot grigio eine Mutation der Pinot-noir-Rebe ist. Der Name bedeutet denn auch „grauer Pinot“. Die Weine aus Pinot grigio sind sehr unterschiedlich, je nach Weinbauregion und Herstellungsverfahren. Italienische Pinots haben einen leichten Körper und eine helle Farbe (strohgelb). Er kann spritzig und säurehaltig sein. Pinot grigio kann sehr schnell nach dem Abfüllen verkauft werden, oft schon vier bis 12 Wochen nach der Fermentation.

Ein Pinot Grigio aus Venetien.

Ein Pinot Grigio aus Venetien.

Die Verbreitung von Pinot Grigio

Die Rebsorte Pinot Grigio ist weltweit recht verbreitet und unter verschiedenen Namen bekannt. Der Ursprung des Anbaus liegt im Burgund, wo Pinot grigio vermutlich unter dem Namen Fromenteau bereits im Mittelalter kultiviert wurde. Vom Burgund breitete sich die Rebsorte zusammen mit Pinot Noir weiter aus und gelangte auch nach Italien, genauer in die Lombardei und Südtirol. Zisterziensermönche bauten ihn schon früh in Ungarn am Balaton an. In Deutschland ist die Rebsorte als Grauburgunder bekannt. Die Verbreitung von Pinot Grigio erstreckt sich bis Kalifornien in den USA und Victoria in Australien, wo er sowohl als Pinot gris (die französische Form) als auch Pinot grigio etikettiert wird, je nach Süße des Weins.

Pinot Grigio als Essensbegleiter

Pinot Grigio ist ein hervorragender Essensbegleiter. Er eignet sich als Aperitif, passt sehr gut zu Gemüsegerichten wie Antipasti oder Salaten. Auch zu Pastagerichten passt er hervorragend. Als Begleiter zum italienischen Klassiker Risotto geht er ebenfalls gern mit. Weitere italienische Spezialitäten, die sich eine Begleitung von Pinot Grigio wünschen, sind Parmaschinken und italienischer Käse. Selbstverständlich darf man ihn auch zu hellem Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten servieren.

Qualitätssiegel bei italienischen Weinen

Was bedeutet IGT?

Bei italienischen Weinen gibt es Qualitätsstufen, die durch die Abkürzungen IGT, DOC und DOCG gekennzeichnet werden. Die niedrigste Stufe ist dabei IGT, ausgeschrieben Indicazione Geografica Tipica, was dem französischen Vin de Pays, also Landwein entspricht. Seit 1992 können Weine dieses Siegel und den geografischen Ursprung kombiniert mit einer Rebsorten auf dem Etikett tragen. Beispiele aus unserem Sortiment sind Lambrusco Frizzante Emilia IGT, Sangiovese di Toscana Torrae del Sale IGT 2006 und Firriato Chiaramonte Rosso Sicilia IGT. Das Siegel zeigt einen blauen Punkt mit den Buchstaben „IGT“ in ockergelb, umgeben von einem ockergelben Ring, der wiederum in blau die Schrift „Indicazione Geografica Tipica“ zeigt. Diesen umgibt ein blauer Zackenrand.

Torrae del Sale, ein IGT-Wein aus der Toskana

Torrae del Sale, ein IGT-Wein aus der Toskana

DOC-Weine aus Italien

Die Abkürzung DOC steht für Denominazione di origine controllata, übersetzt kontrollierte Ursprungsbezeichnung. Damit werden neben Wein auch andere landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Käse ausgezeichnet. Dieses italienische Siegel wurde nach dem Vorbild des französischen AOC-Siegels geschaffen. Weine aus Italien mit diesem Siegel stehen qualitativ über den IGT-Weinen. Diese Weine dürfen nur in Flaschen abgefüllt werden, die fünf Liter oder weniger Volumen haben. Beispiele aus unserem Sortiment, die ebenfalls teilweise die Herkunftsregion im Namen tragen, sind Casa Defra Merlot del Veneto DOC, Librandi Cirò Rosato 2008 DOC Kalabrien, Medici Ermete Lambrusco Reggiano Dolce DOC und Araldica Barolo Revello DOC 2004. Die Anbauregion ist außerdem auf dem rosafarbenen Papierband verzeichnet, das sich am Hals der Flasche befindet.

Der DOC-Wein Araldica Barolo.

Der DOC-Wein Araldica Barolo.

DOCG in Italien

Die höchste Qualitätsstufe bei Weinen aus Italien ist DOCG. Die Abkürzung lässt sich in Denominazione di Origine Controllata e Garantita auflösen. Das Besondere an diesen Weinen ist, dass sie vor der Abfüllung in Flaschen einer staatlichen Kontrolle unterliegen. Sie müssen in ihrem Produktionsgebiet abgefüllt werden und dürfen also nicht in Tanks zur Abfüllung transportiert werden. In Italien gibt es 37 DOCG-Gebiete, zu denen Barolo im Piemont, Soave in Venezien, Chianti in der Toskana und Cerasuolo di Vittoria in Sizilien gehören. Wie im Fall des Chianti können diese Regionen in weitere Subregionen unterteilt sein. Auch diese Weine tragen den rosafarbenen Papierring am Hals. In unserem Sortiment finden Sie als DOCG-Wein aus Italien den weißen Gavi La Luciana DOCG 2007 aus dem Piemont sowie die Rotweine Peppoli Chianti Classico DOCG und Le Corti Chianti Classico DOCG 2006 aus der Toskana.

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Lambrusco – Wein aus Italien

Lambrusco – die Rebsorte

Lambrusco DOC

Lambrusco DOC


Die Rebsorte Lambrusco wird für die Vinifizierung des gleichnamigen Weines verwendet. Sie wird in Italien in der Region Emilia-Romagna angebaut, die ebenfalls bekannt ist für ihren Parmaschinken und Parmesan-Käse. Über 60 Varianten der Rebsorte sind bekannt. Das Anbaugebiet gliedert sich in vier DOC-Zonen: Lambrusco di Sorbara mit der gleichnamigen Rebsortenvariante bringt meist trockene und säurehaltige Weine hervor. Nördlich von Modena, wo der Balsamessig hergestellt wird, liegt diese Zone. Lambrusco Grasparossa di Castelvetro mit einer weitaus geringeren Jahresproduktion liegt südlich von Modena und ist die Heimat der Sortenvariante Lambrusco Grasparossa. Dieser Wein ist durch seinen Tanninreichtum und seine Restsüße gekennzeichnet. Lambrusco Reggiano beheimatet mehrere Varianten, u.a. L. Salamino, L. Marani und L. Montericco. In der vierten Zone, Lambrusco Salamino di Santa Croce, wird vor allem Lambrusco Salamino kultiviert. Die Weine dieser Zone sind sehr süß und von nicht allzu hoher Qualität. Neben den vier DOC-Zonen umfasst das Gebiet noch Lambrusco Mantovano südlich von Mantua.

Lambrusco Frizzante Emilia IGT

Lambrusco Frizzante Emilia IGT

Lambrusco – der Wein

Aus der roten Rebsorte Lambrusco in ihren vielen Varianten werden fruchtige und perlende Weine gewonnen. Die Rebsorte wurde bereits in der Antike als Labrusca erwähnt. Wegen der hellen Farbe des Traubensaftes wird der Wein häufig mithilfe der sehr dunklen Ancelotta-Traube nachgefärbt. Je nach der Anbauzone entstehen trockene bis liebliche Weine. Allen gemeinsam ist ihr junges Verzehralter. Er zeichnet sich durch seine beerigen Aromen aus. Seine hohen Ertragsmöglichkeiten haben seinem Ruf etwas geschadet und er war als billiger Tankstellenwein verschrien. Inzwischen hat sich sein Ansehen aber wieder erholt und er ist nun wieder en vogue. In unserem Sortiment finden Sie zwei dieser Weine: Lambrusco Frizzante Emilia IGT, der eine Mischung von Trauben aus verschiedenen Anbauzonen darstellt und Medici Ermete Lambrusco Reggiano Dolce DOC aus der oben genannten Zone Lambrusco Reggiano. Genießen Sie Lambrusco-Wein zu Parmaschinken, Parmesan oder Grana Padano sowie zu Salami.

Chianti – ein italienischer Wein

Chianti – der Wein der Toskana

Ein Chianti Classico aus unserem Sortiment.

Chianti Classico.


Chianti und Toskana, das sind zwei Begriffe, die untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn man Chianti als den Landstrich versteht, ist das kein Wunder, denn er liegt nun einmal in der Toskana. Chianti als Wein ist nach dem Landstrich benannt, wie man es auch von anderen Weinen wie Burgunder oder Rioja kennt. Dass Chianti allerdings lange Zeit für italienischen Wein schlechthin stand, liegt wohl an den zahlreichen Besuchern der Toskana, die den Chianti in der warmen Sonne Italiens genossen und ihre Begeisterung dafür mit nach Hause nahmen und davon erzählten. Zum Teil ist es wahrscheinlich auch mit der strohumflochtenen Flasche namens fiasco (siehe unten) zu begründen, in der der Chianti als Souvenir und als Exportgut in die Welt ging.
Die Toskana wie aus dem Bilderbuch

Die Toskana wie aus dem Bilderbuch

Fiasco – die klassische Chianti-Flasche

Ein weiterer Chianti Classico.

Chianti Classico.


Aus heutiger Sicht könnte man denken, dass der Handel mit Chianti in der fiasco-Flasche ein cleverer Marketing-Schachzug war. Immerhin brachte diese Form eine Unverwechselbarkeit des Chianti mit sich, die ihres gleichen sucht. Aber es war ganz anders: Ursprünglich wurde Chianti in Tonkrügen gelagert. Im Spätmittelalter mit dem vermehrten Aufkommen von empfindlichem Glas fand er eine neue Transportmöglichkeit. Um das Glas aber vor dem Zerbrechen auf den Handelswegen zu schützen, wurden Lagen von Sumpfkraut um die Flaschen gewickelt. Findige Geschäftsleute erkannten bald, dass diese neuartige und einzigartige Flasche gewinnbringend eingesetzt werden konnte, um minderwertige Weine loszuwerden. Daher wurde sowohl die Menge als auch der Inhalt in einem fiasco gesetzlich festgelegt. Seitdem hat sich der Ruf des Chiantis wieder erholt.

Die Anbaugebiete des Chianti

Chianti Riserva

Chianti Riserva


Das Anbaugebiet des Chianti gliedert sich in sechs Zonen, in denen die Rebsorten Sangiovese, Canaiolo und Cabernet Sauvignon kultiviert werden. Ausschlaggebend für die Grenzen dieser Gebiete sind aber nicht Bodenbeschaffenheit oder andere Terroir-Eigenschaften, sondern willkürlich an Gemeindegrenzen orientierte Linien. Wein aus dem eigentlichen Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena wird mit Chianti classico benannt. Wenn er mindestens zwei Jahre in Eichenfässern gereift ist, darf er sich außerdem mit dem Beinamen Riserva schmücken. Chianti Colli Fiorentini-Weine werden meist jung getrunken. Die Zone Chianti Colli Senesi DOCG liegt am südlichsten von allen. Östlich von Florenz liegt die kleinflächige Zone Chianti Rufina DOCG, deren Wein weniger streng als der Classico schmeckt. Der einfachste Chianti heißt auch einfach nur Chianti DOCG. Er stammt entweder von außerhalb der oben genannten Zonen oder erfüllt deren Kriterien anderweitig nicht.

Reife Trauben

Reife Trauben

Die Rebsorte Nebbiolo

Nebbiolo in Italien

Heute wollen wir uns einmal einer italienischen Rebsorte widmen, die gewissermaßen zum Urgestein Italiens gehört. Die Sorte Nebbiolo gehört zu jenen, die am längsten in Italien angebaut werden. Die Ursprünge liegen im Piemont, wo sie auch heute noch angebaut wird. Nebbiolo ist eine rote Rebsorte, deren Name sich von nebbia ableitet, was soviel wie Nebel bedeutet. Den Namen erhielt die Sorte, weil sich auf den reifen Weinbeeren ein weißer Belag bildet, der die frühen Winzer wohl an Nebel erinnerte. In Italien wird Nebbiolo außerhalb von Piemont vor allem im Aosta-Tal und der Lombardei kultiviert. In der Lombardei „hört“ die Sorte auch auf den Namen Chiavennasca.

Nebbiolo-Weinbeeren sind klein und haben eine dicke Schale.

Nebbiolo-Weinbeeren sind klein und haben eine dicke Schale.

Anbau der Nebbiolo-Sorte

Seit der Antike wird Piemont im Piemont und dort vor allem in den Hügeln des Monferrato und Laghe angebaut. Er ist stark von den dort vorhanden kalkhaltigen Mergelböden abhängig. Steile Süd- und Südwestlagen sind essenziell für eine gute Ernte. Da Nebbiolo sehr langsam reift, bleibt seine Qualität auch am längsten bestehen. Anfällig bzw. wetterabhängig ist die Qualität des Weines vor allem durch die Witterungsbedingungen im Herbst. Die nördliche Lage des Anbaugebietes bringt häufig Nebel und somit stehende Luftfeuchtigkeit mit sich.

Barolo - sortenreiner Nebbiolowein

Barolo - sortenreiner Nebbiolowein

Nebbiolo und der Wein

Die Rebsorte Nebbiolo wird sortenrein zu verschiedenen Weinen gekeltert. Zu den bekanntesten gehört der Barolo, der nach der gleichnamigen Stadt im südlichen Piemont benannt ist. Ein anderer sortenreiner Wein ist der Barbaresco aus der Region Langhe im Piemont. Ein ebenfalls sortenreiner Wein, der die Rebsorte sogar im Namen trägt, ist der Nebbiolo d’Alba. Das Anbaugebiet überschneidet sich teilweise mit der vorher genannten, aber Nebbiolo d’Alba-Weine sind früher trinkbar. Neben den sortenreinen Weinen findet Nebbiolo auch im Verschnitt Verwendung, z.B. ist im Baccanera 2006 Langhe Nebbiolo enthalten.

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