Delikatessen

Famiglia Zingarelli – Wein aus der Toskana

Vom Filmproduzenten zum Weinproduzenten – Die Geschichte Italo Zingarellis

Bud Spencer und Italo

Bud Spencer und Italo

Der eine oder andere unserer Leser mag den Namen Italo Zingarelli kennen. Wer ihn nicht kennt, der kennt aber ziemlich sicher einige der Filme, die er produziert hat. Denn Italo Zingarelli war der Produzent der Filme mit Bud Spencer und Terence Hill. Filmtitel wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (ital.:…continuavano a chiamarlo Trinità) oder „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ (ital.: Più forte, ragazzi) kennt wohl fast jeder.
Der Weg zum Filmproduzenten verlief für Italo Zingarelli über einige Umwege. Während des Studiums der Physik und Mathematik boxte er in seiner Freizeit, wodurch er das Angebot bekam, als Stuntman aufzutreten. So konnte er das erste Mal Filmluft schnuppern. Kurze Zeit später wurde er schon Produktionsassistent und 1954 Produktionsleiter. Die Zusammenarbeit mit Bud Spencer und Terence Hill begann 1969.

Italo Zingarelli bei Dreharbeiten

Italo Zingarelli bei Dreharbeiten

Das Familiengut Rocca delle Macìe nahe Castellina in Chianti

Schon 1973 erwarb Italo Zingarelli das Gut Rocca delle Macìe nahe Castellina in Chianti in der Toskana. Er verabschiedete sich vom Filmgeschäft, pflanzte zahlreiche Olivenbäume und Weinstöcke und widmete sich fortan der Landwirtschaft. Schon 1978 konnte er seinen ersten selbst produzierten Chianti genießen. Im Laufe der Jahre boxte sich der ehemalige Filmproduzent ganz nach oben in der Gunst der Weinkenner. Nicht nur das deutsche Fachmagazin Weinwirtschaft konnte er überzeugen, auch Robert Parker aus den USA hat die Zingarelli-Weine schon mehrfach mit vielen Punkten ausgezeichnet.

die Familie um Sergio Zingarelli

die Familie um Sergio Zingarelli

Das Familienunternehmen Rocca delle Macìe

Italo Zingarelli hatte mit seiner Frau Maria Laura Spano drei Kinder. Eines der Kinder ist Sergio, der 1985 in das Familienunternehmen auf dem Gut Rocca delle Macìe einstieg. Seit 1989 ist er der Leiter des Weingutes. (Italo Zingarello verstarb im Jahr 2000 in Rom.) Sergio Zingarelli führt mit seiner Familie die Familientradition auf dem Weingut fort. Dank ihm wurde der 2010er Jahrgang im Jahr 2012 vom Magazin Weinwirtschaft auf den ersten Platz der italienischen Rotweine und auf Platz zwei der besten Weine der Welt gewählt. Von vorhergehenden Jahrgängen zeigten sich unter anderem der Gambero Rosso und Mundus Vini begeistert.
Den preisgekrönten Rotwein vom Rocca delle Macìe können Sie selbstverständlich bei uns bestellen.

Silvester

Warum heißt Silvester eigentlich Silvester?

Heute ist es wieder soweit – der Prosecco ist kühl gestellt, die Partyvorbereitungen sind entweder schon in vollem Gange oder Sie waren so schlau, sich bei anderen Leuten einzuladen. Es ist der letzte Tag eines ereignisreichen Jahres. Gute Vorsätze werden gefasst und man verbringt den Abend mit Menschen, die einem lieb sind.
Dieser Tag wird als Silvester bezeichnet. Aber warum eigentlich? Woher kommt dieses Wort?
Nun, benannt ist dieser halbe Feiertag nach dem Heiligen und Papst Silvester, der am 31. Dezember 335 verstorben ist.

Prosecco aus Venetien

Prosecco aus Venetien

Silvester – Feier des Jahreswechsels

Der Jahreswechsel selbst wurde schon vor dem Jahr 335 gefeiert. Das erste „Jahresendfest“ bzw. Neujahrsfest war das im Jahr 153 v. Chr., als der Beginn des Jahres vom 1. März auf den 1. Januar verschoben worden war, wie ein Brief Ciceros belegt.
Die Verbindung mit Licht und Feuer soll germanische Wurzeln haben. Es ist anzunehmen, dass in der dunklen Jahreszeit jedwedes Fest mit viel Licht gefeiert wurde, wie es auch bei Weihnachten der Fall ist.
Dass der 31. Dezember mit der Bezeichnung „Silvester“ assoziiert wird, hängt mit der Gregorianischen Kalenderreform zusammen, bei der das Ende des Jahres vom 24. auf den 31. Dezember (aus heutiger Sicht) verlegt wurde.

Silvester in Rom

Silvester in Rom

Silvester in anderen Sprachen

Für Deutschsprachige ist die Bezeichnung Silvester für den 31. Dezember so völlig natürlich, dass sie vielleicht davon ausgehen, dass es in allen Sprachen so oder ähnlich heißt. Das kann im englischsprachigen Raum (wo der Tag New Year’s Eve = Neujahrsvorabend heißt) zu einiger Verwirrung führen. Doch es gibt einige Sprachen – vor allem in vorherrschend katholischen Ländern, in denen der Heilige Silvester Namenspatron für den letzten Tag des Jahres ist: Italienisch notte di San Silvestro, Französisch Reveillon de la Saint-Sylvestre, Polnisch Sylwester und Tschechisch Silvestrovské oslavy.

In diesem Sinne wünschen wir allen einen Guten Rutsch und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2013!

Frantoio Venturino Bartolomeo Reisebericht

Zu Besuch bei Venturino Bartolomeo di Venturino Valter in Ligurien

Von der recht küstennahen A10 schlängelt sich die teilweise ziemlich holprige Straße in das Örtchen Diano San Pietro in Ligurien, vorbei an Olivenbäumen, Obstbäumen, Pinien, Agaven, Palmen, Kakteen und selbstverständlich durch weitere Dörfer. In den schmalen Gassen der Dörfer sind wir froh, dass nur wenig Verkehr ist, denn das könnte mit Gegenverkehr ganz schön eng werden. Doch schließlich erreichen wir Diano San Pietro und fahren von dort aus die wenigen Kilometer bis zur Ölmühle oder Frantoio Venturino, wo wir mit Valter verabredet sind.

Unser Gastgeber Valter

Unser Gastgeber Valter

Frantoio Venturino

Valter empfängt uns in seiner Frantoio Venturino, die wir bereits zum wiederholten Mal besuchen. Zur Begrüßung gibt es frisches Brot mit Olivenöl und Pesto alle genovese. Draußen im Garten im Schatten der Olivenbäume genossen ist diese simple Mahlzeit nicht nur eine Stärkung, sondern auch ein unvergessliches Erlebnis.
Nach dieser köstlichen Stärkung gibt es einen kurzen Rundgang durch die Produktionsanlage, wobei wir uns an die Führung beim letzten Mal erinnern. Wieder arbeiten fleißige Frauen und Männer daran, den typisch ligurischen Genuss auch nach Deutschland zu bringen.

Valter zeigt uns seine Produkte

Valter zeigt uns seine Produkte

Olivenöl Valli della Taggiasca Extra Vergine und ligurische Spezialitäten von Venturino

Und danach geht es schon wieder ans Schlemmen: Valter hat einige neue Kreationen in sein Sortiment aufgenommen und nun ist es an uns, unsere Favoriten für den Online-Shop zu finden und somit die ligurischen Spezialitäten den deutschen Gaumen schmackhaft zu machen.
Eine Auswahl an unterschiedlich eingelegten und gefüllten Oliven (vor allem die für diese Region typische Taggiasca-Olive) macht den Anfang. Es schmeckt alles so gut, da fällt die Entscheidung sehr schwer! Selbstverständlich dürfen wir auch wieder das hervorragende Valli della Taggiasca Olivenöl von Venturino probieren, obwohl wir schon lange von dessen Qualität überzeugt sind und es im Sortiment haben. Und dann lädt uns Valter auch noch zum Essen ein! Natürlich nehmen wir die Einladung gerne an.

Es wird eine Pastasorte serviert, die ich vorher noch nie gesehen habe: Es sind Nudeln in Münzform, in die Valter sein Logo hat „einprägen“ lassen. Valter erzählt uns, dass es früher durchaus üblich war, bei der Zubereitung der Croxetti das Familienwappen einzuarbeiten.
Nach dem Essen und einem Gläschen Grappa beginnen die Preisverhandlungen. Das Ergebnis können Sie in unserem Shop sehen.

Panforte – Weihnachtskuchen aus Siena

Panforte – Tradition aus Siena

Haben Sie schon einmal Panforte probiert? Panforte ist eine Weihnachtsspezialität aus Siena. Inzwischen wird es allerdings das ganze Jahr über angeboten, denn man kann der süßen Leckerei nur schwer widerstehen. Es ist ein wenig mit Lebkuchen/ Pfefferkuchen oder der englischen Tradition des Fruit Bread verwandt. In Siena gibt es die Tradition, dass das Panforte aus 17 Zutaten bestehen muss, ebenso viele Zutaten wie die Stadt contrade (=Stadtbezirke) hat.
Zumindest Nüsse, getrocknete Früchte, Zucker und zahlreiche Gewürze sollten jedenfalls enthalten sein.

Weihnachtsliches Panforte

Weihnachtsliches Panforte

Panforte – Pfefferkuchen aus Siena

Die Tradition des Panforte lässt sich bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen. Aus dem Jahr 1205 gibt es nämlich Dokumente, in denen nachzulesen ist, dass Panforte als Steuer an Mönche und Kloster eines Klosters nahe Siena bezahlt wurde. Allerdings hieß es damals wohl noch nicht panforte, sondern panpepato. Das bedeutet gepfeffertes Brot und bezieht sich auf die vielen Gewürze, die für die Zubereitung verwendet werden. Die Verwandtschaft zum deutschen Lebkuchen lässt sich also zumindest dem Namen nach kaum verleugnen.

Zubereitung von Panforte

Die Zubereitung von Panforte ist ziemlich einfach: Zucker wird in Honig und verschiedenen (getrockneten) Früchten und Nüssen aufgelöst. Die Gewürze werden mit etwas Mehl vermischt und die Mischung in einer flachen Form gebacken. Da der Teig keinerlei Triebmittel enthält, geht er auch nicht auf.
Das Panforte wird auf eine großen Oblate geklebt und mit Puderzucker bestäubt.
Man isst Panforte in Tortenstücken mit Vin Santo oder Kaffee.

In unserem Shop finden Sie einige Panforte-Variationen, von denen Sie unbedingt einmal einige probieren sollten!

Wir wünschen einen schönen 1. Advent!

Ricciarelli – Süßes Weihnachtsgebäck aus der Toskana

Toskanisches Weihnachtsgebäck Ricciarelli

Die Adventszeit steht vor der Tür und damit hat man endlich wieder eine Entschuldigung, sich mit allerlei süßen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Eine der wichtigsten weihnachtlichen Zutaten sind Mandeln. Kein Pfefferkuchenhaus ist vollständig ohne sie, einige Stollenrezepte enthalten Mandeln und auch in einigen Rezepten für die in Deutschland so beliebten Vanillekipferl. Mandeln sind auch eine wesentliche Zutat in den Ricciarelli di Siena . Die Zubereitung kann stark erleichtert werden, wenn man bereits geschälte Mandeln kauft. Aber letztendlich ist der Prozess des Backens der traditionellen Weihnachtskekse ein wichtiger Bestandteil der Adventszeit und so kann die Zubereitung eigentlich gar nicht lange genug dauern.

Ricciarelli di Siena

Ricciarelli di Siena

Ricciarelli – eine Tradition aus Siena

Dass die Ricciarelli in Siena erfunden wurden, ist ziemlich sicher. Zumindest ist die Stadt heute untrennbar mit dem Gebäck verbunden. Man kann die Zubereitung bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Legende nach wurden sie von Ricciardetto della Gherardesca auf seiner Burg nahe Volterra erfunden, nachdem der Adlige von einem Kreuzzug zurückgekehrt war.
Heute werden Ricciarelli wegen der großen Nachfrage der Touristen das ganze Jahr hindurch in Siena verkauft. In den Anfängen der Ricciarelli-Geschichte jedoch war die Produktion auf Klöster und Gewürzhändler beschränkt, denn nur diese konnten sich die teuren Zutaten leisten und diese auch lagern.

Ricciarelli aus Siena bestellen

Selbstverständlich wollen wir Ihnen diese Spezialität nicht vorenthalten. Daher bieten wir Ricciarelli aus Siena in unserer Shopabteilung Süßes und Gebäck an. Dort finden Sie auch weitere süße Knusprigkeiten wie Cantuccini und Amaretti in verschiedenen Varianten. Der Hersteller unserer Ricciarelli ist die Feinbäckerei Marabissi, ein Familienbetrieb, der seit über 60 Jahren toskanische Leckereien für italienische und internationale Naschkatzen zubereitet.