Latium

Das Krippenspiel – eine Tradition aus Italien

Krippenspiel – eine Weihnachtstradition

Erinnern Sie sich noch, wie Sie am Heilig Abend mit Ihren Eltern in der Kirche waren, und dank des Krippenspiels daran erinnert wurden, warum Weihnachten gefeiert wird? Haben Sie vielleicht selbst einmal mitgespielt? Oder gehen Sie inzwischen mit Ihren eigenen Kindern in die Kirche, um das Krippenspiel zu sehen und die Tradition fortzusetzen? Das Krippenspiel ist eine Weihnachtstradition, die für viele Familien zum Programm der Weihnachtsfeiertage gehört. Ein wenig Besinnlichkeit, bevor man mit etwas Glück durch den Schnee nach Hause stapft, wo es dann nach einem Imbiss die Bescherung gibt.

Krippenszene

Krippenszene

Franz von Assisi – Erfinder des Krippenspiels

Der Legende nach soll Franz von Assisi (auch bekannt als Heiliger Franziskus) das Krippenspiel mit der Stalldarstellung und den Tieren erfunden haben. 1223 soll er in einem Wald nahe Greccio die Krippenszene mit Menschen und Tieren dar, als Ausblick auf das Dreikönigsfest, wenn sich zu der Heiligen Familie die Weisen aus dem Morgenland gesellen.
Doch eigentlich lässt sich das Krippenspiel (nur mit der Heiligen Familie) schon im 10. Jahrhundert nachweisen. Auch der Besuch der Hirten wurde als Hirtenspiel und der Besuch der Weisen als Dreikönigsspiel schon dargestellt. Allerdings wurde das Krippenspiel damals auf Latein dargestellt, was dem Verständnis nicht gerade zuträglich gewesen sein kann.

Krippenszenen in Deutschland und Italien

Doch während das Krippenspiel und damit die szenische Darstellung der Ereignisse um Jesus‘ Geburt in Deutschland eng mit dem Weihnachtsgottesdienst verbunden sind, werden die Szenen in Italien außerhalb der Kirche aufgebaut. Es gibt auch eine Tradition, dass das zuletzt geborene Kind und seine Eltern die Heilige Familie darstellen „müssen“. Diese Darstellung heißt auf Italienisch übrigens Il Presepe vivente. Und nicht nur die Krippenszene wird dargestellt, sondern auch alte Handwerksberufe wie Töpfern, Körbe flechten und so weiter können zur Weihnachtszeit erlebt werden.

Die Region Latium im Zentrum Italiens

Von Rom nach ganz Westeuropa und darüber hinaus

Die Region Latium liegt im Zentrum Italiens; es ist die Region um die Landeshauptstadt Rom. Der Legende nach (z.B. in der Aeneis von Vergil) wurde sie nach einem König Latinus benannt. Tatsächlich aber leitet sich der Name vom Volk der Latiner ab, die im 6. Jahrhundert v. Chr. in der Region siedelten und 1000 v.Chr. erstmals italienischen Boden betreten hatte. Ihre Sprache wurde mit dem Aufstieg des Römischen Reiches zur Weltsprache (in der damals noch kleineren Welt).

Latium wurde mit der Hauptstadt Rom zum Kerngebiet des stetig wachsenden Römischen Reiches. Nach dem Niedergang desselben wurde die Region, die in der Antike nur das Gebiet zwischen Tiber, Sabiner Bergen, Sinuessa (heutiges Mondragone) und Tyrrhenischem Meer umfasste, zum Kerngebiet des Kirchenstaates und somit wiederum das Zentrum einer Weltmacht.

Das Colosseum-Zeuge der Geschichte

Das Colosseum-Zeuge der Geschichte

Touristisches Latium

Die meisten Besucher der Region Latium wird man in Rom finden. Die Hauptstadt der Region und des Staates Italien bietet kulturell eine unglaubliche Vielfalt. Und auch wenn der Vatikan nicht zu Italien gehört, so lockt auch er viele Besucher aus aller Welt in die Region. Wer es lieber ruhiger mag, dem seien die Albaner Berge empfohlen. Sie stellen die Reste eines ehemals vulkanischen Ringgebirges dar, dessen vulkanische Aktivität schon über 20.000 Jahre zurück liegt. Man kann dort wandern oder die antike Via Triumphalis, die zu einem Jupitertempel auf dem Gipfel des Albanus Mons führte, besichtigen. Auch Neapel liegt in der Region Latium, ebenso wie das beliebte Ausflugsziel Monte Cassino, ein nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebautes Kloster.

Penne all'Arrabbiata

Penne all

Kulinarisches Latium

Rom als Metropole bietet selbstverständlich alles, was andere Metropolen auch bieten, Essen aus fast jeder Ecke der Welt. Das ist eine Weiterentwicklung der Antike, in der Gerichte aus allen römischen Provinzen nach Rom gelangten. Beliebte Gerichte wie Spaghetti alla carbonara und Penne all’Arrabbiata stammen aus der Region Latium, aber auch solche Leckereien wie Abbacchio alla romana (Milchlamm auf Römische Art) oder Stracciatella alla romana (Eierflöckchensuppe auf römische Art). Schon in der Antike wurde der Pecorino romano genossen, ein Schafskäse, der in beinahe allen italienischen Regionen verbreitet ist. Für die Legionäre gehörte er zur Tagesration.

Das Fest der Incappucciati

Wann ist das Fest der Incappuciati?

Letzte Woche habe ich über den Karneval in Venedig geschrieben; diese Woche soll es um ein dazu gehöriges Fest gehen, das in Gradoli in der Region Latium gefeiert wird. Das Fest heißt Il Festa degli Incappucciati e il Pranzo del Purgatorio, zu Deutsch etwa Das Fest der Kapuzenträger und das Mahl des Fegefeuers. Klingt äußerst gruselig, ist aber weniger schlimm als es sich anhört. Das Datum des Karnevals ist von Ostern abhängig, ein Fest, dessen Datum wiederum vom Mond abhängt. Ostersonntag fällt jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Winter-Tagundnachtgleiche. Der italienische Karneval beginnt sieben Wochen vor der Karwoche.

Wie wird das Fest der Incappucciati gefeiert?

Eine Karnevalsfigur mit schwarzer cappuccio

Eine Karnevalsfigur mit schwarzer cappuccio

Dem aufmerksamen Leser wird die Ähnlichkeit des Wortes Incappucciati mit Cappuccino aufgefallen sein. Das ist kein Zufall, denn Cappuccino bedeutet nichts Anderes als „Kapuziner“. In Gradoli ist das folkloristische Brauchtum noch besonders gut erhalten. Am Giovedì Grasso (dt. fetter Dienstag = Fastnacht), dieses Jahr am 16. Februar, zieht eine Prozession von Mitgliedern der Confraternita del Purgatorio (=Bruderschaft des Fegefeuers) mit schwarzer Kleidung und langen Kapuzen (it. cappuccio) begleitet von bunt gekleideten Karnevalisten durch die Gassen und Straßen. Sie wollen die Menschen daran erinnern, dass die Zeit des Karnevals bald vorbei und die Fastenzeit nah ist. Sie klopfen an die Türen und bitten um Lebensmittelspenden, vor allem traditionelle landwirtschaftliche Produkte wie Käse, Salami, Oliven und Schinken. Die Incappucciati bringen alle diese Gaben auf den Marktplatz, wo am Mercoledì delle Ceneri (Aschermittwoch) ein großes Essen veranstaltet wird. Dieses ist das Pranzo del Purgatorio, das Fegefeuer-Mahl, das die Fastenzeit einläutet. Die Menschen beten beim Essen für Gnade und für ihre Seelen im Fegefeuer. Bis in die 1950er Jahre durften nur Männer an diesem Mahl teilnehmen.

Latium und seine Spezialitäten

Latium – geschichtsträchtige Region in Mittelitalien

Latium Tiberbrücke

Latium Tiberbrücke

Latium (it. Lazio) mit seiner Hauptstadt Rom bildet das Kerngebiet des Römischen Reiches. Der Fluss Tiber durchzieht es und verschwindet endlich im Tyrrhenischen Meer. Benannt ist die Region nach dem Stamm der Latiner, die seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. dort siedelten. Der römischen Autor Vergil hingegen, der den Ursprung der Römer im Exil-Trojaner Aeneas sieht, nennt dessen Schwiegervater, der der König des späteren Gebietes um Rom ist, Latinum. Das ursprüngliche Gebiet Latiums war viel kleiner als heute und umfasste lediglich das Areal zwischen Tiber, den Sabiner Bergende, Sinuessa (dem heutigen Mondragone) und dem Tyrrhenischem Meer. Latium war aufeinander folgend Teil des Römischen Reiches, des Odoaker-Reiches, des Oströmischen Reiches, gehört als Lehen dem Papst, dann zum Königreich Italien, wurde unabhängig und nach der Eroberung durch Napoleon von Frankreich annektiert. Dann wurde Latium wieder Teil des Königreichs Italien und seit 1947 ist es ein Verwaltungsbezirk der Italienischen Republik.
Noch heute zeugen Bauten wie das Colosseum oder die zahlreichen Obelisken von der Weltmacht und dem kulturellen Reichtum dieser Ära.

Kulinarische Spezialitäten aus Latium

Peterskirche

Peterskirche

Einige Spezialitäten wie der Pecorino romano haben sich seit der Römerzeit im Speiseplan der Italiener gehalten. Dieser köstliche Schafskäse wurde den römischen Legionären als Ration zugeteilt. Von dort aus nahm er seinen Siegeszug durch ganz Italien auf, der zu vielen regionalen Varianten des klassischen Schafskäses auch außerhalb Latiums führte. Andere leckere Gerichte sind Spaghetti alla carbonara, Penne all’arrabiata oder Stracciatella alla romana, eine Suppe mit Eierflockeneinlage. In den Bergen des Latium spielt der Olivenanbau eine große Rolle. In der Frantoio Quattrociocchi werden ausgezeichnete Olivenöle gepresst, teilweise in Bio-Qualität. Auch aromatisierte Olivenöle, die durch gleichzeitiges Pressen der Oliven mit den aromagebenden Zutaten gewonnen werden, gehören zum Sortiment. Die häufigsten im Latium angebauten Olivensorten sind Carboncella, Canino, Itrana, Leccino, Raja und Rosciola. Auch einen eigenen Sambuca hat die Region hervorgebracht – mit seinem charakteristischen Anis-Aroma ein köstlicher Digestif.

Feinschmecker: Testsieger Quattrociocchi Americo Olivastro BIO

Beim diesjährigen Olivenöltest des Magazins Der Feinschmecker wurde das Quattrociocchi Americo Olivastro BIO der Frantoio Quattrociocchi in der Kategorie „intensiv fruchtig“ auf den ersten Platz gewählt. Die Experten des Feinschmeckers zeigten sich begeistert vom intensiven Duft von Artischocken, grünen Tomaten und Avocado des Quattrociocchi Americo Olivastro BIO.

Quattrociocchi Americo Olivastro BIO

Quattrociocchi Americo Olivastro BIO

Die Olivenhaine, aus deren Oliven das Quattrociocchi Americo Olivastro BIO gewonnen wird, liegen auf den Hügeln von Alatri, mitten in der Ciociaria. Diese Region gehört zu den ältesten, in denen Oliven angebaut werden. Schon die Römer schätzen das Klima und gewannen Olivenöl für unterschiedlichste Zwecke. So lange ist Americo Quattrociocchi noch nicht im Geschäft, aber immerhin so lange, wie es bei seinem Alter möglich ist. Denn schon als kleiner Junge hielt er sich täglich in der Ölmühle auf und hat so wahrscheinlich Olivenöl im Blut. Außerdem stehen in seinem Bücherregal nur Bücher über Oliven und Olivenöl. Kein Wunder also, dass er ein so hochwertiges Öl wie das Quattrociocchi Americo Olivastro BIO herstellen kann.

Schon Americos Großvater war im Olivenöl-Geschäft tätig. Er pflanzte 1850 die ersten Bäume auf dem damaligen Familienbesitz, der 1200 ha Land umfasste. Damals gehörten der Familie insgesamt vier Ölmühlen. Zu dieser Zeit wurde das Olivenöl aber eher für den Eigenverbrauch und die benachbarten Bauern produziert. Erst 1999 begann die Familie Quattrociocchi damit, das flüssige Gold in Flaschen zu füllen. Das Olivenöl aus den Sorten Moraiolo, Frantoio, Leccino und Itrana wurde bereits im Jahr 2002 bio-zertifiziert. Und auch das Quattrociocchi Americo Olivastro BIO ist ein Bio-Öl.

Amerigo Quattrociocchi mit einer Flasche Olio Extra Vergine Quattrociocchi

Amerigo Quattrociocchi mit einer Flasche Olio Extra Vergine Quattrociocchi

Die meisten Oliven sind bei der Verarbeitung zu Quattrociocchi Americo Olivastro BIO noch grün und enthalten daher wenig Bitterstoffe, wodurch das Olivenöl extra vergine einen geringen Säuregehalt aufweist. Die Verarbeitung der Oliven erfolgt von Hand, d.h. die Oliven werden von Hand geerntet und zur Ölmühle gebracht. Die Kaltpressung erfolgt in den erst vor wenigen Jahren angeschafften hochmodernen Pressen. Aber auch die Pflege der Olivenbäume erfolgt nach ökologischen Grundsätzen. Das heißt, dass z.B. gegen die schädliche Olivenfliege keinerlei Pestizide, sondern natürliche Fallen eingesetzt werden. So kann Americo Quattrociocchi garantieren, dass in seinem Quattrociocchi Americo Olivastro BIO keinerlei schädliche Zusatzstoffe enthalten sind.