Sizilien

Pistazien – die grünen Diamanten Siziliens

Pistazien aus Bronte

Wer bei Bronte an englische Literatur denkt, beweist zwar Bildung, liegt aber nur zur Hälfte richtig. Denn der Familienname der literarischen Schwestern leitet sich nicht vom italienischen Pistazien-Städtchen auf Sizilien ab.
Die Kleinstadt Bronte in der Provinz Catania liegt im Schatten des Ätna, der sowohl für nahrhaften Boden sorgt als auch bereits drei Mal die Stadt ausgelöscht hat.
Rund um Bronte besteht die Baumvegetation zu sagenhaften 80% aus Pistazienbäumen. Zwar sind die Pistazienplantagen in Amerika und dem Iran wesentlich größer, doch für die Bewohner von Bronte ist der Pistazienanbau die wichtigste Einkommensquelle.

Ein Pistazien-Baum am Meer

Ein Pistazien-Baum am Meer

Sagra del Pistacchio

Im September findet in Bronte die Sagra del Pistacchio statt. Dann feiern die Einwohner die grünen Steinfrüchte, die von den Arabern auf die Insel gebracht wurden. Auf dem Markt werden dann zahlreiche Spezialitäten aus und mit Pistazien feilgeboten. Auch für Touristen ist das farbenfrohe Spektakel ein guter Grund, nach Bronte zu kommen.
Die am häufigsten um Bronte angebaute und bei der Sagra del Pistacchio gefeierte Sorte heißt kurioserweise Bianca, aber wie alle Pistazien ist sie nicht weiß, sondern grün.

Torrone mit Pistazien und Mandeln

Torrone mit Pistazien und Mandeln

Pistazien-Spezialitäten bei Gustini

Einige Pistazien-Spezialitäten haben wir auch in unserem Shop bei Gustini im Sortiment. So zum Beispiel ein Pesto aus Pistazien, wie es in Sizilien gern zu Pasta oder auf Bruschetta genossen wird.
Auch als süße Variante werden die Pistazien verarbeitet: So findet man sie in Cantuccini, dem beliebten Gebäck aus Norditalien.
Wer die Sagra del Pistacchio in Bronte besucht, dem wird garantiert auch der lokale Pistazien-Likör angeboten. Zur Weihnachtszeit ist Torrone mit Pistazien sehr beliebt.
Weitere italienische Spezialitäten mit Pistazien finden Sie in unserem Shop.

Olivenöl aus Sizilien

Olivenöl aus Sizilien

Sizilien ist nicht nur das Land, wo die Zitronen blühen, sondern auch ein hervorragendes Anbaugebiet für Oliven und somit für die Herstellung von Olivenöl. Bei den zahlreichen italienischen, europäischen und internationalen Olivenöltests belegen Olivenöle aus Sizilien immer wieder Spitzenpositionen. Die fruchtbare Erde und die vielen Sonnentage lassen die Oliven vor allem der Sorten Nocellara und Biancolilla zu aromatischen Früchten reifen. Auch viele der Olivenöle, die wir in unserem Shop anbieten, kommen aus Sizilien.

Olivenöl von Frantoi Cutrera

Olivenöl von Frantoi Cutrera

Olivenmühlen in Sizilien

Einige der Olivenmühlen in Sizilien haben wir auch besucht, wie Sie in vorherigen Blogbeiträgen nachlesen können. Da wäre beispielsweise die Frantoi Cutrera mit ihrem preisgekrönten Olivenöl Primo DOP Monti Iblei. Oder das BellOmio Bio-Olivenöl von der Ölmühle Agrestis. Auch das Nocellara-Olivenöl von der Ölmühle Mandranova konnte 2011 im Magazin Der Feinschmecker auf das Siegertreppchen steigen. Von der Ölmühle Giorgio Rollo stammt das Olivenöl Letizia Monti Iblei. Wie Sie sehen, gibt es zahlreiche Ölmühlen in Sizilien, von denen nur einige bei uns vertreten sind.

Olivenöl aus Sizilien von Barone del Murgo

Olivenöl aus Sizilien von Barone del Murgo

Barone del Murgo Olivenöl Sizilien

Eine weitere Ölmühle in Sizilien, die bereits mehrere Preise gewonnen hat, ist die des Barone del Murgo, der neben Oliven auch Mandarinen, Apfelsinen, Wein und vieles mehr auf seinem herrschaftlichen Land kultiviert. Sein Olivenöl Barone del Murgo gewann bereits 2009 im Feinschmecker den ersten Preis in der Kategorie der mildfruchtigen Olivenöle. Er hat – wie viele andere Ölmüller auch – mehrere Olivenöle aus Sizilien in seinem Sortiment.

Schauen Sie sich doch einmal in unserer Abteilung für Olivenöle um und entdecken Sie Ihre persönlichen Favoriten.

Marsala: Dessertwein aus Italien

Marsala – der sizilianische Dessertwein

Adventszeit ist Plätzchenzeit. Und ob es nun die klassischen deutschen Gebäcke wie Vanillekipferl oder Zimtsterne sind oder die italienischen Cantuccini, mit einem süßen Dessertwein schmecken Sie noch einmal so gut. Aus Italien kommen zwei Dessertweine, die wir im Sortiment haben: Vin Santo (= Heiliger Wein) und Marsala. Während Vin Santo besonders in Norditalien und genauer in der Toskana verbreitet ist, kommt Marsala aus Sizilien. Er ist nach der Hafenstadt Marsala an der westlichen Spitze der Insel benannt.

Cremovo - Marsala mit Eigelb

Cremovo - Marsala mit Eigelb

Was ist Marsala?

Marsala ist ein Likörwein, der in Sizilien rund um die Hafenstadt Marsala in der Provinz Trapani hergestellt wird. Er wird aus meistens weißen Rebsorten wie Grillo, Inzolia, Catarratto und anderen gewonnen, aber es gibt auch Marsala aus den roten Rebsorten Nero d’Avola, Nerello Mascalese und Perricone. Der hohe Alkoholgehalt wird meistens durch Aufspritung erreicht, also die Zugabe von reinem Alkohol. Diese Methode wurde früher angewendet, um die Weine für längere Seereisen haltbar zu machen. Denn vor allem die Engländer sind wichtige Importeure für Likörweine wie Marsala aus Sizilien, Sherry aus Spanien und Portwein aus Portugal. Es gibt aber auch Marsalas, bei denen der Alkoholgehalt durch natürliche Gärung entsteht.

Marsala Ambra Fine DOC

Marsala Ambra Fine DOC

Welche Arten Marsala gibt es?

Auf den Etiketten von Marsala-Flaschen wird man folgende Angaben finden: Oro und Ambra sowie secco, abboccato und dolce. Die ersten beiden Begriffe beziehen sich auf die Farbe: Oro bedeutet „goldfarben“ und ambra bedeutet „bernsteinfarben“. Secco und dolce sind von Weinen bekannt und bedeuten „trocken“ und „süß“. Abboccato liegt dazwischen. Außerdem kann im Namen des Marsalas noch das Kürzel DOC erscheinen. Den Status Denominazione d’Origine Controllata hat der Marsala bereits 1969 verliehen bekommen. Es bedeutet, dass der betroffene Marsala aus der Provinz Trapani kommt und nach den traditionellen Methoden hergestellt wurde. Auf einigen Marsalas wird man auch die Bezeichnung fine finden. Diese sind dann mindestens ein Jahr im Holzfass gereift und haben einen Mindestalkoholgehalt von 17%. Ein Marsala Superiore ist zwei Jahre im Fass gereift und ein Superiore Riserva sogar mindestens vier Jahre.

Die Provinz Palermo auf Sizilien

Die Provinz Palermo

Die Provinz Palermo (Abkürzung PA) liegt im Norden der Mittelmeerinsel Sizilien. Sie grenzt an das tyrrhenische Meer, so dass man vom Hafen in Palermo zahlreiche Fährverbindungen zur Insel Ustica, nach Neapel und andere süditalienische Städte vorfindet. Der Flughafen Falcone – Borsellino, 35 km von Palermo entfernt bietet Verbindungen in die wichtigsten europäischen und internationalen Metropolen.
Für geschichtlich Interessierte bieten die archäologischen Fundstätten Himera (griechische Kolonie) und Solunto (phönizische Gründung) lohnende Ausflugsziele.

Urlaub in der Provinz Palermo

Der Nationalpark Parco delle Madonie lädt während eines Urlaubs in der Provinz Palermo zum Wandern ein. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten gibt es zu entdecken. Feigenkakteen sind nur ein Beispiel für die Vielfalt der Landschaft.
In der Provinz bieten außerdem zahlreiche Bauernhöfe Übernachtungsmöglichkeiten mit der Kombination, die Landwirtschaft hautnah zu erleben.
Wen es mehr in die Städte zieht, der sollte die Kultur und das Leben in Palermo, Bagheria, Monreale und die kleineren Städte erkunden. Die verschiedenen Besiedlungskulturen von Griechen und Phöniziern über Araber und Schwaben haben ihre Spuren architektonisch hinterlassen.

Salsiccia ist heute in ganz Italien verbreitet

Salsiccia ist heute in ganz Italien verbreitet

Die kulinarischen Schätze der Provinz Palermo

Aufgrund der Nähe zur Küste findet man auf Speisekarten in Palermo und der Provinz Palermo viel Fisch und Meeresfrüchte. Der Ort Santa Cristina Gela ist zum Beispiel für sein Gericht Baccalà in umido bekannt, gekochten Stockfisch, der mit einfachsten Zutaten wie Knoblauch, Petersilie, Olivenöl, Salz und Pfeffer gewürzt wird. Petersilie ist in ganz Italien ein wichtiges Gewürz.
Ein weiteres typisches Gericht, in diesem Fall aus Caccamo, ist im Ofen gegartes Rehkitz, das mit Kartoffeln serviert wird.
In Caccamo spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Verschiedene Käsesorten haben ihren Ursprung in Caccamo. Außerdem werden in Caccamo Salsiccia hergestellt, rohe Würste, die entweder luftgetrocknet für den späteren Verzehr werden oder als Zutat für würzige Sugos verwendet werden.

Sagra Arancia Rossa di Sicilia IGP (Fest der Sizilianischen Blutorange)

Die Sagra Arancia Rossa di Sicilia IGP

Vergangenes Wochenende wurde in Centuripe auf Sizilien das Fest der Sizilianischen Blutorange gefeiert. Anlass ist die Ernte der drei Orangensorten, die zwischen März und April liegt. Die Früchte sind etwas kleiner als gewöhnliche Orangen und Anthocyanine sind für die Rotfärbung verantwortlich. Interessant zu wissen ist wohl, dass sich die roten Farbstoffe nur in kalten Winternächten entwickeln können, wie es auf Sizilien der Fall ist (nicht im Vergleich zu unseren Wintern natürlich).
Mit Verkostungen und Musik wurde die köstliche Frucht bereits zum vierten Mal gefeiert. Auf dem Piazza Sciacca wurde eine kleine Küche aufgebaut, wo die Zubereitung alter Rezepte mit der Arancia Rossa di Sicilia vorgeführt wurde.

Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen...

Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen...

Was ist die Arancia Rossa di Sicilia IGP?

Die Arancia (=Orange) Rossa (=rot) di Sicilia (=aus Sizilien) ist eine Sammelbezeichnung für drei Sorten Blutorangen, die seit langem in Sizilien angebaut werden. Die drei Sorten sind Tarocco, Moro und Sanguinello. Von Tarocco wird vermutet, dass es sich um eine Mutation der Blüte eines Sanguinello-Orangenbaumes handelt, die zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert entdeckt wurde. Sie stammt aus Italien. Die großen Früchte können rund bis oval im Profil sein. Typisch bei dieser Sorte ist, dass der Kragen, also der Teil, wo der Blütenrest sitzt, stark herausgebildet ist. Die Früchte haben keine Kerne und eine gelblich orange Farbe mit roter Pigmentierung – je nachdem, in welchem Reifegrad sie geerntet wurden.

Bereit zur Ernte!

Bereit zur Ernte!

Die mittelgroße Sorte Moro reift zwischen Dezember und März. Das kernlose Fruchtfleisch ist dunkelrot. Im Geschmack ist sie leicht säuerlich.
Die Sorte Sanguinello, die aus Spanien stammt, wird am längsten angebaut und ist besonders in den Provinzen Catania und Siracusa verbreitet. Die Reife beginnt im Februar und endet zwischen März und April. Die mittelgroßen Orangen sind meist kernlos und haben ein orangefarbenes Fruchtfleisch mit blutroten (lat. sanguis = Blut) Streifen.

Marmelade aus Arancia Rossa di Sicilia

Marmelade aus Arancia Rossa di Sicilia

Arancia Rossa auf dem Speiseplan

Wie alle Zitrusfrüchte sind die Orangen des Typs Arancia Rossa di Sicilia reich an Vitamin C. Außerdem liefern sie Folsäure, Calcium und Thiamin (wichtig für die Funktion des Nervensystems).
Zu Saft gepresst, ergeben die Orangen ein herbe bis süße Erfrischung. In Sizilien besteht ein beliebter Wintersalat aus in Scheiben geschnittenen Arance Rosse, Fenchel und Olivenöl.
Populär ist auch Marmelade aus diesen Orangen, allerdings nicht die bittere, englische Variante, sondern die süße, italienische. Baron del Murgo stellt eine solche Orangenmarmelade her.