Toscana

Zu Besuch bei Herstellern von italienischen Delikatessen in der Toskana.

Vinci – die Geburtsstadt des vermutlich berühmtesten Malers Leonardo

Die Stadt Vinci in der Toskana

Im Herzen der Toskana in der Provinz Florenz liegt die kleine Stadt Vinci. Sie ist der Geburtsort des berühmten Renaissancekünstlers Leonardo da Vinci. Zu dieser Zeit gab es noch keine Nachnamen im heutigen Sinn, so dass er in Florenz den Beinamen da Vinci erhielt, was ganz einfach aus Vinci bedeutet.
Der Ort Vinci ist malerisch in die typisch toskanischen Hügel eingebettet, die mit Wein und Olivenbäumen bepflanzt sind. Selbstverständlich beherbergt die Stadt ein Museum zu Ehren ihres berühmten Sohnes, der übrigens als unehelicher Sohn eines Notars zur Welt kam. Außerdem kann sein Geburtshaus, das Casa di Leonardo besucht werden, in dem einige Reproduktion des Meisters gezeigt werden.

Willkommen in Vinci!

Willkommen in Vinci!

Vinci als Alternative oder Ergänzung zu Florenz und Pisa

Millionen Touristen strömen jedes Jahr in die Kulturstädte Florenz und Pisa. Sie bewundern die Architektur und die Kunstschätze in den zahlreichen Museen. Doch ein Abstecher nach Vinci lohnt sich. Das Städtchen hat sich seit der Zeit Leonardos kaum verändert und man kann beinahe auf eine Zeitreise gehen, wenn man die Stadt besucht. Vom Turm des Castello dei Conti Guidi hat man eine herrliche Aussicht auf das verwinkelte Städtchen und die umliegenden Berge.

Im Museo Leonardino wird vor allem Leonardo der Ingenieur dargestellt. Denn neben den Meisterwerken Das letzte Abendmahl und der Mona Lisa war Leonardo als Prototyp des Renaissancegenies an der Entwicklung von Waffen und anderen Maschinen beteiligt. Vielleicht hat er die ersten Ideen dazu als kleiner Junge entwickelt, als er etwas außerhalb von Vinci durch die Landschaft streifte und Wassermühlen bastelte, denn seine Schulbildung war nur sehr spärlich.

Ornihopter -  ein Modell nach einer Zeichnung von Leonardo

Ornihopter - ein Modell nach einer Zeichnung von Leonardo

Leonardo da Vincis Meisterwerke der Malerei

In London werden vom 9. November bis 5. Februar nächsten Jahres in der National Gallery die Gemälde Leonardo da Vincis ausgestellt. So viele sind es nämlich gar nicht. Die Gemälde waren so noch nie in ihrem Umfang an einem Ort ausgestellt und werden es vermutlich auch so bald nicht wieder. Ausgestellt werden Die Dame mit dem Hermelin, Madonna Litta (aus der Eremitage in St. Petersburg), Portrait eines jungen Mannes (Der Musiker), La Belle Ferronière (aus dem Louvre in Paris) und die Felsgrottenmadonna. Als ein Highlight wird auch erstmalig das erst kürzlich als Original bestätigte Bildnis Salvator Mundi ausgestellt.
Da das Letze Abendmahl nicht transportiert werden kann, zeigt die National Gallery eine zeitgenössische Kopie, die sonst in Oxford ausgestellt wird. Sie ist wesentlich besser erhalten als das Original und daher sehr beeindruckend.
Ein Besuch in London lohnt sich also für Kunstliebhaber und Leonardo-Fans.

Chianti – Weinparadies im Herzen der Toskana

Urlaub im Chianti

Von Pisa im Nordwesten bis Montalcino im Südosten erstreckt sich das Gebiet Chianti in der Toskana und nimmt etwa ein Drittel dieser bei Urlaubern beliebten Region Italiens ein. In der Antike wurde das fruchtbare Gebiet von Etruskern und Römern besiedelt, die in der Landwirtschaft vor allem auf Weinanbau setzten. Noch heute prägen die ausgedehnten Weinberge das Landschaftsbild.
In dieser ländlich geprägten Gegend lässt sich das Dolce Vita bestens genießen. Gute Luft, wunderschöne Landschaften und gutes Essen laden zum Verweilen und Entspannen ein. Florenz, Siena, Pisa sowie abseits der großen Städte gelegene Villen und Schlösser laden zu Tagesausflügen ein und die zahlreichen Weingüter locken mit Verkostungen.

Landschaft in Chianti

Landschaft in Chianti

Chianti – das Weinbaugebiet

Neben den sanften, von Zypressen gesäumten Hügeln fallen einem beim Wort Chianti natürlich vor allem die weltberühmten Weine ein. In neun Untergebieten (u.a. Chianti Colli Senesi und Chianti Classico) werden die Weine angebaut und verarbeitet, die sich als Zeichen ihrer Herkunft mit dem Gallo Nero, dem Schwarzen Hahn, schmücken dürfen. Die hauptsächlich angebaute Rebsorte ist Sangiovese. Daneben wird auch zu geringeren Anteilen Canaiolo und Cabernet Sauvignon kultiviert. Legendär ist auch die fiasco genannte Flaschenform, in die bereits seit dem 14. Jahrhundert der dunkle Tropfen abgefüllt wird.

Der Marktplatz in Greve

Der Marktplatz in Greve

Die Küche des Chianti

Die traditionellen Rezepte des Chianti sind vor allem durch die große Auswahl an Fleisch geprägt. In den Wäldern des Chianti tümmeln sich Wildschweine und Rotwild, die sich von den natürlich vorkommenden Kräutern, Eicheln und Kastanien ernähren. Auch Trüffel können mit etwas Glück in den Eichenwäldern gefunden werden. Eine weitere Besonderheit ist das Chianina-Rind, eine uralte Rinderrasse, die in der Toskana gezüchtet wird. Die riesigen weißen Rinder lebten bereits zur Zeit der Etrusker in der Region.

Kein Wunder, dass die Menschen des Chianti so zahlreiche deftige Wurst- und Schinkenkreationen hervorgebracht haben, mit deren langer Haltbarkeit sie auch in Jahren schlechter Ernte gut lebten. Salami aus Wildschweinfleisch, Fenchelsalami und saftige Pancetta sind nur einige der vielen Spezialitäten, die in der Antica Macellaria in Greve zubereitet werden.

Florenz – die Hauptstadt der Toskana

Geschichte der Stadt Florenz

Das architektonische Juwel Florenz ist die Hauptstadt der Toskana und gleichzeitig die bevölkerungsreichste Stadt der norditalienischen Region. Gegründet wurde die Stadt von keinem geringeren als Julius Caesar im Jahr 59 v. Chr. als Siedlung für Veteranen. Aus diesem Grund hatte die Stadt auch den Aufbau eines Armeecamps. Dank der Lage am Fluss Arno blühte die Stadt schnell auf. Nachdem die Bevölkerung unter ostgotischer Herrschaft stark dezimiert worden war, gab es eine erneute Blüte unter langobardischer Herrschaft. 774 wurde Florenz Teil des Herzogtums Toskana.

Untrennbar mit Florenz verbunden ist der Name Medici. Diese Bankiersfamilie regierte Florenz lange Zeit aus dem Hintergrund, denn offiziell wurde die Stadt demokratisch regiert. Vor allem jedoch kulturell drückten die Medici der Stadt ihren Stempel auf, indem sie Künstler wie Michelangelo und Leonardo da Vinci förderten. Ohne die Medici wäre die Renaissance nicht das gewesen, was sie war.

Der Arno fließt durch die Altstadt von Florenz.

Der Arno fließt durch die Altstadt von Florenz.

Kunst in Florenz

Florenz wird auch als kulturelle Hauptstadt Italiens bezeichnet. Kunstliebhaber aus aller Welt pilgern nach Florenz, um die Werke wegweisender Künstler aus vielen Jahrhunderten zu bewundern. Neben den architektonischen Meisterwerken wie den Kirchen und den Palästen der Medici gibt es auch einige Museen und Galerien, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Dazu gehören selbstverständlich die Uffizi, eine Kunstgalerie, die Werke von Giotto, Botticelli, Leonardo da Vinci, Dürer, Cranach und vielen mehr zeigt. Sehr interessant ist die Kostümgalerie als Teil des Pitti-Palastes, wo Theaterkostüme vom 16. Jahrhundert bis heute gezeigt werden.
Vermutlich reicht ein Leben nicht aus, um all die Schätze in Florenz zu entdecken und zu erleben.

Santa Maria del Fiore

Santa Maria del Fiore

Essen und Trinken in Florenz

Als Hauptstadt der Toskana kommt man in Florenz natürlich um toskanische Weine wie Chianti nicht herum. Als Antipasti sind crostini toscani sehr beliebt, geröstete Brotscheiben mit einer Paté aus Hühnchenleber. Legendär ist auch Bistecca fiorentina, ein großes Steak vom Chianina-Rind, einer toskanischen Rinderrasse. Obwohl Florenz eine reiche Stadt ist, sind die Gerichte doch eher ländlich geprägt. Fleisch, Brot, Olivenöl und Wein, das sind wichtige Bestandteile der Florentiner Küche. Doch auch Salate, z.b. mit Rucola und Parmesan sind gern gesehene Gäste in der Speisekarte.

Sagra del Tordo in Montalcino

Wein-Mekka Montalcino

Montalcino ist ein Ort mit etwa 5.000 Einwohnern in der Provinz Siena in der Toskana. Das Städtchen ist berühmt für seine Weine, z.B. den Brunello di Montalcino, einen sehr gefragten Rotwein. Seine Produktion unterliegt strengen Qualitätskontrollen. Wenn der Jahrgang einmal nicht so gut ist oder die Qualität nicht ganz den strengen Normen entspricht, wird er als Rosso di Montalcino in den Handel gebracht und ist immer noch ein sehr guter Wein. Ein anderer berühmter Tropfen aus dem Wein-Mekka Montalcino ist der Vino nobile di Montalcini DOCG.

Die Abtei Sant’Antimo mit Weinstöcken

Die Abtei Sant’Antimo mit Weinstöcken

Sehenswürdigkeiten in Montalcino

Selbstverständlich kann man als Besucher von Montalcino die zahlreichen Kellereien besuchen und den örtlichen Wein verkosten. Aber auch architektonisch hat Montalcino einiges zu bieten: Zum Einen wäre da die Fortezza, eine imposante Burg, die unter Sieneser Herrschaft im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Sehr beeindruckend ist auch das Kloster Sant’Antimo, das zu den bedeutendsten Klosteranlagen Italiens gezählt wird. Es liegt im Ortsteil Castelnuovo dell’Abate. Auch das Rathaus, genannt Palazzo dei Priori, ist eine Besichtigung wert.

Sagrad del Tordo – das Drosselfest

Am letzten Wochenende im Oktober lohnt sich der Besuch von Montalcino besonders. Denn an diesen Tagen findet das Drosselfest (oder italienisch Sagra del Tordo) statt. Die vier Stadtteile von Montalcino gestalten einen Festumzug, ein jeder in seinen Farben und in historischen Kostümen. Der Höhepunkt ist ein Bogenschießen, in dem die vier Stadtteile gegeneinander antreten. Am Sonntag gibt es einen mittelalterlichen Markt auf der Burg, der Einwohner und Besucher gleichermaßen anlockt und begeistert.

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Die Rinderrasse Chianina – eine Delikatesse aus der Toskana

Was ist das Besondere an der Razza Chianina?

Seit kurzem haben wir Bistecca Fiorentina im Sortiment, allerbestes Fleisch aus der Toskana, das vom Chianina-Rind stammt. Traditionell wird nur das Fleisch dieser Rinderrasse für das Florentiner Beefsteak verwendet, denn die Toskaner schwören auf die Qualität dieser alten Rasse. Anders als beispielsweise das Holsteinrind, das mit seiner schwarz-weißen Fellfärbung in Deutschland allgegenwärtig ist und eine recht junge Züchtung darstellt (im 17. Jahrhundert in Nordamerika entstanden), handelt es sich bei der Razza Chianina um eine mindestens antike Rinderrasse.

Zwei Chianina-Rinder vor der Macelleria Falorni

Zwei Chianina-Rinder vor der Macelleria Falorni

Geschichte der Chianina-Rinder

Schon die Etrusker priesen die Eigenschaften dieser Rinder. Und wenn man sich die Tiere mit ihren ausschweifenden Hörnern anschaut, muss man unwillkürlich an antike bildliche Darstellungen von Zugtieren denken. Auch der römische Schriftsteller Plinius der Ältere fand sie erwähnenswert. Außerhalb der Toskana, wo die Rasse ihren Ursprung hat, kommt sie auch in Umbrien und den Marken vor. Benannt ist die Razza Chianina nach dem Chiana-Tal in der Toskana, wo sie als glückliche Weide-Rinder das Landschaftsbild prägen. Vor der Erfindung des Traktors waren es die Chianina-Rinder, die das schwere Ackergerät über die Felder zogen, aber heute werden sie ausschließlich für die Fleischproduktion gehalten.

Die Rinder werden wortwörtlich vorgeführt

Die Rinder werden wortwörtlich vorgeführt

Eigenschaften der Chianina-Rinder

Die Razza Chianina ist nicht nur eine der ältesten der Welt (die Ähnlichkeit zum Ur ist unverkennbar), sie ist außerdem die größte aller Rinderrassen. Der größte bisher gemessene Bulle kam im Jahr 2007 mit einer Widerristhöhe von 2,05 m ins Guinessbuch der Rekorde. Im Gegensatz dazu ist ein Holsteinrind nur etwa 1,45 m hoch. Die Kälber der Chianina-Kühe kommen mit einer rötlich-braunen Fellfärbung auf die Welt, aber im Erwachsenenalter ist das Fell cremeweiß, was ihren Anblick irgendwie noch edler erscheinen lässt.

Chianina-Fleisch bestellen

Das Fleisch der Chianina-Rinder ist eine Delikatesse und daher nur schwer zu bekommen. Unsere Partner von der Fleischerei Falorni in Greve haben es aber ermöglicht, dass auch Sie als deutsche Kunden sich den toskanischen Genuss nach Hause holen können. Aufgrund der Exklusivität der Rasse ist es allerdings nicht möglich, die Steaks auf Vorrat zu produzieren. Daher ist das Bistecca Fiorentina nur alle zwei bis drei Wochen bei uns erhältlich und eine Vorbestellung vonnöten.

Das Rezept für die perfekte Zubereitung finden Sie hier.