Venetien

Die Stadt und Provinz Verona

Verona – das ist neben Mantua die Stadt, die unsterblich mit Romeo und Julia verknüpft ist. Neben romantischen Stadtführungen hat sie aber auch mehr zu bieten und auch die umliegende Provinz lädt zum Träumen und Genießen ein.

Perfekt für ein romantisches Dinner

Perfekt für ein romantisches Dinner

Provinz Verona – Wein und mehr

Die Provinz Verona gehört zur Region Venezien und liegt damit im Norden Italiens. Das wichtigste Weinbaugebiet der Provinz ist Valpolicella, wo weltweit anerkannte Rotweine produziert werden. Auf den fruchtbaren Weiden, die sich auf den südlichen Ausläufern der Alpen erstrecken, wird Viehzucht betrieben. In den Ebenen werden Reis und Erdbeeren (vor allem in San Giovanni Lupatoto), Äpfel und Maronen (rund um San Mauro di Saline), Radicchio und Pfirsiche angebaut. Der Agrotourismus spielt inzwischen eine große Rolle in der Provinz.

Der brühmte Balkon aus <em>Romeo und Julia</em>

Der brühmte Balkon aus Romeo und Julia

Verona – Stadt der Romantiker

Die Stadt Verona liegt am Fluss Etsch, der während der Antike eine wichtige Wasserstraße darstellte. Noch heute existiert eine römische Steinbrücke über den Fluss. Das Wappen Veronas ähnelt übrigens sehr der schwedischen Flagge, beide zeigen ja ein gelbes Kreuz auf blauem Grund. Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten sind sicherlich das Casa di Giulietta (=Julias Haus) und die römische Arena. Aber auch zahlreiche andere Bauten aus Antike, Mittelalter und Renaissance locken den Connaisseur bestechender Architektur an. Auch die österreichische Herrschaft hat der Stadt ihren Stempel aufgedrückt.
Wer Verona besucht, darf sich in den illustren Besucherkreis neben W.A. Mozart, Lord Byron, Charles Dickens, Goethe, Heinrich Heine und viele mehr stellen.

Murano-Glas und die Traditionen der Glasbläser

Glas aus Murano

Murano-Glas ist weltberühmt. Die Glasbläser aus der Kommune Murano etwa einen Kilometer nördlich von Venedig erschaffen seit dem 13. Jahrhundert unnachahmliche Kunstwerke aus Glas. Dabei waren die Glasbläser ursprünglich in Venedig ansässig gewesen, doch wegen der Feuergefahr wurden sie nach Murano „verbannt“. Seit dem 14. Jahrhundert blühte der Export, vor allem mit Spiegeln und Glasperlen. Die Glasbläser hüteten ihre Geheimnisse und gaben sie nur von Generation zu Generation weiter. Es war ihnen auch verboten, die Republik von Venedig zu verlassen und ihre Handwerkskunst im Ausland zu betreiben. Man kann sagen, dass sie wie Gefangene auf der Insel lebten, jedoch hatten sie innerhalb des Staates Venedig immerhin das Recht, eine Waffe zu tragen.

Ein Glasbläser bei der Arbeit

Ein Glasbläser bei der Arbeit

Murano-Plastik-Glas

Eine gläserne Plastik aus Murano

Ende des 16. und im 17. Jahrhundert gelang dennoch einigen Glasbläsern die Emigration und ihre Kunst gelangte auch in Länder nördlich der Alpen. Ludwig XIV. setzte viel daran, venezianische Glasbläser an seinen Hof zu holen, um seinen Traum vom Spiegelsaal in die Realität umsetzen zu können. Im 18. Jahrhundert begann das Monopol Muranos auf die Glasherstellung zu bröckeln, als die Technik des Schnittglases aus Böhmen und Schlesien an Bedeutung gewann.

Aale-Essen in Murano

Die Lage in der venezianischen Lagune bringt eine außerordentlich fischreiche Diät der Bewohner mit sich. Eine besondere Spezialität, die es nur zu Weihnachten in Murano gibt, sind Aale. Das Besondere daran ist, dass die Aale in den Schmelzöfen der Glashütten zubereitet werden. Der hohe Fettgehalt der Aale prädestiniert sie für eine derart heiße Zubereitungsart. Die Aale werden nur mit wenigen Gewürzen und Kräutern wie Petersilie verfeinert und garen im Ofen. Die Glasbläser einer Glashütte verspeisen dann gemeinsam diese Köstlichkeit in familiärer Atmosphäre.

La Notte del Redentore – ein historisches Fest in Venedig

Die Notte del Redentore in Venedig

Die Notte del Redentore (Nacht des Erlösers) ist ein großes Fest in Venedig, das jedes Jahr am dritten Sonntag im Juli stattfindet. Morgen ist es also wieder soweit. Es geht auf ein trauriges Kapitel der Geschichte von Venedig zurück: Zwischen 1575 und 1577 wütete in der Lagunenstadt die Pest, die mit fast 50.000 Menschen mehr als ein Drittel der Bevölkerung auslöschte. Einen solchen Verlust an Bewohnern kann man sich heute kaum vorstellen – Familien wurden dezimiert oder ganz ausgelöscht, der Bekanntenkreis schrumpft, die Wirtschaft kommt zum Erliegen. Dass Hygiene einer der Gründe für die Ausbreitung war, wusste man nicht und war verzweifelt.

Der Beschluss des Senats

In der verzweifelten Situation beschloss der Senat im September 1576, dass der Doge geloben sollte, eine Kirche für den Erlöser zu errichten, sobald die Pest besiegt sei – als Zeichen der Dankbarkeit der Gläubigen. Jedes Jahr würde die Stadt in dieser Kirche zum Gedenken an das Ende der Pest ein großes Fest gefeiert werden. Am 13. Juli 1577 war es endlich soweit und die Pest wurde für besiegt erklärt. Daher wurde festgelegt, das religiöse Fest des Erlösers auf den dritten Sonntag im Juli jeden darauf folgenden Jahres zu legen.

Das Fest Notte del Redentore heute

Bei Sonnenuntergang des Samstags (also heute) versammeln sich die Boote in den Becken vor San Marco und im Canale della Giudecca, die für den Anlass festlich geschmückt sind. In den Booten essen die Stadtbewohner traditionelle venezianische Speisen und warten auf das große Feuerwerk, das 23:30 beginnt und bis nach Mitternacht dauert. Viele Touristen kommen nach Venedig, um die spektakuläre Himmelsshow zu erleben. Anschließend fährt man mit den Booten nach Hause oder feiert bei Freunden oder in Clubs weiter.

Karneval in Venedig

Die Tradition des Karnevals

Da man dieser Tage wieder vom Ausgelassensein der Jecken im deutschen Fernsehen kaum flüchten kann, habe ich mir heute das Thema italienischer Karneval vorgenommen, der irgendwie einen kultivierteren Beigeschmack hat. Aber was ist eigentlich Karneval und warum wird er gefeiert? Den meisten ist bekannt, dass mit Beginn der Fastenzeit der Spaß vorbei ist und genau das ist auch der wichtigste Punkt. Denn die wahrscheinlichste Wortherkunft leitet Karneval vom Mittellateinischen ab mit der Bedeutung „Fleisch, leb wohl!“.

Eine Dame mit Karnevalsmaske in Venedig.

Eine Dame mit Karnevalsmaske in Venedig.

Karneval, Fasching und Fasnacht

Man feiert unter den Namen Karneval, Fasching oder Fasnacht die letzten Tage vor der langen Fastenzeit mit dem Verzehr von Süßigkeiten und anderen Leckereien, auf die man dann viele Wochen verzichten muss. Die Ursprünge des Brauches gehen auf heidnische Winteraustreibungen zurück, die wie viele Feste vom Christentum umgedeutet wurden. In der strengen Weltordnung des Mittelalters, wo jeder sich innerhalb seines Standes und fester Regeln zu bewegen hatte, bot die fünfte Jahreszeit eine Möglichkeit der Umkehrung aller Regeln. Verkleidungen halfen dem Verschleiern der Identität und förderten das ungehemmte Verhalten.

Der Arlecchino, eine Figur der Commedia dell'arte.

Der Arlecchino, eine Figur der Commedia dell'arte.

Karneval in Venedig

Karneval wird vor allem in katholischen und orthodoxen Gebieten gefeiert, zu denen Italien gehört. Im Land der Pizza und Pasta sind neben Venedig auch Rom und Florenz Hochburgen des Karnevals. Schriftlich lässt sich der Karneval in Venedig bereits im 11. Jahrhundert nachweisen. Der Zeitraum des ausgelassenen Treibens in Venedig geht vom Stefanitag am 26. Dezember bis zum Beginn der Fastenzeit, also Aschermittwoch. Aus Venedig sind vor allem die kunstvoll gestalteten Masken bekannt. Auch Feuerwerke sind untrennbar mit dem Karneval in Venedig verbunden. Das riesige Volksfest des Mittelalters umfasste Aufführungen von Marionettenstücken, traditionelle Tänze, das Präsentieren exotischer Tiere, Akrobatik (u.a. Seiltanz), blutige Tierhetzjagden und, und, und. Wie ein großer Jahrmarkt. Einige Elemente wie der Seiltanz und die Wahl der schönsten Maske sind bis heute erhalten geblieben. Übrigens waren es früher vor allem Halbmasken, die den Mund zum Sprechen frei ließen, während heute bei der Wahl eher der gesamte Körper kunstvoll unter einem Motto verhüllt wird.

DER FEINSCHMECKER: Testsieger Olio Extra Vergine Veneto Valpolicella DOP – Tenuta Fontanara

Von der Jury des Feinschmeckers in der Olivenölverkostung 2009 wurde das Olio Extra Vergine Veneto Valpolicella DOP aus Venetien auf Platz 2 der „mildfruchtigen“ Olivenöle gewählt. Das Olivenöl ist das Ergebnis der leidenschaftlichen Arbeit der jungen Ölbäuerin Patrizia Bochi. Mit Kreativität und ohne Angst vor der harten Arbeit in der Landwirtschaft hat sie es geschafft, im Olio Extra Vergine Veneto Valpolicella DOP ein hervorragendes Öl hervorzubringen. Seine frischen Aromen von Äpfeln, Mandeln und Pinienkernen haben nicht nur die Experten des Feinschmeckers begeistert, sondern auch das Gustini-Team.

Olio extra vergine Veneto Valpolicella DOP Tenuta Fontanara

Olio extra vergine Veneto Valpolicella DOP Tenuta Fontanara

Auf rund 3000 Bäumen alter und neuer Generation wachsen unter anderem die Sorten Grignano and Favarol, aus denen das Olio Extra Vergine Veneto Valpolicella DOP gewonnen wird. Durch Handarbeit bei der Ernte werden die Oliven nicht beschädigt und es können sich so keine Bitterstoffe bilden. Das Olivenöl extra vergine hat eine goldgelbe Farbe mit leichtem Grünschimmer.
Patrizia Bocchi produziert neben dem Olio Extra Vergine Veneto Valpolicella DOP auch Olivenöle aus mehreren Olivensorte wie Grignano, Favarol, Frantoio and Leccino, aus denen die „Fontanara Selection“ gepresst wird. Außer Olivenöl werden auf dem Gut auch Aceto balsamico di Modena, Pesto, Pastasaucen und kosmetische Produkte auf der Basis von Aceto balsamico und von Olivenöl hergestellt.