unsere Erzeuger

Bei unseren Besuchen beim Hersteller vor Ort überzeugen wir uns von der Handwerkskunst und der kulinarischen Qualität der italiensichen Spezialitäten.

Zu Besuch bei Mandranova in Sizilien

Zu Besuch in Sizilien

Nach Sizilien fahren wir immer wieder gern. Die Gastfreundschaft unserer Produzentenpartner ist legendär, das Essen himmlisch und die Landschaft beeindruckend. Über allem thront majestätisch der Ätna, gottgleich gibt er mit seiner fruchtbaren Vulkanerde Leben und kann es ebenso schnell wieder auslöschen. Bisher ist er aber während unserer Aufenthalte ruhig geblieben und wir konnten zum Glück nur seine positiven Auswirkungen genießen.
Eine unserer Reisen führte uns zu Silvia und Giuseppe Di Vicenzo nach Contrada Mandranova.

Vor Ort bei Mandranova

Vor Ort bei Mandranova

Mandranova und das Olivenöl

Die beiden Sizilianer stammen ursprünglich aus Palermo, suchten aber vor 20 Jahren einen Ort, wo sie hervorragendes Olivenöl produzieren als auch Gäste auf typisch sizilianische Art bewirten könnten. In Contrada Mandranova haben sie dieses perfekte Fleckchen Erde gefunden. Sie gründeten ein 5-Sterne-Resort, in dessen Genuss auch wir kamen und das von Oliven- und Mandelbäumen sowie Palmen umgeben ist. Ihr ganzer Stolz ist der Afrikanische Garten, in dem sie Pflanzen aus Afrika anbauen – eher fürs Auge denn für den Gaumen.

Einladend, oder?

Einladend, oder?

Olivenöl aus Sizilien

Als wir die beiden in Mandranova besuchten, standen die Olivenbäume gerade in voller Blüte. Froh konnte uns Giuseppe berichten, dass das Wetter in diesem Jahr optimal für die Reifung der Oliven sei und dass daher wohl eine besonders gute Ernte zu erwarten sei. Die beste Voraussetzung für hervorragendes Olivenöl aus Sizilien! Die Olivenöle von Giuseppe bestehen aus den Olivensorten Cerasuola, Nocellara, Biancolilla und Giarraffa. Die Ölmühle – allerneueste Technik – steht in einem liebevoll restaurierten Bauernhaus. Eine Verkostung durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen!

Vielen Dank, Silvia und Giuseppe, für die wundervollen Stunden, die Freundlichkeit, das Essen und die himmlische Übernachtungsmöglichkeit im restaurierten Bahnhof!

Unser Besuch beim Olivenölproduzenten Terre di Shemir

Terre di Shemir in Sizilien

Wer uns auf unserer Seite auf Facebook folgt, hat in den letzten Wochen lesen können, dass wir wieder einmal in Italien unterwegs waren. Die letzten Tage unserer Reise von Nord nach Süd verbrachten wir auf der Insel Sizilien, um dort einige Olivenölproduzenten zu besuchen. Einer von ihnen ist Terre di Shemir in der Provinz Trapani. Diese Provinz liegt am äußersten westlichen Zipfel der Insel und produziert mehr Wein als die gesamte Toskana oder Piemont und sogar mehr als ganz Ungarn oder Chile. Wir waren aber wegen des Olivenöls nach Trapani gekommen.

Gustini bei Terre di Shemir

Gustini bei Terre di Shemir

Olivenöl aus Sizilien

Den besten Blick auf Trapani hat man von der mittelalterlichen Stadt Erice aus. Das Land Terre di Shemir war früher arabisch besetzt, wie man am Namen unschwer erkennen kann. Unsere Gastgeber Francesco und seine Familie sind schon lange in der Landwirtschaft tätig. Olivenöl produziert der Agrarökonom seit 20 Jahren und verkauft es an Genießer. Die beliebtesten Olivenöle von Terre di Shemir sind U Trappitu Intenso und U Trappitu Delicato. Diese und noch mehr durften wir unter Francescos Anleitung verkosten. Dazu gab es frisch gebackenes Brot. Herrlich!

Ein Traum, oder?

Ein Traum, oder?

Preisgekröntes Olivenöl

Die Oliven für sein preisgekröntes Olivenöl (u.a. vom Feinscmecker ausgezeichnet) wachsen auf 36 Hektar Land. Die Sorten, die Francesco für sein U Trappitu-Öl verwendet, sind so typisch sizilianische wie Biancolilla, Cerasuola und Nocellara del Belice. Und obwohl deren Ertrag schon relativ gering ist, wählt Francesco bei der Ernte nur die besten aus, um sie zu seinem flüssigen Gold zu verarbeiten. Diese Sorgfalt zahlt sich aus und man kann sie schmecken.
Zum Abschluss unseres Besuchs bekamen wir noch ein typisch sizilianisches Mahl mit Caponata Siciliana aufgetischt, das wir noch lange in bester Erinnerung behalten werden. Grazie mille an Francesco und seine Familie!

Die spinnen, die Römer – Christo soll Kolosseum in Rom und Olivenhain verhüllen

Wie uns Amercio Quattrociocchi gestern ganz aufgeregt in einer Email informierte, soll ein Teil seiner Olivenbäume im Latium vom Aktionskünstler Christo verhüllt werden. Diese Aktion ist Teil eines größeren Projektes, in dessen Umfang auch das Kolosseum in Rom verhüllt werden soll!

Der Künstler Christo, der bereits spektakulär den Reichstag in Berlin verhüllt hatte, arbeitet im Auftrag der EU und der UNESCO. Die EU und die UNESCO wollen mit dieser Aktion auf das antike Erbe in Italien aufmerksam machen. Die Zusammenarbeit der beiden Institutionen soll die Verbindung zwischen Hochkultur, also Architektur – in Form des Kolosseums – und der Alltagskultur – in Form des Olivenanbaus – repräsentieren.

Der Verhüllungskünstler Christo hat bereits einige Erfahrung im Bereich der Gebäude- und Baumverhüllung gesammelt. Neben der Verhüllung des Berliner Reichstages 1995 hat er 1998 in Basel eine Reihe von Bäumen verpackt.

Nach der Ernte in diesem Jahr wird hier alles eingepackt.

Nach der Ernte in diesem Jahr wird hier alles eingepackt.


Wir hatten uns etwas Sorgen um den Nachschub von Americos Olivenöl Olivastro gemacht, aber er hat uns erklärt, dass seine Olivenbäume erst im Herbst nach der Ernte eingehüllt werden sollen. Dass Americo der Auserwählte ist, dessen Bäume verhüllt werden, hat er einer Ausschreibung zu verdanken, die die EU in Zusammenarbeit mit dem italienischen Landwirtschaftsministerium lanciert hatte. Viele hundert Olivenbauern hatten sich beworben, aber Americos Bewerbung war wohl die überzeugendste. Dass er in der Kernregion des Römischen Reiches, in Latium wohnt und arbeitet, könnte wohl zu seinen Gunsten beigetragen haben. Auch die zahlreichen Preise, die er für sein Olivenöl gewonnen hat (zuletzt den Ercole Olivario), könnten Pluspunkte gewesen sein.
Selbstverständlich werden wir zu gegebener Zeit über den Fortschritt des Projektes berichten.

Zu Besuch in der Olearia San Giorgio und Verkostung von L’Aspromontano BIO in Kalabrien

Zu Besuch auf der Olearia San Giorgio im sonnigen Süden Italiens

Wir hatten uns auf dem Weg gemacht, um Domenico Fazari, einen der besten Olivenmüller Italiens in seiner Olearia San Giorgio zu besuchen. Gestern Vormittag trafen wir bei ihm ein, nachdem wir uns von der langen Fahrt im Hotel erholt hatten. Mit der typischen südlichen Gastlichkeit empfing uns einer der Söhne des Begründers, der nach seinem Vater Domenico heißt, aber von Freunden Mimmo genannt wird. Während wir vom Parkplatz zur Olearia San Giorgio liefen, erzählte uns Mimmo, dass die Ölmühle vergangenen Winter mit den Wetterkapriolen zu kämpfen gehabt hatte. Der viele Regen hatte große Teile der Ernte verdorben. Bei dem ohnehin schwierigen und hart umkämpften Markt für Olivenöl eine Katastrophe.

Die Landschaft um die Olearia San Giorgio

Die Landschaft um die Olearia San Giorgio

Bestes Olivenöl aus der Olearia San Giorgio

Mimmo und Jens

Mimmo und Jens


Dennoch hat es der erfahrene Ölmüller in seiner Olearia San Giorgio geschafft, aus der restlichen Ernte so gutes Olivenöl zu produzieren, dass es eine Empfehlung im Magazin Der Feinschmecker erhalten hat. Sein L’Aspromontano und L’Aspromontano bio überzeugten die Experten des Feinschmeckers durch ihre Milde und Süße. Die Aromen von grünen Äpfeln, reifen Pfirsichen und Orangenblüte machen das Olivenöl sogar geeignet für Desserts. Bei einer kleinen Stärkung konnten wir das Olivenöl selbst verkosten und die Entscheidung des Feinschmeckers hundertprozentig nachvollziehen.

Die Geschichte der Olearia San Giorgio

Mimmo mit seinem Olivenöl

Mimmo mit seinem Olivenöl


Mimmo erzählte uns voller Stolz, wie sein Vater Domenico 1940 die verlassene Ölmühle und den Olivenhain bei San Giorgio gekauft hatte. Mit viel Glauben an das Vorhaben und noch mehr Schweiß hatten Domenico und seine fünf Söhne damals die Mühle zum Laufen gebracht. Viel harte Arbeit und auch einige Opfer erlaubten es Domenico nach einigen Jahren, einen Hektar Land zu erwerben. Landbesitzer zu sein, erfüllte ihn und seine Söhne mit Stolz. Trotzdem blieb er bodenständig und arbeitete weiter hart, um die Qualität des Öls ständig zu verbessern. Nach und nach übernahmen seine Söhne mehr Verantwortung. Heute gehört der Familie Land von 140 Hektar Fläche, zu denen auch Hänge im Aspromonte Nationalpark gehören, die dem ausgezeichneten Olivenöl L’Aspromontano BIO den Namen geben.

Stockfisch-Essen

Stockfisch-Essen


Zum Abschluss lud uns Mimmo zum “Stock”, also Stockfisch ein, der in seinem geschätzten Olivenöl gebraten war. Super-super-lecker. Und genau das richtige vor einer Autofahrt, bei der man nicht müde werden sollte.

Vielen Dank an Mimmo für die Führung, das Essen und die Gastfreundschaft!

Vor Ort bei Alfredo Cetrone und seinem Olivenöl Intenso

Die Fahrt zu Alfredo Cetrone

Schon viel Gutes hatten wir von der Frantoio Cetrone in der Region Latium gehört und daher haben wir sie jetzt einmal selbst besucht, um uns einen Einblick in die Arbeitsweise und Philosophie dieser Ölmühle zu verschaffen. In der Kernregion des Römischen Reiches, in Sichtweite des Tyrrhenischen Meeres liegen die Olivenhaine. Während der Fahrt zur Ölmühle durch das malerische mittelalterlich anmutende Städtchen Sonnino kamen wir uns vor wie in einem Bilderbuch über Italien und vor allem Olivenanbau in Italien.

Alfredo Cetrone und Jens Depenau

Alfredo Cetrone und Jens Depenau

Olivenöl Alfredo Cetrone Intenso aus der Region Latium

Als wir dann auf dem Gelände ankamen, kam uns Alfredo Cetrone schon mit offenen Armen entgegen und begrüßte er uns mit dem typisch italienischen Charme. Die Führung verlief zwar etwas hektisch, aber wir waren auch relativ kurzfristig zu ihm aufgebrochen. Signor Cetrone sagte uns voller Stolz, dass seine Familie bereits seit 1860 Olivenöl produzierte. Heute baut er ausschließlich die Sorte Itrana an, die typisch für die Region Latium ist. Sein Ein und Alles ist das Öl Alfredo Cetrone Intenso Die Fröhlichkeit von Alfredo kommt hoffentlich auf den Bildern auch gut rüber.

Alfredo mit seinen Pferden

Alfredo mit seinen Pferden

Ausgezeichnetes Olivenöl Alfredo Cetrone Intenso

Alfredo genießt sein Öl

Alfredo genießt sein Öl


Das Know-how aus fast 150 Jahren und die Wahl der Olivensorte Itrana danken ihm Olivenöl-Tests mit zahlreichen Auszeichnungen. Bereits mehrfach hat beispielsweise das Magazin Der Feinschmecker das Olivenöl Alfredo Cetrone Intenso ausgezeichnet. Sein würziges Öl mit einem Aromahauch von Tomaten, das wir frisch aus der Presse probieren durften, überzeugte auch uns. Erstaunlich, wie unterschiedlich Olivenöle schmecken können. Deutlich konnten wir Noten von Estragon und Basilikum herausschmecken. Während wir versuchten, mit Signor Cetrone Schritt zu halten, verging die Zeit sehr schnell und am Abend verabschiedeten wir uns mit vielen neuen Eindrücken von unserem neu gewonnenen Freund.
Wir aßen das Cetrone-Öl zu frischem Fisch

Wir aßen das Cetrone-Öl zu frischem Fisch