unsere Erzeuger

Bei unseren Besuchen beim Hersteller vor Ort überzeugen wir uns von der Handwerkskunst und der kulinarischen Qualität der italiensichen Spezialitäten.

Vor Ort bei Alfredo Cetrone und seinem Olivenöl Intenso

Die Fahrt zu Alfredo Cetrone

Schon viel Gutes hatten wir von der Frantoio Cetrone in der Region Latium gehört und daher haben wir sie jetzt einmal selbst besucht, um uns einen Einblick in die Arbeitsweise und Philosophie dieser Ölmühle zu verschaffen. In der Kernregion des Römischen Reiches, in Sichtweite des Tyrrhenischen Meeres liegen die Olivenhaine. Während der Fahrt zur Ölmühle durch das malerische mittelalterlich anmutende Städtchen Sonnino kamen wir uns vor wie in einem Bilderbuch über Italien und vor allem Olivenanbau in Italien.

Alfredo Cetrone und Jens Depenau

Alfredo Cetrone und Jens Depenau

Olivenöl Alfredo Cetrone Intenso aus der Region Latium

Als wir dann auf dem Gelände ankamen, kam uns Alfredo Cetrone schon mit offenen Armen entgegen und begrüßte er uns mit dem typisch italienischen Charme. Die Führung verlief zwar etwas hektisch, aber wir waren auch relativ kurzfristig zu ihm aufgebrochen. Signor Cetrone sagte uns voller Stolz, dass seine Familie bereits seit 1860 Olivenöl produzierte. Heute baut er ausschließlich die Sorte Itrana an, die typisch für die Region Latium ist. Sein Ein und Alles ist das Öl Alfredo Cetrone Intenso Die Fröhlichkeit von Alfredo kommt hoffentlich auf den Bildern auch gut rüber.

Alfredo mit seinen Pferden

Alfredo mit seinen Pferden

Ausgezeichnetes Olivenöl Alfredo Cetrone Intenso

Alfredo genießt sein Öl

Alfredo genießt sein Öl


Das Know-how aus fast 150 Jahren und die Wahl der Olivensorte Itrana danken ihm Olivenöl-Tests mit zahlreichen Auszeichnungen. Bereits mehrfach hat beispielsweise das Magazin Der Feinschmecker das Olivenöl Alfredo Cetrone Intenso ausgezeichnet. Sein würziges Öl mit einem Aromahauch von Tomaten, das wir frisch aus der Presse probieren durften, überzeugte auch uns. Erstaunlich, wie unterschiedlich Olivenöle schmecken können. Deutlich konnten wir Noten von Estragon und Basilikum herausschmecken. Während wir versuchten, mit Signor Cetrone Schritt zu halten, verging die Zeit sehr schnell und am Abend verabschiedeten wir uns mit vielen neuen Eindrücken von unserem neu gewonnenen Freund.
Wir aßen das Cetrone-Öl zu frischem Fisch

Wir aßen das Cetrone-Öl zu frischem Fisch

Trüffelsuche in San Miniato Toskana

Aldo über San Miniato

Aldo über San Miniato

Trüffel im Wald gesucht

Wir trafen uns mit Riccardo Nacci, der mit Hilfe seiner Hunde in den Wäldern rund um San Miniato Trüffel sucht. Riccardo bietet auch Trüffelprodukte zum Verkauf an, denn die Trüffelsuche beschränkt sich auf nur wenige Wochen im Jahr. Bekannter als Trüffelhunde sind wohl Trüffelschweine, aber was viele nicht bedenken, ist der Umstand, dass Trüffelschweine die edlen Pilze gern einfach auffressen, statt sie nur dem Trüffeljäger zu melden. Dass die Schweine die Trüffel überhaupt im Wald finden, liegt an der Ähnlichkeit des Trüffelgeruchs mit dem Sexuallockstoff des Ebers. Wenn Riccardo mit seinen Hunden durch den Wald stromert, wirkt er wie ein Kind, das spielt. Man merkt sehr schnell, dass Trüffel sein Leben und seine Leidenschaft sind. Leider, so meinte Riccardo, gibt es heute weniger Trüffel als noch in den 70ern. Aber wer auch immer diese Köstlichkeit probieren wolle, für den gebe es auch noch genug. In unserem Shop oder bei Riccardo.

Der trüffelsucher Riccardo Nacci

Der trüffelsucher Riccardo Nacci

Riccardo und seine Trüffelhunde

Riccardos Hunde sind relativ kleine, speziell für die Trüffelsuche ausgebildete Hunde. Es gibt auch eine spezielle Rasse, die für die Trüffelsuche eingesetzt wird, genannt Langotto Romagnolo, aber auch andere gelehrige Rassen sind geeignet. Das Geschäft mit der Trüffelsuche begann Riccardos Großvater Nello. Dessen Sohn und Riccardos Vater Vieri bildete die Hunde selbst aus. Heute beschäftigen sich Riccardo und seine Frau Monica zusammen mit der kleinen Hundefamilie, bestehend aus der Mutter Stella und der Tochter Nebbia mit diesem außergewöhnlichen Broterwerb.

Riccardo bei der Trüffelsuche mit seinen Hunden

Riccardo bei der Trüffelsuche mit seinen Hunden

Riccardo und Monica leben mit ihren Trüffelhunden in einem Haus in Corazzano, in der Nähe von San Miniato. Ihr Haus liegt direkt an einem Wald, so dass sie es nicht weit bis zu ihren „Jagdgründen“ haben. Im Oktober und November sind die beiden mit den Trüffelhunden besonders beschäftigt. Auch der Verkauf an die lokalen Restaurants fällt in diese Zeit, denn selbstverständlich wollen diese frische Trüffel verwenden. Während der übrigen Monate bieten Riccardo und Monica Trüffelspaziergänge für Touristen an und zeigen ihnen, wie ihre Hunde die Trüffel suchen.

Olivenernte bei Marco Calamai

26. 10. 2009

Mit dem Gustini-Mobil auf dem Weg zu Marco Calamai

Mit dem Gustini-Mobil auf dem Weg zu Marco Calamai

Mit unserem „Gustini-Mobil“ haben wir uns heute auf den Weg zu Marco Calamai gemacht. Von Alatri aus fuhren wir nördlich Richtung Toskana, um Marco Calamai zu treffen. Sein preisgekröntes Olivenöl haben wir seit einigen Monaten im Sortiment und wollten ihn nun persönlich kennenlernen. Nach 300 km auf der A1 Autostrada del Sole nahmen wir die Abfahrt Firenze-Certosa und trafen uns nach dem Abendessen mit Marco Calamai. Er kam in einem grünen Jeep angefahren, der großzügig mit Schlamm dekoriert war. Seine Brille ließ in intellektuell wirken und seine ständige Begleiterin, eine Zigarre, wies in als Lebemann aus. Freundlich begrüßte er uns in seiner Arbeitskluft.

Marco Calamai und ich

Marco Calamai und ich

Villa Monteoriolo von Marco Calamai

Während uns Marco Calamai über sein „Anwesen“ führte, erzählte er uns allerhand über die Geschichte seiner Ölmühle. Nebenbei hörten wir immer wieder heraus, dass im Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sehr wichtig sind. Betrügereien von Restaurants, die schlechtes Olivenöl verwenden und Produzenten, die schlecht arbeiten, sind ihm zuwider. Sein Haus, genannt Villa Monteoriolo (wie das Öl), wurde von seinen Vorfahren im 18. Jahrhundert erbaut. Antike toskanische Möbel bilden in dem alten Haus ein stimmiges Ensemble. In einer kleinen Kapelle, die zum Haus gehört, wurden Marco Calamai und seine Frau Eleonora getraut. Wir entdeckten Gräber seiner Vorfahren, darunter solche mit Kindern von acht und neun Jahren aus dem 19. Jahrhundert.

Gianni, einer der Erntehelfer.

Gianni, einer der Erntehelfer.


In dem Haus sind auch die Ölmühle und ein Zitronenlager ("la limonaia") untergebracht. Das Haus wird heute mit Ferienwohnungen an Toskana-Besucher vermietet. Der Blick auf die Chianti Classico-Hügel und eine nur sieben Kilometer weite Busfahrt bis Florenz machen die Ferienwohnungen attraktiv.

Von Hand werden die Oliven sorgsam gepflückt

Von Hand werden die Oliven sorgsam gepflückt

Olivenernte bei Villa Monteoriolo

Marcos Erntehelfer kommen alle aus umliegenden Dörfern. Die alten Herren, ausschließlich Rentner, sind eine lustige Truppe. Ständig einen Scherz auf Lager und mit Spaß an der Arbeit. Gianni, Roberto, Paolo, Benedetto und wie sie alle hießen, arbeiten während der Olivenernte nicht nur zusammen, sondern essen auch während der Pausen gemeinsam und schwelgen in Erinnerungen an früher.

Aldo half auch hier bei der Ernte.

Aldo half auch hier bei der Ernte.


Übrigens werden die Erntehelfer ausschließlich in Olivenöl bezahlt. Von dem Öl aus den von ihnen gepflückten Oliven erhalten sie 5 %. Das hat sehr erstaunt, aber wieder einmal bewiesen, wie sehr die Menschen dort ihr Olivenöl lieben. Stolz präsentierte uns Marco seinen neuen Traktor, den er letztes Jahr gekauft. Er fährt damit alle 2 Stunden eine Runde uns sammelt die Oliven von den Erntehelfern auf der Ladefläche ein.

Olivenöl von Calamai

Selbstverständlich durften wir auch das ganz frische Novello-Olivenöl bei Marco Calamai probieren. Auf frischem Brot ist das immer wieder ein frisch schmeckender Genuss. Noten von frischen Äpfeln, leicht scharfe Rucola-Noten und würziger Salbei und Minze konnten herausgeschmeckt werden. Es gibt nichts Besseres als das frische Öl auf Brot, aber auch auf Salat schmeckt es hervorragend, wie uns das Abendbrot mit Marco und seiner Familie zeigte.

Herzlichen Dank an Marco und seine Familie für die tolle Gastfreundschaft. Wir haben es sehr genossen und freuen uns schon sehr auf den nächsten Besuch!

Olivastro Olivenöl Herstellung

25. 10. 2009

Voraussetzungen für ein gutes Olivenöl

Heute nahm uns Americo Quattrociocchi mit in seine kleine Ölmühle und erklärte und sie Abläufe und die Besonderheiten bei der Herstellung seines preisgekrönten Olivastro Olivenöls. Für dieses Öl werden ausschließlich Oliven der Sorte Itrana verwendet. Diese Sorte ist typisch für die Region Latium. Die Bemühungen um ein hochwertiges Olivenöl beginnen schon bei der Pflege der Bäume und des Bodens, auf dem sie stehen. Der richtige Beschnitt der Bäume ist enorm wichtig. Bekannt sind solche Kniffe eher vom Wein und ich war einigermaßen überrascht, dass die Kunst des Olivenanbaus ebenso kompliziert ist. Auch der richtige Erntezeitpunkt und das Wetter spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung jedes Olivenöls.

Stefano bringt die Oliven zur Reinigung

Stefano bringt die Oliven zur Reinigung

Herstellungsprozess des Olivenöls

Mit einem Kipplaster werden die Oliven an der kleinen Ölmühle der Familie Quattrociocchi angeliefert. Sie werden abgeladen und ihre Qualität sowie die Sortenreinheit überprüft. Dann werden die Oliven in einen Trichter gefüllt und der Reinigungsprozess beginnt. Zunächst werden Blätter und Äste mit einem Gebläse entfernt. Die losen Oliven werden dann mit Wasser gereinigt und anschließend in die Pressmaschine gefüllt. Dieser Vorgang wird gramolazione und die Maschine gramolatrice genannt. Man muss sich das wie eine große Trommel vorstellen, wo die Oliven kalt gepresst werden. Kalt bedeutet dabei eine Temperatur von 15-27°C. Genau wollte uns das Americo nicht verraten, denn das ist ein Geheimnis. Jede Olivensorte benötigt ihre eigene Temperatur.

Frisch gepresstes Olivenöl - flüssiges Gold

Frisch gepresstes Olivenöl - flüssiges Gold

Das Fingerspitzengefühl und die Erfahrung des Ölmüllers, wie es Americo Quattrociocchi ist, sind für hochwertige Olivenöle unabdingbar. In der Gramolatrice entsteht eine Olivenpaste, die noch viel Wasser enthält. Daher wird sie in eine erste Zentrifuge weitergeleitet. Hier erfolgt die erste grobe Trennung von Öl und Wasser sowie Resten der Paste. In einer zweiten Zentrifuge, die sich mit 4000 Umdrehungen in der Minute dreht, werden Olivenöl und Wasser endgültig getrennt. Da das Öl etwas leichter ist als Wasser gelangt es beim Schleudern nach oben, wo es durch winzige Löcher im Zentrifugenrand austritt. Das schwerere Wasser läuft nach unten ab.

Quattrociocchi Olivenöl

Quattrociocchi Olivenöl


Das frisch gepresste Olivenöl tritt durch an Rohr aus und wird dort in einem Edelstahlbehälter aufgefangen. Wenn das Öl aus dem Rohr läuft, hat es einen unglaublich intensiven Geruch und Geschmack. Auf frischem Brot durften wir es verkosten. Es schmeckte sensationell frisch.
An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank an Americo für die Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke hinter die Kulissen der Olivenölherstellung des preisgekrönten Olivastro Olivenöls.

Quattrociocchi Olivenöl

Quattrociocchi Olivenöl

Olivenernte bei Americo Quattrociocchi

24. 10. 2009

Fahrt nach Alatri in Latium

Von der Region Emilia-Romagna, wo sich die Acetaia Giusti befindet, haben wir uns heute auf den Weg in die Region Latium gemacht. Dort ist seit über 100 Jahren die Ölmühle Frantoio Quattrociocchi angesiedelt. Rund um die Kleinstadt Alatri liegen die Olivenhaine der Familie, die sich seit 1888 der Herstellung von Olivenöl verschrieben hat. Über kurvige Bergwege, vorbei an den silbern schimmernden Olivenhainen, fanden wir den Weg zur Frantoio Quattrociocchi. Dort erwartete uns ein üppiges Mahl, das von Maria Theresa, der Mutter von Americo zubereitet worden war. Eine einzigartige Gastfreundschaft, die man so wohl nur in Süditalien findet. Noch nie sind wir so liebevoll umsorgt und bewirtet worden wie von Americos Familie.

Americo und ich in einer Erntepause

Americo und ich in einer Erntepause

Mittagessen bei Americo Quattrociocchi

Als Vorspeise wurde uns ein üppiger Antipastiteller präsentiert, u.a. mit frischem Büffelmozzarella. Als Primi gab es eine Stracciatella-Suppe, die nur sehr wenig mit dem gleichnamigen Eis zu tun hat. Benannt ist sie nach den zerrupft aussehenden Ei-Stückchen. Außerdem enthielt sie Hühnchen und Parmesan. Der andere Primo waren Canelloni mit einer pikanten Fleischfüllung. Satt waren wir eigentlich schon nach den Antipasti, aber zum krönenden Abschluss gab es zum Espresso noch einen Kuchen, in dem statt Butter Olivenöl verwendet worden war. Für uns Deutsch unvorstellbar, aber in den Olivenanbaugebieten ist das wohl gang und gäbe. Vielen, vielen Dank noch einmal an Maria Theresa und ihre großzügigen Kochkünste! Wir fühlten uns ehrlich wie in dem Film „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“

Aldo erfüllte sich einen Kindheitstraum

Aldo erfüllte sich einen Kindheitstraum

Olivenernte bei Quattrociocchi

Frisch gestärkt gingen wir dann zu den Olivenhainen, um uns den Ablauf der Ernte anzusehen. Die Erntehelfer werden in Grüppchen zu drei bis vier Personen aufgeteilt. Jede Gruppe nimmt sich nach und nach einen Baum vor. Sie spannen ein Netz unter den Baum, in das die Oliven fallen. Mit kammartigen Werkzeugen werden die Oliven vom Baum gepflückt. So werden sie im Gegensatz zur maschinellen Ernte nicht verletzt. Bei größeren Bäumen muss auch mal ein Helfer auf eine Leiter klettern, um an die oben wachsenden Oliven zu gelangen.

Olivenernte bei Quattrociocchi

Olivenernte bei Quattrociocchi

Wenn ein Baum abgeerntet ist, werden die Oliven aus dem Netz gesammelt und in Kisten gefüllt. Wenn das Gelände es zulässt, werden diese Kisten mit einem Traktor abgeholt. Bei unwegsamem Gelände müssen sie zur Straße getragen werden. Der Traktor bringt die frisch geernteten Oliven entweder zu einem an der Straße wartenden Lastwagen oder direkt zur Ölmühle, wo dann das Olivenöl herausgepresst wird.

Bei der Arbeit.

Bei der Arbeit.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal ein herzliches Mille grazie an Americo und seine Familie senden und vielen Dank für die Gastfreundschaft sagen. Nach einem köstlichen Abendessen fuhren Aldo und ich in unsere Unterkunft. Morgen schauen wir uns dann an, wie aus den Oliven das preisgekrönte Olivastro-Olivenöl gepresst wird.

In diese Kisten kommen die gepflückten Oliven.

In diese Kisten kommen die gepflückten Oliven.

alle Erntehelfer von Quattrociocchi

alle Erntehelfer von Quattrociocchi