Reisebericht Martelltal

Südtirol, unsere Erzeuger

Martelltal in Südtirol

Auf unseren zahlreichen Reisen nach Italien hat es uns auch schon einige Male nach Südtirol verschlagen. Von dort beziehen wir vor allem Produkte aus Obst und Beeren wie Konfitüren und natürlich den Südtiroler Schinkenspeck und die Kaminwurzen. Eine dieser Reisen führte uns auch ins Martelltal. Auf Italienisch heißt es Val Martello und es liegt westlich von Bozen. Es gehört zum Etschtal und verläuft in südlicher Richtung. Im Martelltal befindet sich der Nationalpark Stilfser Joch, der zum Wandern einlädt.

Martelltal

Martelltal

Wirtschaft im Martelltal

Das Martelltal ist kaum besiedelt. Die Hauptgemeinde Martell hat nur etwas über 800 Einwohner. Die Flächen werden vor allem landwirtschaftlich genutzt. Almen und Weiden sowie einige Obstbaumflächen kann man dort finden. Äpfel aus Südtirol, besonders aus dem Vinschgau, finden wir ja auch bei uns im Supermarkt. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Anbau von Erdbeeren. Noch größer ist allerdings die Fläche an Wald. Im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit wurde auch Bergbau betrieben und Kupfer, Eisen und Silber abgebaut.

Burg Obermontani

Burg Obermontani

Burgruine Obermontani

Während wie im Martelltal waren, haben wir auf Empfehlung von Einheimischen auch die Burgruine Obermontani besucht. Zumindest von außen, denn aufgrund von Einsturzgefahr kann man nicht hinein. Umgeben wird sie von einem Bach, dem Plima. Die Burg ist im 13. Jahrhundert erbaut worden und noch in großen Teilen erhalten. Sie ist recht übersichtlich, da sie von der Grundfläche nicht sehr groß ist. Für Germanisten bestimmt interessant ist, dass hier eine Original-Handschrift des Nibelungenliedes gefunden wurde, die heute in Berlin aufbewahrt wird.

Mit dem Fahrrad durchs Martelltal

Ich hatte mich vorher ein wenig belesen und habe ich mich hinreißen lassen, mein Rennrad mitzunehmen und am Anreisesonntag auch mal mit dem Rennrad ins schöne Martelltal zu fahren. Für Rennradler ein absoluter Hochgenuss, aber nur, wenn man gerne bergauffährt! Es geht nämlich 23 km nonstop bergauf! Dafür gibt es quasi keinen Verkehr und Traumlandschaft pur. Unterwegs habe ich Bauern bei der Erdbeerernte zugesehen und Wasser aus einer Quelle nachgefüllt. Wenn man glaubt fast oben zu sein, kommen vor dem Bergsee nochmal 10 Kehren (tornati), die es wirklich in sich haben. Das Glücksgefühl oben am See zu sein ist unbeschreiblich. Nach einer kleiner Stärkung durch Kaffee und Kuchen bei traumhaftem Alpenblick auf die schneebedeckten Gipfel ging es dann auf eine rasante Abfahrt.
Fazit: Wird mir immer in wunderbarer Erinnerung bleiben. Hierhin lohnt sich ein Abstecher auf jeden Fall wenn man in der Gegend von Meran ist und einen halben Tag Zeit hat! Ob mit oder ohne Fahrrad.

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