Olivenernte bei Americo Quattrociocchi

Latium, unsere Erzeuger

24. 10. 2009

Fahrt nach Alatri in Latium

Von der Region Emilia-Romagna, wo sich die Acetaia Giusti befindet, haben wir uns heute auf den Weg in die Region Latium gemacht. Dort ist seit über 100 Jahren die Ölmühle Frantoio Quattrociocchi angesiedelt. Rund um die Kleinstadt Alatri liegen die Olivenhaine der Familie, die sich seit 1888 der Herstellung von Olivenöl verschrieben hat. Über kurvige Bergwege, vorbei an den silbern schimmernden Olivenhainen, fanden wir den Weg zur Frantoio Quattrociocchi. Dort erwartete uns ein üppiges Mahl, das von Maria Theresa, der Mutter von Americo zubereitet worden war. Eine einzigartige Gastfreundschaft, die man so wohl nur in Süditalien findet. Noch nie sind wir so liebevoll umsorgt und bewirtet worden wie von Americos Familie.

Americo und ich in einer Erntepause

Americo und ich in einer Erntepause

Mittagessen bei Americo Quattrociocchi

Als Vorspeise wurde uns ein üppiger Antipastiteller präsentiert, u.a. mit frischem Büffelmozzarella. Als Primi gab es eine Stracciatella-Suppe, die nur sehr wenig mit dem gleichnamigen Eis zu tun hat. Benannt ist sie nach den zerrupft aussehenden Ei-Stückchen. Außerdem enthielt sie Hühnchen und Parmesan. Der andere Primo waren Canelloni mit einer pikanten Fleischfüllung. Satt waren wir eigentlich schon nach den Antipasti, aber zum krönenden Abschluss gab es zum Espresso noch einen Kuchen, in dem statt Butter Olivenöl verwendet worden war. Für uns Deutsch unvorstellbar, aber in den Olivenanbaugebieten ist das wohl gang und gäbe. Vielen, vielen Dank noch einmal an Maria Theresa und ihre großzügigen Kochkünste! Wir fühlten uns ehrlich wie in dem Film „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“

Aldo erfüllte sich einen Kindheitstraum

Aldo erfüllte sich einen Kindheitstraum

Olivenernte bei Quattrociocchi

Frisch gestärkt gingen wir dann zu den Olivenhainen, um uns den Ablauf der Ernte anzusehen. Die Erntehelfer werden in Grüppchen zu drei bis vier Personen aufgeteilt. Jede Gruppe nimmt sich nach und nach einen Baum vor. Sie spannen ein Netz unter den Baum, in das die Oliven fallen. Mit kammartigen Werkzeugen werden die Oliven vom Baum gepflückt. So werden sie im Gegensatz zur maschinellen Ernte nicht verletzt. Bei größeren Bäumen muss auch mal ein Helfer auf eine Leiter klettern, um an die oben wachsenden Oliven zu gelangen.

Olivenernte bei Quattrociocchi

Olivenernte bei Quattrociocchi

Wenn ein Baum abgeerntet ist, werden die Oliven aus dem Netz gesammelt und in Kisten gefüllt. Wenn das Gelände es zulässt, werden diese Kisten mit einem Traktor abgeholt. Bei unwegsamem Gelände müssen sie zur Straße getragen werden. Der Traktor bringt die frisch geernteten Oliven entweder zu einem an der Straße wartenden Lastwagen oder direkt zur Ölmühle, wo dann das Olivenöl herausgepresst wird.

Bei der Arbeit.

Bei der Arbeit.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal ein herzliches Mille grazie an Americo und seine Familie senden und vielen Dank für die Gastfreundschaft sagen. Nach einem köstlichen Abendessen fuhren Aldo und ich in unsere Unterkunft. Morgen schauen wir uns dann an, wie aus den Oliven das preisgekrönte Olivastro-Olivenöl gepresst wird.

In diese Kisten kommen die gepflückten Oliven.

In diese Kisten kommen die gepflückten Oliven.

alle Erntehelfer von Quattrociocchi

alle Erntehelfer von Quattrociocchi

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